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Wohnungstür wegen Notfall aufgebrochen - wer zahlt?

17.03.2009 10:44 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Guten Tag,

ich möchte gerne wissen, wer bei einer, von der Feuerwehr, aufgebrochenen Wohnungstür für die entstandenen Schäden aufkommt. Es geht um die Wohnung meiner Mutter.

Ich machte mir Sorgen, weil ich meine Mutter telefonisch nicht erreichen konnte. Sie lebte in einer anderen Stadt. Auch Freunde und Bekannte hatten länger nichts mehr von ihr gehört und konnten sie nicht erreichen. Eine Nachbarin erzählte mir, daß sie meiner Mutter ein Medikament besorgt hatte, dann aber auch nichts mehr von ihr hörte. Nachdem sie noch mal vergeblich bei meiner Mutter klingelte, alarmierte sie die Polizei. Da keiner einen Schlüssel für die Wohnung hatte, kam die Feuerwehr, die die Wohnungstür aufbrach. Leider konnte nur noch der Tod meiner Mutter festgestellt werden.

Nun stellt sich die Frage, wer für den Schaden an der Tür aufkommt. Es ist ein Teil des Holzrahmens zersplittert und ein Teil des Schlosses kaputt.

Meine Mutter selbst hatte keine Haftpflichtversicherung. In der Miete war/ist ein Betrag für eine Haftpflichtversicherung mit dabei. Zahlt dann diese oder muss ich als Erbin für den Schaden aufkommen?

Vielen Dank im Voraus.

Sehr geehrte Fragestellerin,

aufgrund Ihrer Informationen beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich Sie aber darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Ich gehe hier davon aus, dass Sie die Kosten zu tragen haben. Sie haben aufgrund Ihrer verständlichen Sorge um ihre Mutter den Einsatz der Feuerwehr und damit das Aufbrechen der Wohnungstür veranlasst und sind damit als Verursacherin des Schadens anzusehen. Sie haben somit die Beschädigung des Eigentums des Vermieters veranlasst und sind diesbezüglich schadensersatzpflichtig.

Eine Haftpflichtversicherung, egal ob eine eigene oder die Haushaftpflicht, wird hier wohl nicht greifen, da der Schaden vorsätzlich verursacht wurde. Die meisten Haftpflichtversicherungen greifen nur dann ein, wenn der Schaden fahrlässig verursacht wurde. Ein vorsätzliches Handeln lässt meist die Haftung der Versicherung entfallen.
Nur im Ausnahmefall wird die Haushaftpflichtversicherung des Vermieters den Schaden tragen. Hier müsste zusätzlich geprüft werden, ob hier nur das Gebäude an sich oder auch die Mietwohnungen mitversichert sind. Ohne Einsicht in die Haftpflicht kann hier keine abschließende Antwort gegeben werden. Aufgrund des vorsätzlichen Handelns ist eine Übernahme aber eher unwahrscheinlich.

Mieter haben grundsätzlich bei längerer Wohnungsabwesenheit für Notfälle einen Schlüssel zu hinterlegen und dies dem Vermieter mitzuteilen. Auch in Ihrem Fall wäre es sinnvoll gewesen, aufgrund der Medikamenteinnahme Ihrer Mutter einen Schlüssel bei einer Nachbarin hinterlegen zu lassen. Sollte man also Ihre Mutter als Verursacherin ansehen können, da Sie für den Notfall nicht vorgesorgt hat, würde dies an der Schadenstragungspflicht von Ihnen nichts ändern, da Sie dann als Erbin mit dem Erbe Ihrer Mutter für den Schaden einstehen müssten.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

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