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ALG1 nach Krankheit - weiterhin altes Bemessungsentgelt?

| 5. Oktober 2022 12:08 |
Preis: 45,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


Ich habe vom 01.07.2018 bis 22.10.2020 ALG1 bezogen (ohne Sperre, Verlängerung des Anspruchs aufgrund Corona und einer Weiterbildung). Mein Anspruch auf ALG1 war damit vollständig aufgebraucht. Anschließend schloss sich eine Selbstständigkeit an ohne Zahlung von Beiträgen für die Arbeitslosenversicherung. Mein Bemessungsentgelt war sehr hoch aufgrund meiner früheren Tätigkeit.

Ab 01.09.21 - 30.09.22 war ich in Teilzeit mit sehr geringem Entgelt SV-pflichtig beschäftigt. Diese Stelle habe ich aus gesundheitlichen Gründen frist- und formgemäß im August 2022 gekündigt und mich im August erst arbeitssuchend, dann am 31.08.22 arbeitslos gemeldet.

Jetzt ist leider der Fall eingetreten, dass ich ab Mitte September wegen einer schweren Erkrankung krank geschrieben bin (AUs nahtlos ineinander übergehend). Bis zum 30.09.22 erhalte ich Entgeltfortzahlung von meinem Arbeitgeber, dann Krankengeld von meiner gesetzlichen Krankenversicherung. Da sich ab Mitte Oktober eine Reha anschließen wird, erhalte ich danach Übergangsgeld von der Deutschen Rentenversicherung (ich bin fast 45 Jahre berufstätig).

Das Arbeitsamt hat mir mitgeteilt, dass ich mich nicht nochmals arbeitslos melden muss, wenn ich mich spätestens zum 30.11.22 (3-Monats-Frist nach Arbeitslosmeldung) wieder arbeitsfähig melde (was ich jetzt natürlich noch nicht absehen kann).

Wenn ich mich bis zum 30.11.22 wieder arbeitsfähig melde, erhalte ich dann ALG1 noch nach meinem alten "hohen" Bemessungsentgelt? Ich hatte mich ja vor dem 22.10.22 arbeitslos gemeldet.

Oder legt das Arbeitsamt in diesem Fall mein sehr niedriges Entgelt des letzten Jahres für das ALG1 zu Grunde?

Mir ist bewusst, dass ich mit einer Sperrzeit bis zu 3 Monaten rechnen muss und die Zahlung des ALG1 auf 6 Monate begrenzt ist.

5. Oktober 2022 | 17:41

Antwort

von


(59)
Am Hohen Esch 1a
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das Krankengeld wird nicht als Bemessungsentgelt herangezogen. Nach § 151 Abs. 1 SGB III ist das Bemessungsentgelt das durchschnittlich auf den Tag entfallende beitragspflichtige Arbeitsentgelt. Arbeitsentgelt ist nach § 14 Abs. 1 SGB IV alle laufenden oder einmaligen Einnahmen aus einer Beschäftigung. Zudem muss beachtet werden, dass der Bemessungszeitraum nur Entgeltabrechnungszeiträume versicherungspflichtiger Beschäftigungen (oder außerbetrieblicher Berufsausbildungen) umfasst. Alle anderen Versicherungszeiten (also Krankengeld oder Übergangsgeld) bleiben bei der Berechnung unberücksichtigt.

Nach ihrer Gesundmeldung erhalten Sie also ALG I nach nach ihrem "hohen" Bemessungsentgelt.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Mohamed El-Zaatari

Rückfrage vom Fragesteller 5. Oktober 2022 | 17:53

Lieber Herr Rechtsanwalt,

erhalte ich mein altes, also mein "hohes" Bemessungsentgelt, aber dann nur, wenn ich mich bis zum 30.11.22 wieder "gesund und arbeitsfähig" melde oder?
Weil ansonsten müsste ich mich ja neu arbeitslos melden, wenn ich länger krank geschrieben werde, also beispielsweise bis Ende des Jahres. Oder erhalte ich auch dann mein hohes altes Bemessungsentgelt, weil Krankengeld-Bezug nicht zählt, sondern nur, dass ich mich rechtzeitig vor der 2-Jahres-Frist arbeitslos gemeldet hatte?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 5. Oktober 2022 | 18:57

Ihre Rückfrage beantworte ich gerne wie Folgt:

Auch bei einer erneuten Arbeitslosmeldung (weil Sie z.B. bis zum Jahresende noch krankgeschrieben werden) ist für die Berechnung des Arbeitslosengeldes die Rahmenfrist des § 143 Abs. 1 SGB III maßgeblich. Dabei wird ein Zeitraum von 30 Monaten vor der Arbeitslosmeldung zugrunde gelegt.

Ihr Anspruch wird also dadurch nicht geringer.

Ich hoffe nunmehr ihre Fragen zu ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Über eine positive Bewertung würde ich mich selbstverständlich freuen.

Bewertung des Fragestellers 5. Oktober 2022 | 19:34

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 5. Oktober 2022
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