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Wurde ein internationaler Haftbefehl gegen mich erlassen?

02.04.2015 00:06 |
Preis: ***,00 € |

Internationales Recht


Zusammenfassung:

keine Auslieferung : Deutschenprivileg gemäß Art. 16 Abs. 2 GG

zu meiner Person:
w., 25 J., alleinerziehend mit Kind (7 J.), seit 4 J. in Paraguay lebend; aktuell ohne Einkommen;
zur Zeit habe ich mich und meine Tochter in Sicherheit gebracht (EU).

im Nov. 2014 hatte ich einen Verkehrsunfall in PY. Ich fuhr einen kleinen Toyota - der
Unfallgegner ein Moped). Dabei kam die Ehefrau des Fahrers
tragischer Weise ums Leben. Die örtliche Polizei hat den Fall aufgenommen.
Ich kam 1 Nacht in Verwahrung. Die Schuldfrage schein geklärt zu sein. Ich hatte ein
vom Richter diktiertes Schreiben (Unfallhergang und Feststellung der Gegebenheiten)
unterzeichnet, woraus hervorging, dass ich an dem Unfall schuld sei. Ich hatte dem
Unfallgegner die Vorfahrt genommen. Der Aufprall war auf der Fahrspur des Unfallgegners.
Wobei mein Fahrzeug schon stehend war. Mein Alkohol- und Drogentest war negativ. Der
Unfallgegner war alkoholisiert, keine Helme auf, Flip-Flops als Schuhwerk, Moped nicht
zugelassen und fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit. Das war auch der Grund, warum der Fahrer
bis heute keine Anzeige gegen mich aufgab.

Weiterhin bekam ich vom Richter/Gericht folgende Auflagen:
-mtl. Meldung beim Gericht bis zum Verhandlungstag (die Stadt hatte das Verfahren angestrebt, um
angeblich die notwendige Situation zu schaffen, dass meine Versicherung den Fahrer entschädigen muss.
Dieser Aufforderung bin ich regelmässig ordnungsgemäß nachgekommen (3x, also 3 Monate - 2 Monate hätte
ich mich noch melden müssen)
-nicht auffällig verhalten
-kein Alkohol, keine Drogen

mein Auto hatte ich schon nach 3 Wochen wieder bekommen, selbstredend total zerbeult. Es gab keine Auflagen,
nicht am Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen;

nach den besagten 3 Monaten, in denen ich mich ordnungsgemäß gemeldet hatte, passierten bedrohliche Dinge.
es wurde 2x in meiner Wohnung eingebrochen und alles verwüstet.
es wurden Bilder von mir gemacht innerhalb meiner Privatsphäre und mir täglich erzählt was ich tagsüber und nachts
getan hätte
es wurde mir einschlägig gedroht mich zu erschiessen, zusammen mit meinem Kind u. o. jeder einzeln o. zu entführen
mir wurde vergewaltigung angedroht
es wurden mir Deals seitens Anwalt u. a. Beteiligten angeboten, ich solle mich sexuell mißbrauchen lassen oder große Summen Geld zahlen, dann
könnte man über einiges hinwegsehen - Geld aber hatte und habe ich keines;
von allen Seiten bekam ich nahegelegt, dass ich hier nicht mehr lebend rauskomme

anzumerken ist, dass in Paraguyischen Gefängnissen mehr als oft Frauen zu Tode gekommen (eigentlich immer) und verge-
waltigt worden sind mit Todesfolge. Bei meinem Aussehen waren so gut wie alle Beteiligten der gegnerischen Seite
daruf aus.

letztendlich spitzte sich die Situation dermaßen zu, dass ich innerhalb von 3 Wochen in 4 verschiedene Krankenhäuser
eingeliefert werden musste (nachweislich), wie auch mehrfach wiederbelebt wurde (Herzversagen etc.);

