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extremer Kinderlärm im gemeinsamen Hof zweier Miethäuser auch während der Ruhezeiten

| 06.05.2014 08:26 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Guten Tag,

hier in Berlin teilen sich zwei Miethäuser (die Vermieter haben nichts miteinander zu tun, das Miethaus, in dem ich wohne, gehört meiner Familie in Erbengemeinschaft) einen Hof. Der Hof ist durch einen kleinen Zaun getrennt. Im nachbarlichen Miethaus sind nun nach und nach Familien mit kleinen Kindern eingezogen, ein kleiner Buddelplatz, eine Schaukel wurden aufgestellt. Normalerweise eine Freude, Kinderstimmen zu hören oder den Kindern ab und zu beim Spielen zuzusehen. Nun das große Aber: Einige der Kinder sind den ganzen Tag am Brüllen und Schreien. Es sind nicht nur "hauseigene" Kinder, sondern auch fremde. Die großen Mülltonnen werden immer auf und zu geklappt, was ebenfalls eine unglaubliche Lärmbelästigung darstellt. Es wird in keinster Weise auf Ruhezeiten geachtet. Auch sonntags wird dort öfter einmal gefeiert, und einige der Kinder brüllen und schreien aus Leibeskräften, und zwar den ganzen Sonntag bis 21 Uhr. (Wenn man auf dem Balkon sitzt oder die Fenster geöffnet hat, hört man sogar jedes Wort, wenn sich Nachbarn leise auf dem Hof unterhalten.) Das Kindergebrüll während der Ruhezeiten ist unerträglich, da es auf dem Hof sehr hallt und alles noch verstärkt. Die Mütter sitzen aber schön auf einer Bank in der Sonne, lesen und kümmern sich überhaupt nicht darum, dass das Geschrei wenigstens zu einem erträglichen Lärm schrumpft. Dabei haben wir 2 Spielplätze direkt um die Ecke, es muss nicht einmal die Straße gewechselt werden sowie 2 weitere Spielplätze (incl. Fußballplatz) nur 5 Minuten entfernt. Sogar auf den Schildern, die auf Spielplätzen aufgestellt sind, wird um Rücksichtnahme während der Ruhezeiten gebeten.
Mittlerweile haben schon einige Nachbarn mir gegenüber geäußert, dass sie überlegen auszuziehen, da sie ihren Balkon nicht nutzen können sowie die Fenster oft geschlossen halten müssen. Unsere Hauswartsleute haben letztes Jahr schon einmal einen sehr freundlichen Brief aufgesetzt, den die meisten Mieter unterschrieben haben, der dem Vermieter des Nachbarhauses zugegangen ist. Es hat sich aber leider an der Situation nichts geändert. Ich weiß, dass man Kinderlärm ertragen muss. Doch aber nur in gewissem Maße, das Geschrei und Brüllen übersteigt den Rahmen des "zumutbaren normalen" Kinderlärms. Auch möchte ich nicht, dass Mieter ausziehen, da wir eine wirklich nette Mietergemeinschaft sind. Ich würde die Situation dahingehend ändern wollen, dass es zu den Ruhezeiten leise ist, die Mieter (und auch ich) die Balkons nutzen können. Berlin ist nun einmal leider sehr laut, da ist das Bedürfnis, etwas Ruhe zu haben, vielleicht etwas ausgeprägter als in ruhigen Gegenden. Da ich vorhabe, dem Vermieter des Nebenhauses einen freundlichen Brief zu schreiben, möchte ich mich lieber vorher rechtlich beraten lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Ratsuchende,

wie Sie bereits richtig feststellen, ist Lärm durch spielende Kinder, gerade wenn sie noch klein sind, eher hinzunehmen, als andere Lärmquellen.

In den gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten von 13 Uhr bis 15 Uhr sowie von 22 Uhr bis 7 Uhr und natürlich Sonn- und Feiertags haben die Eltern jedoch in der Regel dafür Sorge zu tragen, dass die Kinder soweit als möglich niemanden stören, insbesondere nicht durch Spielen und Toben im Hof.

Hierbei ist jedoch zu beachten, dass es Kindern unter 12 Jahren nicht verboten werden kann, in der Mittagszeit oder auch Sonntags den Spielplatz zu benutzen. Die Eltern haben aber dafür zu sorgen, dass sich der dadurch verursachte "Krach" in Maßen hält. Wirklich Tabu für Lärm durch spielende Kinder sind in jedem Fall die Nachtruhezeiten und ggf. Feiertage.

Werden die Nachbarn durch spielende Kinder im Hof unzumutbar belästigt, können sie von den Eltern oder aber auch dem Vermieter Unterlassung verlangen.

Mit freundlichen Grüßen

Wundke
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 13.05.2014 | 07:36

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