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Argilistige täuschung

26.01.2015 09:04 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Hallo! Ich habe vor 2 1/2 monaten einen golf country gekauft von einem händler.ich bin das auto vorher probe gefahren habe es mir unten drunter angeschaut alles ok soweit.der verkäufer teilte mir noch hier und da ein paar "kinderkrankheiten" mit die er bis ich das auto abholen sollte (2 wochen) noch beseitigen wollte.unter anderem die benzinpumpe radlager und die tachowelle. Er schrieb mir dann kurz bevor wir das auto abholen wollten,so auto hat tüv ohne mängel macht keine geräusche mehr etc alles gut. Als wir dann hingefahren sind war anstatt er seine frau da um uns das auto und papiere zu übergeben-wad aber auch nicht bertrag festgehalten war- mit fiel sofort auf das der fahrzeugbrief fehlte!ich fragte die frau und sie sagte nein der wird ihnen dann neu ausgestellt der vorläufige würde reichen.alles klar hat nicht gerreicht der verkäufer musste hinterher dann eine eidestatt abgeben weil er den brief angeblich verloren hat.so nach zwei wochen ging der öldruckschalter kaputt,da dacht ich mir nix bei weil das so sachen sind die einfach mal kaputt gehn können ohne das man es sieht.reperarieren lassen und problem aus der welt geschafft.auto wieder gehabt nach 2 tagen platzte ein reifen.dann nach ein past tagen fingen die bremsem an sehr komische geräusche zu machen. So also ab in die werkstatt checken lassen,da kam dann folgendes raus: die achsmanschetten waren komplett am durchsiffen,der simmerring war schrott,die servopumpe war schrott,die trommelbremsem hinten waren komplett zusammengefuscht so das ich hinten keine bremskraft hatte! Wo federn rein mussten hatte erwinfach schrauben reingeknallt,am besten war das die antriebswelle einfach mal vergessen wurde anzuschrauben! Nun mein kfz mechaniker versucherte mir das das auto mit diesen mängeln niemals so durch den tüv gekommen wäre.und das warn keine sacgen die in 2 monaten kaputt gehn kônnen. So also gehn wir davon aus das der tüv prüfer(offiziel vom dekra) einfach ma grob drüber geschaut hat.dazu muss ich sagen das der verkäufer mir schon sagte das er den orüfer sehr gut kennt und das wenn er ein auto zum tüv bringt was anderes sei. Dazu muss ich noch sagen das der verkäufer eine neue karosserie unter dem country gepackt hat aber die alte country nr ins neue golf 2 schassi eingeschweist hat. Jedenfalls als das rauskam und mein kuf mechaniker mir sagte wie teuer das alles sei hab ich den verkäufer angerufen ihn das geschildert , ich habe ihm drum gebeten das zu bezahlen,er sagte auch freundlich ja und ich dolle ihn meine kontodaten geben,so gutgläubig wie ich bin tat ich das lies den scheiss repariern und trat in vorkasse weil ich echt aufs auto angewiesen war. Es kam natürlich kein geld von ihm,nach 2 wöchigen versuchen den herrn zu erreichen sagte ich ihm dann alles klar ich gehe zum anwalt. So jetz bahnen sich die nàchdten sachen am auto an zylinderkopfdichtung lichtmaschine,und benzinpumpe-diesen mängel wollte er ja beheben. Was uns hinterher auffiel das der kleine zettel mit den ganzen messeerten der au fehlt,wenn das auto denn rechtsmäßig durch den tüv gekommen wärmüsste er dann nicht an der tüvstelle auffindbar sein?so nächste frage der verkäufer der ein gewerbetreiber und geschäftsführer einer oldtimehändler&werkstatt ist darf der im kaufvertrag ,"privatkauf" reinschreiben? Das darf man doch nur wenn das auto in seinem privatbesitz war und er als eingetragener fahrer war.? Bei dem ganzen schmu kann ich mir vorstellen das die sich schön über ihr gewerbe die teile kaufen und absetzen und die autos hintenrum als privat verkaufen um die mehrwertsteuer einzustecken.ich bin ratlos ich weis nicht was ich machen soll.der verkäufer meinte dann ganz frech geh zum anwalt und verklag mich. Hab ich da eine chance? Unter anderem stand in dem vertrag auch "ohne mängel" was ja komplett falsch ist schon allein wegen der losen antriebswelle hat er mich im straßenverkehr gefährdet.ich bitte dringend um rat