Ich wusste mir im Ergebnis keinen anderen Rat mehr, als so schnell wie möglich aus diesem Land zu verschwinden und mich
und meine Tochter in Sicherheit zu bringen, letztendlich mich auch ärztlich behandeln zu lassen;

nicht genug der negativen Geschehnisse, passiert noch Folgendes:
ein mittlerweile ehemaliger guter Freund von mir (Makler am Ort - Deutscher), finanziell sehr gut ausgestattet, dem ich
als Folge seiner Annäherungsversuche den Laufpass gab, konnte es nicht lassen, vermutlich aus Eifersucht, alle Beteiligten
(Richter, Anwälte etc.) der Gegenpartei, inkl. des Fahrers zu manipulieren und mobilisieren und viel Geld zu zahlen, dass
es zu einem internationalen Haftbefehl kommen sollte - und das ist genau meine Frage.

anzumerken ist noch, dass ich mit dem Verteidiger der Versicherungsgesellschaft ständig ich Kontakt bin und er in der Häufigkeit
unserer Telefonate, genauso oft seine Meinung ändert, was den Sachstand betrifft. Einmal ist alles vergessen gegen eine Zahlung
von Summe X, ein andermal müsse ich nur noch ein Schreiben unterzeichnen, dass der Gegenpartei die Zahlung der Versicherung zusichert,
dann wieder müsse ich unbedingt vor Ort erscheinen usw. (für mich absolut korrupt, von dem Makler geschmiert); ich hatte vorher einen
anderen Anwalt, der sagte ich solle 30.000.- EUR zahlen, dann wäre alles nie passiert.

nunmehr aus mehr oder weniger sicherer Position heraus hatte ich versucht mir Gewissheit zu verschaffen, was mir passieren kann und
wie ich die Sache aus der Ferne regeln könne. Leider bekam ich auch hier die unterschielichsten Aussagen. Tenor der breiten Masse war:
da passiert sowieso nichts, weil der Ehemann keine Anzeige macht, froh ist, wenn er seine Ruhe hat und außerdem er auch teilschuldig wäre;
die einen meinten es kann nur einen nationalen Haftbefehl geben, wieder ein anderer Anwalt meinte, dass vorher ein Verfahren
stattgefunden haben müsste, aus dem sich eine Mindesthaftstrafe von mehr als 1 Jahr hätte ergeben müssen; jedoch ein Anwalt aus
Paraguay sagte, dass es eindeutig und zweifelsfrei sei, dass ein internationaler Haftbefehl erlassen wird, spätestens dann, wenn der
anberaumte Gerichtstermin am 07.04.2015 ohne meine Anwesenheit verstrichen sei (der erste Gerichtstermin war am 09.03.2015 - davor jedoch
brachte ich mich in Sicherheit);

Ein Anwalt aus Deutschland sagte mir grade heute, dass ich gut beraten wäre, nach Deutschland zu reisen und die Sache offensiv
, also von mir aus zu regeln versuche über einen Anwalt.

Meine Fragen:
1. ich muss verbindlich wissen, ob nun ein internationaler Haftbefehl gegen mich erlassen wurde oder nicht, respektive ich jetzt
unbehelligt nach Deutschland reisen kann oder nicht (ohne am Flughafen in Verwahrung genommen zu werden)
2. wie löse ich diese Sache, denn ich habe mir nur vorzuwerfen, dass ich nicht zur Gerichtsverhandlung erschienen bin und das nur, um
mein und das Leben meiner Tochter zu schützen

bitte um detaillierte Ausführung der Möglichkeiten

Freundliche Grüße

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Zu Ihren Fragen:

1. ich muss verbindlich wissen, ob nun ein internationaler Haftbefehl gegen mich erlassen wurde oder nicht



Um zu erfahren, ob Sie vom Informationssystem erfasst sind, können Sie schriftlich (auch per Fax) ein Auskunftsersuchen an folgende Stelle richten:

Bundeskriminalamt
SIRENE Deutschland (ZD12)
Thaerstr. 11
65173 Wiesbaden
Tel: 081049-611-55-16511
Fax: 081049-611-55-16531

Innerhalb von maximal 2 Wochen erhalten Sie die Auskunft.

