Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Bewertungen
505.452
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Wasserzählermontage

04.09.2018 16:30 |
Preis: 43,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Brigitte Draudt


Guten Tag,

bei uns hat folgende Situation entstanden.
Die Hausverwalterin des Hauses hat die Firma X beantragt, Wasserzähler für das Kaltwasser in Eigentumswohnungen zu installieren. Bei uns in der Wohnung war schon die Grundinstallation vorhanden, deswegen wurden Wasserzähler im Bad und in der Toilette einfach ins Wassergehäuse eingeschraubt.

Nach ein paar Tagen haben wir gemerkt, dass der Wasserzähler im Bad läuft rückwärts und haben sofort an die Hausverwalterin gemeldet. Die Firma X sagte über die Hausverwalterin, dass sie kann nichts dafür, weil der Grundeinbau im Bad nicht korrekt ist.

Für den Wasserzähler im Bad mussten wir Fließrichtungswandler einbauen lassen, damit er vorwärts läuft. Für die Installation von Fließrichtungswandler haben wir Handwerker beantragt, welcher hat die Sache erledigt.
Während des Einbau des Fließrichtungswandlers wurde festgestellt, dass der Bad-Wasserzähler der Firma X undicht war, weil die Gummidichtung des Wasserzähler passte von der Größe überhaupt nicht.

Wir haben die Hausverwalterin per E-mai informiert, dass der Wasserzähler jetzt vorwärts läuft und wegen der falschen Gummidichtung keine entsprechende Abdichtung zwischen Wasserzählergehäuse und Wasserzähler im Bad vorhanden war und dass wir nicht mit der Arbeit der Firma X zufrieden sind. Unsere Unzufriedenheit haben wir schon mal geäußert und sie lag auch daran, dass Monteure trotz nicht korrekten Grundeinbau im Bad den Wasserzähler montiert haben und keine Information dazu gegeben. Dazu kommt, dass für beide Wasserzähler wurden gebrauchte Chromabdeckungen benutzt zudem auch schief montiert.

Wir haben von der Hausverwalterin die schriftliche Antwort bekommen, dass wir sollen einen neuen Wasserzähler im Bad installieren lassen und Nummer des Zählers, dessen Eichzeit und den Zählerstand mitteilen.
Wir haben nachgefragt, was machen wir dann mit dem Bad-Wasserzählen der Firma X und ob wir für diesen Bad-Wasserzähler an die Firma X zahlen müssen?
Es kam folgende schriftliche Antwort von der Hausverwalterin: „Seitens der Firma. X kommt für diesen Zähler keine Rechnung für Sie, da die Leistung auch nicht erbracht wurde."

Nach ein paar Tagen kam von der Hausverwalterin ganz andere Information, dass wir doch trotz eine neue Wasserzählerinstallation im Bad für diesen Wasserzähler an die Firma X zahlen müssen und zwar: Zähler + Eichgebür + Arbeiten vor Ort=insgesamt 236 Euro.
Für beide Wasserzähler 472 Euro.

Wir wissen jetzt leider nicht wie müssen wir weiter vorgehen.

Können Sie bitte uns weiterhelfen und die Auskunft geben, welche Aussage von der Hausverwalterin wirklich rechtlich korrekt ist?
Wenn wir einen neuen Wasserzähler im Bad installieren lassen und den Bad-Zähler von der Firma X zurückgeben, müssen wir trotzdem diese Summe 236 Euro für diesen Bad-Zähler an Firma zahlen?

Und noch eine Frage: Uns scheint die Summe für 2 Wasserzähler mit 472 Euro für 20 Minuten Arbeit (2 Wasserwähler nur einschrauben) ein bisschen zu hoch und die Firma ist nur 8 km von uns entfernt. Haben wir das Recht nicht mit dieser Summe einverstanden zu sein und diese Summe zu wiedersprechen und die Firma bitten die Summe mit korrekte Zahlen zu korrigieren?

Vielen Dank für Ihre Antwort

Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage gerne wie folgt:

Eigentlich müsste man erst einmal klären, ob die Hausverwalterin in eigenem Namen oder im Namen der WEG oder etwa in Ihrem Namen (wovon ich bei der Beantwortung angesichts Ihrer Schilderung aber nicht ausgehe) die erste Handwerksfirma beauftragt hat. Derjenige, der einen Auftrag vergibt, muss grundsätzlich bezahlen bzw. eine schlechte Ausführung der Arbeiten rügen und die Sache mit der Firma klären. Sie selbst haben ja mit der ersten Firma gar keinen Vertrag geschlossen, so dass Sie in diesem Vertragsverhältnis gar nicht tätig werden können/ dürfen.

Die Hausverwalterin hat Ihnen außerdem schriftlich mitgeteilt, dass keine Rechnung komme. Hierauf können Sie sich berufen. Sie sollten das der HV schriftlich mitteilen und auch genau, welche Beanstandungen sich an der Arbeit der Firma ergeben haben. Für eine solch schlechte Leistung müssen Sie nicht zahlen. Die Fehler, die Sie mitteilen, berechtigen hier zur Zurückbehaltung. Die Hausverwalterin, als Auftraggeberin, hätte die Firma allerdings zur Nachbesserung auffordern müssen, aber das betrifft Sie nicht.
Die Wasserzähler selbst sollten Sie ihr geben, damit diese an die Firma zurückgegeben werden können. Wenn Ihnen die Rechnung an sich zu hoch vorkommt, so sollten Sie das auch der Verwalterin mitteilen. Sie haben ja nun von der Firma, die Sie selbst beauftragt haben, eine eigene Rechnung bekommen. Die beiden Rechnungen können Sie ja vergleichen. Erhebliche Fahrtkosten sollte es bei 8 km jedenfalls nicht geben.

Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe mit freundlichen Grüßen.

Draudt, Rechtsanwältin

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 65539 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Die Antwort kam schnell und war verständlich. ...
FRAGESTELLER
4,2/5,0
Schnelle Antwort mit Verweis auf gültige Rechtsnormen und entsprechenfe Handlungsempfehlung. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
die antwort war gut. ...
FRAGESTELLER