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Aufschichtung Grenzabstand


| 08.08.2007 17:15 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Karin Plewe



Grenzabstand Aufschichtung (z.B. Brennholz) laut Nachbarrecht = 0,50 Meter.

Immer wieder lese ich (internet, bücher, urteile) folgendes:

"Dieser Grenzabstand braucht jedoch dann nicht eingehalten zu werden, wenn die Aufschichtung oder Anlage eine Wand oder geschlossene Einfriedung nicht überragt oder wenn sie als Stützwand oder Einfriedung dient." So gilt dies angeblich z.B. in NRW.

DIESER SATZ ist aber im Baden-Württembergischen NRG nicht zu finden, heisst dies nun, dass diese sehr doch allgemein sinnvolle Regelung für die Schwaben nicht gilt?
oder doch? Bitte nur antworten wer sich SICHER darüber ist.
Sehr geehrter Fragesteller,

die von Ihnen genannte Regelung gilt NICHT in Baden-Württemberg.
Nach § 8 NachbG B-W gilt die Regel, dass eine Aufschichtung einen Abstand von 0,50 m einhalten muss, sofern sie nicht höher als 2 m ist, ansonsten einen Mehrabstand entsprechend der Mehrhöhe über 2 m. Eine Ausnahmeregelung gibt es in Baden-Württemberg nicht.

Die Nachbarrechtsgesetze der einzelnen Bundesländer unterscheiden sich z.T. erheblich voneinander und gelten nur in dem jeweiligen Bundesland.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

info@kanzlei-plewe.de

Nachfrage vom Fragesteller 09.08.2007 | 07:35

Ok, aber welchen Sinn macht es, hinter einer 2,50 Meter hohen Mauer/Wand einen Grenzabstand zu halten? Für Pflanzen werden die sonst gültigen Abstände ja hierdurch auch aufgehoben. Sind sie sich sicher, dass man dann nicht "nachrücken" darf. Es entsteht ansonsten Niemandsland. Die NRWestfalen werden sicher Ihre Gründe für diesen sinnvollen Zusatz haben.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.08.2007 | 08:09

Sehr geehrter Fragesteller,

die nachbarrechtlichen Vorschriften sind zivilrechtlicher Natur, sind also nicht vergleichbar mit öffentlich-rechtlichen (z.B baurechtlichen) Abstandsregelungen. Es wird also keine Behörde die Einhaltung kontrollieren, sondern der Nachbar hat einen Anspruch auf Einhaltung dieser Regelung, wenn er anderenfalls beeinträchtigt werden könnte.
Sie haben schon recht, diese Regelung macht Sinn, aber sie ist eben im badem-würrtembergischen Nachbarrecht nicht enthalten. Insofern können Sie sich allenfalls darauf berufen, dass der Nachbar nicht beeinträchtigt wird und dass es für Sie unzumutbar wäre, diesen Abstand einzuhalten. Wie ein Gericht dies beurteilen wird, kann nicht vorhergesagt werden, zumal eine Einhaltung dieses Abstandes vom Nachbarn wohl kaum eingeklagt werden wird.

Mit freundlichen Grüßen

Karin Plewe
Rechtsanwältin

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"Sehr GUTE Antworten, die Frage warum Nordreinwestfalen intelligentere Gesetze machen als Schwaben konnte natürlich nicht beantwortet werden <g> "