Leider haben Sie nicht mitgeteilt, welche Staatsangehörigkeit Sie besitzen. Falls Sie die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, gilt für Ihre Fragen folgendes:

2….respektive ich jetzt
unbehelligt nach Deutschland reisen kann oder nicht (ohne am Flughafen in Verwahrung genommen zu werden)

Das können Sie einfach vermeiden, indem Sie z.B. mit dem Zug einreisen oder mit dem Flugzeug aber vor dem 07.04.2015.
Falls Sie nicht zur Fahndung ausgerieben sind, d.h. Das BKA Ihnen mitteilt, dass zu Ihrer Person keine Eintragung besteht (s. Frage 1) können Sie auch unproblematisch fliegen. Sonst besteht die Gefahr der vorläufigen Festnahme. Allerdings wird man Sie am nächsten Tag schon frei lassen, weil – selbst wenn Sie zur Fahndung ausgeschrieben sind- dürfen Sie als Deutscher nicht ausgeliefert werden, aber nur seitens deutscher Behörden, Art. 16 II GG . D.h. sind Sie jetzt in dem EU Ausland, kann die Auslieferung von dort erfolgen.


3. wie löse ich diese Sache, denn ich habe mir nur vorzuwerfen, dass ich nicht zur Gerichtsverhandlung erschienen bin und das nur, um
mein und das Leben meiner Tochter zu schützen

Die einzige Lösung wäre, nach Deutschland zu kommen, falls gegen Sie eine Ausschreibung vorliegt. Denn nur hier sind Sie in Sicherheit, Sie werden auf keinen Fall ausgeliefert.

Falls Sie keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen teilen Sie mir bitte mit, ich werde die Antwort dementsprechend ergänzen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 10.04.2015 | 21:32

Sehr geehrte Frau Rechtsanwältin Zelinskij-Zunik,
vielen Dank für Ihre Ausführungen zu meiner Sache. Mehrfach hatte ich versucht Sie telefonisch zu Ihren vorgegebenen Geschäftszeiten zu erreichen. Ich denke es ist sicherer "Sie" stellen das Auskunftsersuchen an das Bundeskriminalamt und unterrichten mich entsprechend. Aber grundsätzlich möchte ich die Sache final geregelt haben. Sind Sie in der Kondition dies zu tun ? vermutlich ist die Sache alleine schon auf Grund Ihrer dann dorthin gerichteten Anfrage, an das zuständige Gericht in PY, von dortiger Sicht aus, als erledigt zu betrachten. Ich vermute das, weil "eigentlich" die Sache schon geregelt war, denn zum Einen hatte ich mich regelmässig bei Gericht gemeldet und zum Anderen bestätigte mir mein Anwalt PY (von der Versicherung), dass jemand viel Geld bezahlt hat, nur damit der Sache überhaupt nachgegangen wird und nur deshalb wäre das so - ansonsten genügte eine Unterschrift meinerseits, dass die Entschädigungszahlung der Versicherung, auch die Gegenpartei tatsächlich erhielte. Vermutlich haben sich die Beteiligten dort zu weit aus dem Fenster gelehnt, bedingt durch angenommen hohe gezahlte Korruptionsgelder und können jetzt nicht mehr zurück, müssen also so tun als ob gegenüber dem Zahlenden (bekannt). Gerne hätte ich Ihren Vorschlag gehört, wie hier vorzugehen ist, um die Sache dauerhaft und endgültig zu regeln. ggf. unterzeichne ich ein Mandant nach vorherigem aufschlussreichem Telefonat mit Ihnen, selbstredend nur dann, wenn ich Sie auch telefonisch erreichen kann. MfG

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 10.04.2015 | 22:41

Sehr geehrter Fragesteller,

ja, durch die Feiertage hat es mit telefonischen Sprechstunden nicht wirklich funktioniert; rufen Sie mich bitte nächste Woche an, am besten gegen 17 Uhr. Alternativ können Sie mir auch mailen.

MfG Zelinskij

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