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Zustandekommen Untermietvertrag


18.05.2007 23:16 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo,

ich habe im Internet eine möblierte Wohnung für einen Zeitraum von 6 Monaten ab 07/2007 zur Untermiete angeboten.
Darauf hat sich ein Interessent gemeldet.

Für eine Untervermietung ist in meinem Mietvertrag geregelt, dass ich eine Zustimmung meines Vermiters bekomme.

Die habe ich dem Interessenten mitgeteilt und habe mich bei meiner Vermietungsgesellschaft gemeldet. Hier habe ich noch keine schriftliche Genehmigung erhalten.

Zwischenzaeitlich hat der Interessent drauf gedrängt, einen Mietvertrag aufzusetzen. Ich habe ihm einen Entwurf (ohne Unterschrift) per Mail zugesandt. Mit dem Untermietvertag war er nicht einverstanden und hat Veränderungen vorgenommen und hat mir diesen Vertrag unterschrieben zusgeandt.

Ich habe den Vertrag bisher noch nicht unterschrieben.

Da der Interessent mich ständig wegen irgendwelchen Sachen anruft und mich unter Druck setzt, dass ich den Vertrag unterschreibe, obwohl ich noch keine Zustimmung der Vermietungsgesellschaft habe, teilte ich ihm gestern per Telefon mit, dass ich den Vertrag nicht unterschreiben werde und ihm die Wohnung nicht überlasse. Bisher sind auch keine Geldzahlungen vorgenommen wurden.

Der Grund, dass meine Vermietungsgesellschaft noch nicht zugestimmt hat, wurde vom Interessenten mit den Worten: Dass muss sie nicht, ich verklage die Vermietungsgesellschaft quittiert.

Auf diese Absage teilte mir der Interssent mit, dass er mich auf Schadensersatz verklagen möchte (Telefonate, etc.). Er wird dieses Wochenende nach einer anderen Wohnung schauen. Sollte er eine Wohnung finden, will ervon mir das Delta zu meiner Miete verlangen. Ab Montag befindet er sich im Ausland für 6 Wochen und falls er am Wochenende keine Wohnung findet, wird er von dort aus nach einer Wohnung Ausschau halten. Ich soll dann auch für diese Telefonkosten aufkommen. Handelt es sich hier nicht um Erpressung?

Sollte er bis Juli keine Wohnung gefunden haben, will er auf mindestens 2 Monate meine Wohnung mieten.

Ist dies rechtens?
Ist überhaupt ein Mietvertag zustande gekommen? Ich habe ja noch nicht unterschrieben.
Hat er einen Anspruch auf Schadenersatz, und wenn ja für was?

Ich hoffe, es kann mir jemand AUskunft geben, da es sich bei dem Interessenten zufälligerweise auch noch um einen Anwalt handelt.
18.05.2007 | 23:28

Antwort

von


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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich basierend auf Ihren Angaben wie folgt beantworten möchte:

Ich verstehe Sie so, dass der Vermieter eine Weitervermietung durch Sie genehmigen muß, dies aber (noch) nicht getan hat.

Wenn Sie dem Interessenten diesen Vorbehalt mitgeteilt haben, sind Sie ihm nicht schadensersatzpflichtig.

Auch ist kein Mietvertrag zustandegekommen, da zwar der Interessent, aber nicht Sie unterschrieben haben. Natürlich könnte der Interessent mit etwas Phantasie in der Übersendung ein Angebot zum Abschluß eines Mietvertrages sehen. Jedoch hat er sich selbst ins Bein geschossen, da er den übersandten Vertrag verändert hat und damit ein neues Vertragsangebot erstellte. Da dies nicht angenommen wurde, gibt es auch keinen Mietvertrag.

Wenn der Interessent den Vermieter auf Untervermietung ohne Einverständnis des Mieters verklagen will, so würde mich seine Argumentation interessieren. Ich halte das Unterfangen für nicht erfolgversprechend.

Kurz:
Der Interessent hat weder Anspruch auf Schadensersatz noch auf Abschluß eines Mietvertrages.

Da er selbst Anwalt ist rege ich an, einen örtlichen Kollegen Ihres Vertrauens hinzuzuziehen, sollte der Interessent tatsächlich irgendwelche Schriftsätze oder Klageschriften verfassen, alleine schon um Waffengleichheit herzustellen.

Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

Das Zurückhalten relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung radikal verändern. Diese Beurteilung ist lediglich eine erste rechtliche Orientierung.


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