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Welcher Bodenbelag nach Wasserschaden


19.12.2006 09:51 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Situation:

Ich habe meine Eigentumswohnung Bj. 1995 in Stuttgart seit 2 Jahren vermietet. Vor 3 Monaten kam ein schleichender Wasserschaden zum Vorschein der zur Schimmelbildung an den Waenden fuehrte. Die Reparatur dauerte ueber 2 Monate, da die Wohnung erst komplett ausgetrocknet und dann voellig renoviert wurde. Fuer die gesamten 3 Monate waehrend der Renovierung habe ich meinem Mieter selbstverstaendlich die Miete (inklusive Nebenkosten) komplett erlassen.

Nun das unerwartete Problem:

Bei der Renovierung habe ich mich entschieden in allen Raeumen Laminat zu verlegen, obwohl vorher Teppichboden in der Wohnung war. Nun macht der Mieter Stress und sagt, dass er die Wohnung damals nur wollte, da sie Teppichboden hatte. Er mag das Laminat nicht, da er vorwiegend barfuss in der Wohnung ist. Jedoch ist das Laminat schon bestellt und ich moechte mir auch den Belag vom Mieter nicht vorschreiben lassen.

Frage:

Kann mir der Mieter vorschreiben, welchen Bodenbelag ich nach einem Wasserschaden verlege? Ich haette kein Problem wenn er sich entscheidet auszuziehen, allerdings wollte ich eben wissen ob er ein Anrecht hat, den vorigen Zustand zu verlangen. Wenn moeglich bitte hinterlegen Sie Ihre Aussage mit Paragraphen, so dass ich es auch selber nachlesen kann.




Sehr geehrter Ratsuchender,

falls im Mietvertrag nicht ausdrücklich ein bestimmter Bodenbelag vereinbart ist, können Sie als Vermieter die Auswahl des neuen Bodenbelages vornehmen. Der Mieter hat dann keinen Anspruch auf eine bestimmte Ausstattung der Wohnung.

Sie müssen in diesem Fall darauf achten, dass der neue Bodenbelag wenigstens der Qualität des alten Bodenbelages entspricht, um die Angemessenheit des Mietzinses zu wahren. Es darf daher nicht ein hochwertiger Teppich durch Billig-Laminat ersetzt werden.

Wenn der Teppichboden durch den Mieter in die Wohnung eingebracht wurde, können ihm unter Umständen Schadensersatzansprüche für die Beschädigung des Teppichbodens zustehen. Diese wären in Geld unter Berücksichtigung der Abnutzung zu leisten.

Mit freundlichen Grüßen

Kaussen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 19.12.2006 | 11:10

Fuer das Laminat habe ich mich aus Hygienegruenden entschieden, da es eine Mietswohnung ist. Das Laminat kam teurer als der Teppichboden. Der erste Kostenvoranschlag der von der Hausverwaltung beauftragten Sanierungsfirma beinhaltete Teppichboden. Aufgrund des Laminates wurde der Renovierungsaufwand um EU 900,00 teurer.

ABER in meiner Frage habe ich Sie gebeten einen Paragraphen oder wenigstens ein aktuelles Urteil zu nennen, damit ich dies dem Mieter weitergeben kann. Denn der Mieter behauptet er habe mit einem Anwalt gesprochen und dieser haette Ihm das Recht zum Teppichboden zugesagt. Also bitte bitte einen Paragraphen oder Urteil, welches ich weitergeben/nachlesen kann.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.12.2006 | 11:33

Eine Online-Anfrage ersetzt nicht den Gang zum Anwalt. Wenn eine weitere Auseinandersetzung droht und der Mieter anwaltlich vertreten ist, sollten Sie ebenfalls Mietvertrag und Übergabeprotokoll prüfen lassen und einen Anwalt beauftragen.

Einen konkreten passenden Paragraphen, der das Auswahlrecht regelt, gibt es nicht. Es gelten die §§ 535 ff BGB. Die bisherige Rechtssprechung hat sich nach meiner Kenntnis nicht mit der Frage beschäftigt. In den veröffentlichen Urteilen geht es im wesentlichen darum, wann ein Bodenbelag als mitvermietet gilt und ob Mieter oder Vermieter zum Austausch verpflichtet sind. Dies ist hier aber nicht im Streit.

Mit freundlichen Grüßen

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