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Was ist die Definition einer Privatparty

29.04.2010 10:28 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jeremias Mameghani


Ist folgendes eine Privatparty?
Wenn nein. Wie müssen wir es anders machen, dass eine Privatparty ist?

Folgende Fakten sind gegeben.

Die Party soll auf einem Privatgrundstück (nicht eingezäunt) stattfinden.
Wir sind ca. 5 Organisatoren plus ca. 20 Helfer. Wir sind alles Privatpersonen
Wir laden ca. 10 Djs ein, denen für Anreise/Übernahchtung und Verzehr jeweils eine Pauschale von 50 € gegeben wird.
Außerdem laden wir noch Dekokünstler ein, denen auch Unkosten bezahlt werden.
Kosten entstehen durch
die Miete von Musikanlage/Techniker/Stromaggregat/Benzin/Transporter.
Materialien für den Bau von Pavillions.

Es gibt keine Werbung!
Es existiert lediglich eine "private" Internetseite, die zugangsgeschützt ist. Jeder der sich anmeldet muss persönlich von einem Hauptorganisator freigeschaltet werden. Es werden nur Leute freigeschalten die mit einem der Veranstaltungen mitwirkenden Personen befreundet sind.
Die Gästeliste kann aber schon 300 Leute lang werden oder so.


Es wird auf dieser Seite eine Gästeliste geben. Alle, die auf der Gästeliste stehen bekommen eine Einladung per E-Mail. Diese muss ausgedruckt und am Eingang vorgezeigt werden. Sonst gibt es keinen Einlass.

Finanziert wird das ganze durch einen Unkostenbeitrag von 8€ pro Person + 2 € Müllpfand

Bier wird für 2 € verkauft und Wasser 1 €, Limonaden 1,50 € (Selbstkostenpreis)
Eine schankerlaubnis brauch man ja eigentlich nur bei öffentlichen Festen. Von Freunden darf man glaube ich schon was verlangen.

Es wird niemand unter 18 eingelassen.

Die Party fand 2009 zum ersten mal statt und 2010 zum 2. mal.
Also ein mal pro jahr.

Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für die eingestellte Frage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts gerne wie folgt beantworten möchte:

Die Abgrenzung einer Privatparty von einer kommerziellen Veranstaltung kann anhand verschiedener Kriterien vorgenommen werden. Zum einen ist dies, wie die Formulierung bereits andeutet, die Frage, ob eine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt oder ob lediglich die entstehenden Kosten umgelegt werden. Ein weiteres äußerst wichtiges Kriterium ist der zu der Veranstaltung zugelassene Personenkreis. Hier ist dafür Sorge zu tragen, dass nur geladene Gäste Zutritt erhalten und dass Dritten der Zugang auch nicht möglich ist. Möglicherweise sollte dies als "geschlossene Gesellschaft" deklariert werden.

Problematisch könnte in Ihrem Fall sein, dass neben einem Eintritt, welcher als "Unkostenbeitrag" deklariert wird, für die weiteren Getränke ebenfalls bezahlt werden muss, vermutlich um auch die weiteren Unkosten wie DJs, Deko etc. bezahlen zu können. Ferner müssen Sie in jedem Fall dafür Sorge tragen, dass nur bekannte Personen zu der Veranstaltung zugelassen werden. Sie sollten daher möglicherweise vorher eine vollständige Gästeliste erstellen.
Vorbeugen müssen Sie auch der Gefahr, dass aufgrund der Lokalität möglicherweise auch andere Dritte an der Veranstaltung teilnehmen.

Zu beachten ist, dass nur anerkannte Vereine, Clubs, Vereinigungen und Ähnliches eine öffentliche Veranstaltung organisieren dürfen. Diese ist genehmigungspflichtig.

Sie sollten daher von Anfang an dafür Sorge tragen, dass der Personenkreis der geladenen Gäste begrenzt und dieser bereits vorher bekannt ist. Sie sollten zudem auch ggf. über eine andere Art der Finanzierung nachdenken.

