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Als Privatperson landwirtschaftliche Fläche an Landwirt verkaufen

| 19. Januar 2022 09:13 |
Preis: 63,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


10:23

Mein Vater hat einen Teil seiner Bodenflächen in einer Überlassung/Schenkung an uns Kinder aufegteilt im Jahr 2021. Darunter gibt es eine Acker/landwirtschaftlich genutzte Fläche die ich allein bekommen habe.
Diese Fläche ist schon immer im Familienbesitz, weder mein Vater noch wir sind selbstständig oder haben einen landwirtschaftlichen Betrieb. Der Betreffende Acker von 5,6 ha wird jeher verpachtet, letztes Jahr haben wir den Pächter gewechelt (erneut mit Pacht für 10 Jahre) und der neue Pächter (Landwirt) ist nun mit einem Kaufinteresse an mich rangetreten. Jetzte stellen sich mir die Fragen,
darf ich als Privatperson ihm das überhaupt verkaufen?,
muss ich die 10 Jahre Schenkung/Überlassung abwarten?,
wie wird das besteuert, ich habe erschreckendes gesehen von fast der Hälfte?,
zählt dieser Sachverhalt auch schon unter die Spekulationssteuer?.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

19. Januar 2022 | 09:41

Antwort

von


(537)
Alte Schmelze 16
65201 Wiesbaden
Tel: 0611-13753371
Web: http://deutschland-schulden.de
E-Mail:

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

der Verkauf an einen Landwirt ist grundsätzlich kein Problem, soweit bisher Einnahmen aus Vermietung- und Verpachtung erzielt wurden handelt es sich bei dem Grundstück dann auch nicht um Betriebsvermögen. In Frage kommt dann also allenfalls noch die Spekulationssteuer.

Bei dieser ist entscheidend, an welchem Tag dem der notariellen Kaufvertrags abgeschlossen wurde (siehe z.B. BFH, Urteil vom. 10.2.2015, Az.: IX R 23/13 ) und ob seitdem schon gemäß § 23 Absatz 1 Nr. 1 Einkommensteuergesetz 10 Jahre vergangen sind.

Zitat:
§ 23 EsStG
(1) Private Veräußerungsgeschäfte (§ 22 Nummer 2) sind
1. Veräußerungsgeschäfte bei Grundstücken und Rechten, die den Vorschriften des bürgerlichen Rechts über Grundstücke unterliegen (z. B. Erbbaurecht, Mineralgewinnungsrecht), bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als zehn Jahre beträgt. Gebäude und Außenanlagen sind einzubeziehen, soweit sie innerhalb dieses Zeitraums errichtet, ausgebaut oder erweitert werden; dies gilt entsprechend für Gebäudeteile, die selbständige unbewegliche Wirtschaftsgüter sind, sowie für Eigentumswohnungen und im Teileigentum stehende Räume. 3Ausgenommen sind Wirtschaftsgüter, die im Zeitraum zwischen Anschaffung oder Fertigstellung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden;
2.....


Dabei kommt es auf den Anschaffungsvorgang durch Ihren Vater an, eine Schenkung oder eine Erbschaft fallen hier nicht darunter, da hier kein Geld gezahlt wird und es sich nicht um eine Anschaffung im Sinne des Gesetzes handelt. Wenn also seit dem Kauf durch Ihren Vater mehr als 10 Jahre vergangen sind müssen Sie keine Steuern zahlen. Ich gehe aufgrund Ihrer Schilderung (langjähriger Familienbesitz) davon aus, dass die 10 Jahre lange vergangen sind.

Sie müssen dann auch nichts weiter veranlassen, das Finanzamt erfährt automatisch von allen Grundstücksverkäufen und kann anhand des Grundbuchs selbst feststellen, dass keine Steuer anfällt und Sie diesbezüglich auch keine Erklärung abgeben müssen.


Ich hoffe damit Ihre Frage zufriedenstellend beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.

Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke


Rückfrage vom Fragesteller 19. Januar 2022 | 10:11

Vielen Dank für Ihre schnelle und Aufschlussreiche Antwort.

Die Fläche ist schon über mehrere Genartionen in der Familie und wurde von allen Vorvätern geerbt. Daher gibt es da keinen Anschaffungszeitraum als solches. Die Überlassung war im Januar 21 rechtskräftig und dann ging auch der herkömmliche Weg von statten, sodas ich im Grundbuch auch als alleiniger eigentümer nach der Überlassung stehe.

Aso ziehe ich daraus den Schluss das ich es regulär verkaufen darf, ohne einen enormen Steueranteil abgeben zu müssen, (wie hoch wäre denn der höchste Steuersatz)?.

Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 19. Januar 2022 | 10:23

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

ja, das ist richtig, wenn das Grundstück immer wieder vererbt/verschenkt wurde zählt dies nicht als Anschaffung und damit sind die 10 Jahre längt vorbei.

Die Höhe des Steuersatzes richtet sich ganz einfach nach Ihrem persönlichen Steuersatz und kann dann theoretisch zwischen 14 und 42% betragen. Je nach Gewinn für den Verkauf erreicht man also tatsächlich schnell einen Wert um die 30-40%.


Mit freundlichen Grüßen,
RA Fabian Fricke

Bewertung des Fragestellers 19. Januar 2022 | 10:53

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Ganz toll und verständlich, zügig, kurz und knackig alle Fragen beantwortet. Genau die richtige Hilfe bei einer so wichtigen Angelegenheit! Danke.

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5/5,0

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ANTWORT VON

(537)

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