Sehr geehrter Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihnen könnten sowohl die Rechte aus einer arglistigen Anfechtung gemäß § 123 BGB als auch Sachmängelgewährleistungsrechte zustehen. Hinsichtlich der zuletzt genannten Gewährleistungsrechte ergibt sich allerdings eine Problematik dahingehend, dass ein Käufer, bevor er weitergehende Rechte geltend macht (Schadensersatz, Rücktritt), dem Verkäufer zunächst eine Gelegenheit geben muss, die Schäden selbst zu beseitigen. Hier haben Sie leider den Fehler gemacht, nicht zunächst dem Verkäufer zu Beseitigung der Mängel aufzufordern, sondern sich gleich an einen anderen Kfz-Mechaniker zu wenden. Ist dies, wie bei Ihnen, nicht geschehen, muss der Verkäufer die Kosten einer eigenmächtigen Selbstvornahme durch den Käufer nicht übernehmen. Etwas anderes könnte sich nur aus dem Aspekt heraus, dass der Verkäufer die Übernahme der Kosten am Telefon bestätigte ergeben. Dies erscheint aber zum einen deswegen zweifelhaft, da ein Beweis wohl kaum gelingen könnte, sollte der Verkäufer die Zusage bestreiten. Und zum anderen ist zweifelhaft, ob sich der Verkäufer hieran tatsächlich binden lassen muss. Aus diesem Grunde kann ich Ihnen zunächst leider nicht dazu raten, die von Ihnen aufgewendeten Kosten von dem Verkäufer zurück zu verlangen.

Aufgrund der beschriebenen Rechtslage können Sie den größtmöglichen finanziellen Vorteil für sich nur dann beanspruchen, wenn sie entweder vom Vertrag zurücktreten können oder aber erfolgreich eine Anfechtung wegen arglistigen Verschweigens der Mängel erklären.

Für einen Rücktritt müssen die von Ihnen genannten Mängel auch juristisch als solche zu bezeichnen sein. Außerdem dürfen diese auch nicht unerheblich sein. Ein Mangel im juristischen Sinne läge dann nicht vor, wenn dieser auf Verschleiß beruhte. D.h., dass ein Mangel nicht vorliegt, wenn ein Defekt auftritt, der auf einem natürlichen, normal fortschreitenden Verschleiß beruht und altersentsprechend ist. Hinsichtlich einiger der von Ihnen genannten Mängel kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um einen Verschleiß handelt. Aber insbesondere hinsichtlich der Mängel an den Trommelbremsen, der Antriebswelle, der Achsmanschette sowie auch der Zylinderkopfdichtung und Lichtmaschine lassen insgesamt auf das Vorliegen erheblicher Mängel schließen. Nach erster Einschätzung legen diese Fehler das Vorliegen eines Mangels nahe. Eine abschließende Beurteilung kann jedoch erst nach Kenntnis der gesamten Sachlage erfolgen. Sollten Sie die Zylinderkopfdichtung und die Lichtmaschine noch nicht repariert haben, lassen Sie dies unbedingt erst nach Rücksprache mit einen Anwalt in die Wege leiten. Gegebenenfalls muss dem Verkäufer auch diesbezüglich noch das Recht eingeräumt werden, die Mängel selbst zu beseitigen.

Unklar ist mir bislang, wie ihre Äußerung zu der neuen Karosserie zu bewerten ist. Sollte ich richtig in der Annahme gehen, dass eine falsche Identifikationnummer vorliegt, berechtigt alleine dieses zum Rücktritt.

Darüber hinaus könnte der Verkäufer auch arglistig gehandelt haben. Nach dem von Ihnen geschilderten Sachverhalt, liegt der Verdacht nahe, dass der Verkäufer einige der Mängel, insbesondere hinsichtlich der Karosserie, bekannt waren oder zumindest für möglich hielt.

Insgesamt hat sich ihre Rechtsposition zwar durch die Beauftragung einer anderen Werkstatt zwar verschlechtert. Mit den richtigen Weichenstellungen können Sie sich jedoch meines Erachtens noch weitgehend schadlos halten. Eine Klage erscheint daher nicht aussichtlos.

Sollten Sie weiteren Beratungsbedarf in der Angelegenheit haben, stehe ich Ihnen gerne zur weiteren Vertretung zur Verfügung. Das hier gezahlte Honorar würde auf die weiteren anfallenden Gebühren angerechnet werden. Kontaktieren Sie mich einfach unter der angegebenen E-Mail-Adresse.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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