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Begrenzung Risiko Urheberrechtsverletzung Buch

| 16.09.2021 11:37 |
Preis: 50,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich plane ein Sachbuch (Lebensratgeber) selbst zu veröffentlichen (Self Publishing). Das Buch basiert auf einer Vielzahl von Quellen und trotz großtmöglicher Sorgfalt alle Inhalte von anderen Quellen korrekt zu zitieren, möchte ich gerne verstehen was passieren kann, wenn die Quelle nicht korrekt angegeben ist und wie man das Risiko eingrenzen kann. Konkret habe ich diese Fragen:

1) Womit könnte ich schlimmstenfalls rechnen wenn ich einen kleinen Auszug (max. 2-3 Sätze) übernommen und nicht korrekt zitiert habe? Lässt sich natürlich schwer pauschal sagen, aber ist es meist eine Abmahnung oder sind auch höhere Schadenersatzforderungen üblich?

2) Welche Möglichkeiten gibt es mein Risiko für Ansprüche aus etwaigen Urheberrechtsverletzungen zu begrenzen?
a) Wäre meine Haftung beschränkt wenn ich das Buch über meine eigene GmbH veröffentlichen würde? Oder bin ich als Urheber dann trotzdem haftbar? Wie müsste ich das strukturieren?
b) Ist eine Media Versicherung aus Ihrer Sicht sinnvoll? (z.B. https://www.exali.de)
c) Sehen Sie noch andere Möglichkeiten das Risiko von Schadenersatzforderungen zu begrenzen?

Vielen Dank vorab und viele Grüße

16.09.2021 | 23:12

Antwort

von


(786)
Wichlinghauser Markt 5
42277 Wuppertal
Tel: 0202 697 599 16
E-Mail:
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Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grundlage der durch Sie mitgeteilten Informationen beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

1) Neben der Abmahnung können auch Schadensersatzforderungen bei einer Urheberrechtsverletzung geltend gemacht werden. Dabei kommt es dann darauf an wie groß der Schaden ist, der dadurch entsteht, dass Sie plagiieren. Das wird bei einem falschen Zitat weniger wahrscheinlich kein besonders großer Schaden sein. Aufgrund der Unterlassungsansprüche des Rechteinhabers wäre es aber wahrscheinlich, dass Sie die Stellen schwärzen müssen und das Buch nicht in der ursprünglichen Form weiter vertreiben können.

2) Die beste Möglichkeit wäre es über eine Plagiatssoftware und ein professionelles Lektorat eine Prüfung durchzuführen und gegebenenfalls kritische Stellen bereits vor der Veröffentlichung zu ändern. Das dürfte auf jeden Fall günstiger sein als auch nur eine Abmahnung zu erhalten.

a) Für die Urheberrechtsverletzung haften alle an der Veröffentlichung beteiligten Akteure. Eine GmbH als Verlag oder Herausgeber wurde dann unter Umständen neben Ihnen als Autor haften. Üblich wäre in der Praxis eher, dass sich die Gesellschaft vom Autor durch einen entsprechenden Vertrag von der Haftung freistellen lässt. Im Übrigen wäre einerseits die Frage, ob sich der finanzielle und organisatorische Aufwand für die GmbH lohnt und andererseits was diese GmbH als Geschäftszweck haben soll, da ja diese Variante darauf abzielt die GmbH insolvent gehen zu lassen, wenn es hohe Ansprüche aus einer Urheberrechtsverletzung gibt. Da das auch Konsequenzen für Ihre eigene Bonität haben kann wäre das eher keine geeignete Lösung.

b) Eine Versicherung könnte sinnvoll sein, evtl. auch eine Rechtsschutzversicherung. Allerdings wäre insofern natürlich auch die Frage in welchem Umfang Sie nach den jeweiligen Versicherungsbedingungen noch eigene Sorgfalt bei der Plagiatsprüfung walten lassen müssen. Spätestens bei vorsätzlichen Plagiaten dürfte auch eine Versicherung nicht mehr greifen. Auch wenn das eine sinnvolle Ergänzung sein kann, wenn Sie gleichzeitig dafür Sorge tragen, dass Ihre Werke keine Plagiate enthalten.

c) Die beste Möglichkeit wird eine umfassende Prüfung Ihrer Texte sein. Wenn es (missbräuchliche) Abmahnungen gegen Sie gibt, dann nutzt Ihnen eine Rechtsschutzversicherung am meisten. Sie sollten aber den Aufwand vor allem dort investieren wo Sie Plagiate vermeiden können. Falls das Plagiatsrisiko an mehreren Stellen besteht und Sie die Rechte verschiedener Personen verletzen, dann wäre nämlich auch zu befürchten, dass eine Abmahnung weitere Abmahnungen nach sich zieht. Sei es weil das Thema öffentlich bekannt wird oder sich Urheber untereinander finden und sich gegenseitig Hinweise auf Urheberrechtsverletzungen geben.

Mit freundlichen Grüßen


Bewertung des Fragestellers 17.09.2021 | 09:45

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