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Als Vermieter: befristeten Mietvertrag neu abschließen

| 29. September 2022 03:12 |
Preis: 30,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


04:19

Ich möchte für ein kleines Einfamilienhaus, welches ich neu erworben habe, einen befristeten Mietvertrag neu abschließen.

Dabei soll sichergestellt sein, dass der Mieter dann nach 5 Jahren auch wirklich auszieht, weil ich das Haus dann renovieren und darüber wieder frei verfügen möchte.

Dabei ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ganz klar, ob ein Kind dort einziehen wird (=Eigenbedarf, das könnte passieren, ist aber noch nicht sicher).

Eventuell würden wir das Haus anschließend auch als Ferienhaus nur kurzfristig weitervermieten, oder einen neuen, befristeten Vertrag abschließen wollen (ggfs. auch den alten verlängern).

Da die Ausbildungssituation der Kinder derzeit noch nicht feststeht, geht es im wesentlichen darum, den Vertrag so zu gestalten, dass wir wieder (nach einer mit dem Mieter fair und klar kommunizierten Frist), die Nutzung frei bestimmen können, und dass der Mieter dann wirklich auszieht.

Frage: Was passiert, wenn der Mieter dann nach der vereinbarten Frist nicht geht, kann ich sofort räumen, oder kommt dann das langwierige Räumungsverfahren, vorfinanzierte Klage, mehrmonatiges Prozedere?

Ab welchem Mietzeitraum gilt das ganze als dauerhaftes Mietverhältnis und geschützter Wohnraum, Bekannte vermieten nur als "Ferienwohnung", aber da ziehen dann z.B. Monteure auch gern mal für ein Jahr ein, wird dadurch evtl. auch ein dauerhaftes und geschütztes Mietverhältnis begründet?



29. September 2022 | 03:46

Antwort

von


(543)
Freiheitsweg 23
13407 Berlin
Tel: 03080571275
Web: http://www.ra-bernhard-mueller.de/
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihr Vorhaben ist mit der deutschen Rechtsordnung nicht vereinbar.
Wenn Sie den Vertrag auf 5 Jahre befristen wollen, dann müssen Sie in den Vertrag schreiben, dass Ihr Sohn nach 5 Jahren einzieht. Der Mieter kann 4 Monate vor Ablauf der 5 Jahre Auskunft darüber verlangen, ob Ihr Sohn wirklich einzieht. Wenn sich dann herausstellt, dass Ihr Sohn erst zu einem späteren Zeitpunkt einzieht, dann kann der Mieter verlangen, dass die Mietzeit bis zu diesem späteren Zeitpunkt verlängert wird.
Wenn sich herausstellt, dass Ihr Sohn überhaupt nicht einziehen will, wird aus dem befristeten Mietvertrag automatisch ein unbefristeter Mietvertrag mit gesetzlicher Kündigungsfrist.

Geregelt ist dies in § 575 BGB.

Wenn der Mieter zum Ende der Mietzeit nicht auszieht, dann dürfen Sie selbstverständlich nicht selbst räumen. Sie müssen eine Räumungsklage einreichen und warten, bis der Gerichtsvollzieher Ihnen die Wohnung zurück gibt.

Sollten Sie selbst räumen, würde Ihnen eine Verurteilung wegen Hausfriedensbruch, Nötigung oder besonders schwerem Diebstahl drohen. Dies könnte dann ein auf bis zu 10 Jahre befristetes Mietverhältnis über eine Gefängniszelle zur Folge haben, bei dem Sie der Mieter sind.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Bernhard Müller

Rückfrage vom Fragesteller 29. September 2022 | 04:13

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!
Bitte erlauben Sie mir eine Nachfrage. Der Einzug meines Kindes wäre als Eigenbedarf ja nur ein möglicher Grund für eine Befristung, wäre die geplante "Renovierung" ebenfalls als Grund zulässig?
Die Räumung muss also per Gerichtsvollzieher durchgeführt werden, betrifft dieses nur Wohnraum oder gilt , bzw. ab welcher Mietdauer gilt dies auch bei "Ferienhaus"?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 29. September 2022 | 04:19

Sehr geehrter Fragesteller,

die geplante Renovierung ist kein zulässiger Grund. Auch bei einem Ferienhaus muss die Räumung durch einen Gerichtsvollzieher durchgeführt werden. In Gebieten mit knappem Wohnraum bedarf die Vermietung als Ferienhaus sogar einer zusätzlichen Erlaubnis durch den Staat. Stichwort Verschiedene landesrechtliche Verordnungen oder Gesetze gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 3. Oktober 2022 | 23:19

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Es war zwar nicht die Antwort, die ich erhofft hatte, aber dennoch präzise und alle Informationen enthalten, gerne wieder!

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 3. Oktober 2022
5/5,0

Es war zwar nicht die Antwort, die ich erhofft hatte, aber dennoch präzise und alle Informationen enthalten, gerne wieder!


ANTWORT VON

(543)

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13407 Berlin
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Mietrecht, Erbrecht, Familienrecht, Strafrecht