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Anwalt tut nichts + Interessenkonflikt


20.07.2007 08:50 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht



Ich habe einen RA mit der Beitreibung von ausstehenden Krankentagegeld-Zahlungen meiner PKV beauftragt. Mittlerweile ein Betrag von ca. 30.000,-- Euro. Es gibt eine Honorarvereinbarung über einen Stundensatz von 200,-- Euro + Mwst. Die Angelegenheit gliedert sich in 2 Teile, ein Fall für einen zurückliegenden Zeitraum (Nov.06 bis Jan.07) und einen Fall für die lfd. Arbeitsunfähigkeit (seit Anfang Mai 07, bis auf weiteres.) Der´RA hat zu Anfang der Mandatsübernahme ein Beratungsgespräch mit mir geführt, in dem ich meine Forderungen an die PKV dargestellt habe, ausserdem hatte ich ihn darüber informiert, dass ich einen, der von der PKV beauftragten med. Gutachter, wegen Verstoss gegen § 278 StgB, bei der Staatsanwaltschaft angezeigt hatte. Er hat mir gesagt, dass es schwierig wäre, gegen den Arzt etwas zu unternehmen. Der RA hat dann die PKV angeschrieben und auftragsgemäss mit Fristsetzung zur Zahlung, Klage angedroht (Mitte Mai.)
Nachdem ich dann von der Angelegenheit nichts mehr hörte oder sah, habe ich in der Kanzlei angerufen und erfahren, dass der RA in Urlaub sei (ausgerechnet seit dem Tag als ich anrief!) Nach seinem Urlaub (1 Woche), habe ich versucht ihn zu erreichen, oder mich zurückrufen zu lassen, leider erfolglos. Nachdem dann wieder 1 Woche verstrichen war, erfuhr ich, dass der RA (wieder ab dem Tag als ich anrief) diesmal etwas länger im Urlaub sei (knapp 3 Wochen.)
Ich habe dann einige Eigeneninitative ergriffen und etliche Male mit der PKV korrespondiert, mit einer letzten Beschwerde bis hin zum Vorstand der Victoria PKV.
Nachdem der RA vom Urlaub zurück war, hatte er natürlich „Arbeitsstau“. Er hat nicht eins meiner zahlreichen Schreiben beantwortet, in denen ich meine Korrespondenz mit der PKV für ihn kommentiert habe, beantwortet und auch keine der dort angeführten Weisungen ausgeführt, auch nicht die Bitte um Rückruf. Auch zahlreiche Mails wurden nicht beantwortet.
Vor zwei Wochen bekam ich einen „Telefontermin“, den ich mit dem Sekretariat des Hr. RA vereinbaren durfte und konnte ich endlich mit ihm sprechen. Das erste was ich zu hören bekam, war „schreiben sie an die PKV oder ich?“
Nach einigen verbalen Bücklingen meinerseits, bat er um eine kurze Aufstellug meiner Forderungen an die PKV, um „unsere Unterlagen abzugleichen!“ Dabei lag ihm alles ausführlich begründet und dokumentiert vor. Er hätte nur meine Schreiben lesen müssen.
Nachdem jetzt weitere Bitten per eMail um Rückruf nicht erfüllt wurden, sowie weiterhin keine Aktivitäten des RA erkennbar sind und ich fast vor Wut platze, weiss ich nicht mehr weiter.
Zudem habe ich gestern ein Schreiben der PKV per Einschreiben-Rückschein erhalten, welches nun zur Abholung auf der Poststelle bereit liegt. Ich gehe davon aus, dass es sich, nach der zuletzt erfolgten umfangreichen med. Begutachtung durch die von der PKV beauftragten Gutachter, um die Kündigung der PKV wegen BU handelt. Soll ich das abholen oder besser nicht? Kann irgendetwas verhindert werden, wenn ich das Schreiben nicht abhole (z. Bsp. Kündigung um einen Monat hinausschieben?)
Ich habe mir die Homepage der Kanzlei Nonnenmacher, Karlsruhe, leider erst jetzt genauer angeschaut und ebendort das Profil von Hr. RA Kühn. Dort steht zu lesen, dass der Herr Mitglied im Verein „Anwälte für Ärzte“ ist. Das ist meines Erachtens ein eindeutiger Interessenkonflikt. Der RA hätte das Mandat garnicht annehmen dürfen!
Was soll ich nun tun? Geld bekommt er auf keinen Fall, wobei das Erstgespräch bereits berechnet und bezahlt ist!
Beschwerde bei der RAK werde ich auf jeden Fall einlegen, doch was bringt mir das?
Kann ich einen anderen RA direkt mit der Übernahme des Mandats beauftragen, in der Form, dass dieser alle Unterlagen von Hr. RA Kühn anfordert?
Wer ersetzt mir den zusätzlichen Mehraufwand, mit der ganzen Korrespondenz und Einweisung des neuen Anwalts?
Soll ich die Rechtsschutz-Versicherung vom Fehlverhalten des RA informieren?
Ist der RA schadensersatzpflichtig für evtl. Fristversäumnisse oder dergleichen?
Sehr geehrter Fragesteller,

im Rahmen einer Erstberatung beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

Da ich die Kündigungsfristen Ihres PkV-Vertrages nicht kenne, kann ich nicht beurteilen, ob Ihnen die Nichtabholung des Schreibens irgendetwas "bringt".
Prinzipiell rate ich Ihnen aber, dass Schreiben abzuholen.
Ein berufsrechtlicher oder strafrechtlicher relevanter Interessenkonflikt liegt nicht schon dann vor, weil Ihr Anwalt in der genannten Vereinigung Mitglied ist.
Eine Beschwerde bei der RAK oder bei der Rechtsschutzversicherung wird m.E. nicht viel Sinn machen.
Lassen Sie sich von Ihrem Anwalt seine Stundenaufstellung übersenden für sein bisheriges Tätigwerden und kündigen Sie das Mandant. Selbstverständlich kann auch Ihr neuer Anwalt in Ihrem Auftrag kündigen und die Unterlagen anfordern.
Einen Ersatzanspruch für die neue "Einweisung" des Anwaltes haben Sie nicht.
Wenn Ihr Rechtsanwalt Fristen versäumt hat und Sie dadurch einen Schaden erleiden, macht er sich aufgrund des abgeschlossenen Anwaltsvertrages schadenersatzpflichtig.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ gerne zu Verfügung oder auch im Rahmen einer Mandatserteilung; am besten per mail: info@kanzlei-hermes.com


Mit besten Grüßen

RA Hermes
Fachanwalt für Steuerrecht

www.kanzlei-hermes.com
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