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung geben konnte. Bitte nutzen Sie ggf. die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

RA Jeremias Mameghani

Rechtsanwälte Vogt
Bolkerstr.69
40213 Düsseldorf
Tel. 0211/133981
Fax. 0211/324021

Nachfrage vom Fragesteller 29.04.2010 | 11:51

Sehr geehrter Jeremias Mameghani,

Ich habe ihre Antwort immer mit >> einleitend kommentiert.

ich bedanke mich für die eingestellte Frage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts gerne wie folgt beantworten möchte:

>> Ich bedanke mich auch für ihre Antwort

Die Abgrenzung einer Privatparty von einer kommerziellen Veranstaltung kann anhand verschiedener Kriterien vorgenommen werden. Zum einen ist dies, wie die Formulierung bereits andeutet, die Frage, ob eine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt oder ob lediglich die entstehenden Kosten umgelegt werden. Ein weiteres äußerst wichtiges Kriterium ist der zu der Veranstaltung zugelassene Personenkreis. Hier ist dafür Sorge zu tragen, dass nur geladene Gäste Zutritt erhalten und dass Dritten der Zugang auch nicht möglich ist. Möglicherweise sollte dies als "geschlossene Gesellschaft" deklariert werden.

>> Reicht es dann, dass wir ein großes Schild hinmachen "Geschlossene Gesellschaft" und am Eintritt bei allen die Einladungskarten kontrollieren?

Problematisch könnte in Ihrem Fall sein, dass neben einem Eintritt, welcher als "Unkostenbeitrag" deklariert wird, für die weiteren Getränke ebenfalls bezahlt werden muss, vermutlich um auch die weiteren Unkosten wie DJs, Deko etc. bezahlen zu können. Ferner müssen Sie in jedem Fall dafür Sorge tragen, dass nur bekannte Personen zu der Veranstaltung zugelassen werden. Sie sollten daher möglicherweise vorher eine vollständige Gästeliste erstellen.
Vorbeugen müssen Sie auch der Gefahr, dass aufgrund der Lokalität möglicherweise auch andere Dritte an der Veranstaltung teilnehmen.

Zu beachten ist, dass nur anerkannte Vereine, Clubs, Vereinigungen und Ähnliches eine öffentliche Veranstaltung organisieren dürfen. Diese ist genehmigungspflichtig.

>> Das ist okay. Wir sind privatpersonen. Das soll auch nicht öffentlich werden. Es soll im geschlosssenen Kreis bleiben!! Eine Anmeldung ist ausgeschlossen.

Sie sollten daher von Anfang an dafür Sorge tragen, dass der Personenkreis der geladenen Gäste begrenzt und dieser bereits vorher bekannt ist.

>> Ist die Anzahl der Personen ein Kriterium? Sind 300 geladene Gäste zu viel (Ich mein, 25 Personen, die die Party aufbauen können zusammen schon so viel Freunde haben), wenn jeder ne persönliche Einladung hat und diese auch kontrolliert wird?

Sie sollten zudem auch ggf. über eine andere Art der Finanzierung nachdenken.

>> Wäre es eine Option gänzlich auf den Eintritt ("Unkostenbeitrag") zu verzichten und die Kosten rein durch Verkauf von Getränken zum Selbstkostenpreis wieder rein zu holen.(Bier 2 €, Wasser 1€, LImonaden 1,50€)

Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste Orientierung geben konnte. Bitte nutzen Sie ggf. die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

FE

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.04.2010 | 12:11

Sehr geehrter Ratsuchender,

Das Schild sollten Sie in jedem Falle aufhängen und eintrittskarten kontrollieren. Sie sollten aber auch möglichst versuchen, das Gebiet entsprechend abzusperren bzw. zu markieren.

Die Anzahl der Personen ist kein Kriterium (man denke nur an große Privatveranstaltungen wie Familienfeiern oder Firmenfeiern etc.). Die Finanzierung könnte ggf. auch so aussehen, dass diejenigen Freunde, die ihrerseits wiederum Freunde einladen, entsprechend in Vorkasse treten oder vorab einen Betrag einnehmen und dann ggf. am Ende noch einmal eine Abrechnung erteilt wird. Problamtisch wäre es halt im Falle einer Kontrolle, wenn die Behörden erkennen, dass für Getränke gezahlt werden muss.

Mit freundlichen Grüßen

RA J.Mameghani

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