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Autokäufer remklamiert Schaden bei Privatverkauf

| 05.08.2011 09:55 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht



Hallo, ich habe letztens mein Auto privat über mobile verkauft und auch diesen downloadbaren Kaufvertrag benutzt. Ich hatte im Angebot schon erwähnt das das Auto Wasser verliert und dies warscheinlich aus 2 Plastikteilen am Motor kommt. Der Käufer hat sich das Auto angeschaut, den Motor laufen gehört, in den Motorraum geschaut, eine Probefahrht gemacht und hat das Auto nach Kauf dann ca. 150 km nach Hause gefahren. Nun schreibt er:

"Da ich am Samstag den BMW in eine BMW Fachwerkstatt zur durch sicht verbracht habe, diese hat mir heute mitgeteilt, dass der Fehlerspeicher mit Fehlern zu ist und desweitern der Wasserverlußt durch einen Zylinderkopfdichtungsschaden kommt. Da ich den BMW mit einem Motor gekauft habe der laut Ihrer aussage Inordnung sei, müssen wir uns hier einig werden ob ich diese zwei fehler auf Ihre Rechnung richten lasse oder Sie den Wagen zurück nehmen"

Die angebliche Rechnung würde sich auf ca 1.400 € belaufen. Hier wird doch sicherlich mehr rapariert als eine Dichtung. Zudem wäre es ja eine Wertsteigerung des Autos, da ich es wie bei mobile ausgeschrieben mit einem Wasserschaden angeboten habe und nicht inkl. eine Reparatur. (Kostenvoranschlag lasse ich mir zusenden)

Als Kaufvertrag wurde der Vordruck der Firma mobile.de verwendet und nichts von Schäden o.ä. erwähnt.

Desweiteren hat der Kunde bis heute das Auto nicht wie vereinbart abgemeldet, dies habe ich bereits dem LRA und der Polizei gemeldet.

Wie sollte ich hier vorgehen?

Eingrenzung vom Fragesteller
05.08.2011 | 10:09

Sehr geehrte Fragestellerin,
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch eine Kollegin/ einen Kollegen vor Ort ersetzen kann. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung komplett anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben und dem eingesetzten Betrag wie folgt:


Die gesetzliche Gewährleistung ist in dem Kaufvertrag ausgeschlossen worden.

Somit hat der Käufer keinen Anspruch auf Nacherfüllung oder Rückabwicklung aus den §§ 437 , 439 BGB . Dem Käufer war der Mangel auch bekannt. Sie haben in der Verkaufsbeschreibung auf den Mangel hingewiesen und der Käufer hat das Fahrzeug nach Ihren Angaben eingehend untersucht.

Gemäß § 442 BGB kann sich der Käufer nicht auf den Mangel berufen, wenn er beim Kauf Kenntnis davon hatte.

Nach diesem Ergebnis sind Sie nicht verpflichtet dem Begehren des Käufers nachzukommen.

Der Käufer kann aber den Kaufvertrag auch wegen arglistiger Täuschung nach § 123 Absatz 1 BGB anfechten.

Allerdings muss der Käufer Ihnen nachweisen, dass Sie von den Mängeln im Detail wussten und ihn bewusst und willentlich nicht darüber informiert haben, um ihn damit zum Vertragsschluss zu bewegen.

Wenn ihm das gelingt, kann er wirksam die Anfechtung erklären. Dann ist der Kaufvertrag als von Anfang an nichtig zu betrachten.

Zusammenfassend ist es ratsam, wenn Sie sich zunächst kulant zeigen und eine Kaufpreisminderung anbieten. Verdeutlichen Sie dabei aber, dass keine Mängel verschwiegen wurden und der Käufer von den Mängeln wusste und Sie sich nur kulant zeigen wollen.

Wenn der Käufer dennoch die harte Linie fahren will und auf den Reparaturkosten besteht, sollten Sie sich erneut melden oder einen Anwalt vor Ort beauftragen, damit man die Höhe der Forderung und insbesondere die Beweislage prüfen kann.


Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.

Um Ihre Ansprüche erfolgreich durchzusetzen, empfehle ich die Einschaltung eines Anwalts vor Ort – den Sie über unser Portal problemlos finden können.

Abschließend möchte ich Sie bitten die Bewertungsfunktion zu nutzen, um dieses Forum für andere Nutzer transparenter zu gestalten.

Bewertung des Fragestellers 05.08.2011 | 11:28

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