Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.463
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Ablehnung eines Arbeitsangebotes bei Arbeitslosigkeit: wichtige Gruende vsSperrfrist?


12.05.2005 04:53 |
Preis: ***,00 € |

Verwaltungsrecht



Seit dem 30.03.05 bin ich arbeitslos, (habe einen Studienabschluss als Diplomkaufmann) hatte bis zum Eintritt der Arbeitslosigkeit ein Bruttojahresgehalt i.H.v. ca. 70.000 EUR und war im Bereich finance (speziell Beratung fuer betriebl. Altersversorgung) taetig. Die Agentur fuer Arbeit hat eine Leistung i.H.v. ca. 1550 EUR ab dem 01.04.05 bewilligt.
Ich habe nun einen Vorschlag von der Agentur fuer Arbeit zugestellt bekommen, ich solle mich auf eine Stelle BEI DER AGENTUR FUER ARBEIT als Berater fuer arbeitslose Akademiker, befristet auf 7 Monate, Verguetung BAT 5, bewerben.
Meine Frage: muss ich mich auf diese Stelle bewerben, oder kann ich gute Gruende vorweisen, die nicht zu einer Sperrfrist fuehren? Wenn ja, welche, und wie genau soll ich bei der Antwort vorgehen?

Notfall?

Jetzt vertrauliche kostenlose Ersteinschätzung von einem erfahrenen Anwalt erhalten!

Feedback noch heute.

Kostenlose Einschätzung starten

Sehr geehrte(-r) Fragesteller(-in),

vielen Dank für Ihre Anfrage. Diese möchte ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Leider haben Sie nach den hinlänglich bekannten Arbeitsmarktreformen hier leider wenig Argumentationsspielraum, siehe zunächst § 121 SGB III (auszugsweise):

(1) Einem Arbeitslosen sind alle seiner Arbeitsfähigkeit entsprechenden Beschäftigungen zumutbar, soweit allgemeine oder personenbezogene Gründe der Zumutbarkeit einer Beschäftigung nicht entgegenstehen.
(3) Aus personenbezogenen Gründen ist eine Beschäftigung einem Arbeitslosen insbesondere nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Arbeitsentgelt erheblich niedriger ist als das der Bemessung des Arbeitslosengeldes zugrunde liegende Arbeitsentgelt. In den ersten drei Monaten der Arbeitslosigkeit ist eine Minderung um mehr als 20 Prozent und in den folgenden drei Monaten um mehr als 30 Prozent dieses Arbeitsentgelts nicht zumutbar. Vom siebten Monat der Arbeitslosigkeit an ist dem Arbeitslosen eine Beschäftigung nur dann nicht zumutbar, wenn das daraus erzielbare Nettoeinkommen unter Berücksichtigung der mit der Beschäftigung zusammenhängenden Aufwendungen niedriger ist als das Arbeitslosengeld.

(5) Eine Beschäftigung ist nicht schon deshalb unzumutbar, weil sie befristet ist, vorübergehend eine getrennte Haushaltsführung erfordert oder nicht zum Kreis der Beschäftigungen gehört, für die der Arbeitnehmer ausgebildet ist oder die er bisher ausgeübt hat.

sowie

§ 144 SGB III (ebenfalls auszugsweise)


(1) Hat der Arbeitslose
2. der bei der Agentur für Arbeit als arbeitssuchend gemeldete Arbeitnehmer (§ 37b) oder der Arbeitslose trotz Belehrung über die Rechtsfolgen eine von der Agentur für Arbeit unter Benennung des Arbeitgebers und der Art der Tätigkeit angebotene Beschäftigung nicht annimmt oder nicht antritt oder die Anbahnung eines solchen Beschäftigungsverhältnisses, insbesondere das Zustandekommen eines Vorstellungsgespräches, durch sein Verhalten verhindert (Sperrzeit bei Arbeitsablehnung),
Der Arbeitnehmer hat die für die Beurteilung eines wichtigen Grundes maßgebenden Tatsachen darzulegen und nachzuweisen, wenn diese in seiner Sphäre oder in seinem Verantwortungsbereich liegen.


Da diese –weiteren- Verschärfungen der Zumutbarkeitskriterien noch recht neu sind, hat sich hierzu noch keine gesicherte Rechtsprechung gebildet.

Auf Grundlage Ihrer Angaben meine ich jedoch, daß Sie sich um die angebotene Stelle bewerben sollten. Einziger argumentativer Ansatzpunkt wäre § 121 Abs.3 SGB III, was mit den von Ihnen mitgeteilten Zahlen aber eher vage ist. Keine Aussicht auf Beachtung haben auf jeden Fall Aspekte der beruflichen Qualifikation.

Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort weitergeholfen zu haben. Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung, genauso für eine weitergehende Interessenwahrnehmung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -

Tel.: +49 (0)39 483 97825
Fax: +49 (0)39 483 97828
E-Mail: ra.schimpf@gmx.de
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER