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Vermieter verweigert Zustimmung zu Untervermietung

02.08.2019 11:08 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Judith Freund


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wohne in einer 2-Zimmer-Wohnung in München. Mein Arbeitgeber wird mich in den nächsten Monaten überwiegend in Österreich einsetzen (Außendienst). Für diese Zeit möchte ich meine Wohnung untervermieten und habe meinen Vermieter darüber in Kenntnis gesetzt. Der Untermieter ist ein knapp volljähriger junger Mann, der seit kurzem Abitur besitzt und bei der Deutschen Bahn in München eine Ausbildung beginnen möchte. Während der ersten Monate in München möchte er sich nach einer dauerhaften Wohnunterkunft umsehen und meine Wohnung sozusagen als "Basis" für die erste Zeit nutzen. Ich würde für die Wochenenden ggf. ein Zimmer behalten.

Mein Vermieter (eine Wohnbaugenossenschaft) lehnt nun eine Untervermietung ab mit der Begründung, dass ich viel zu kurzfristig angefragt habe - die Entscheidung dauere mindestens 3-4 Wochen -, ich noch keine Bescheinigung meines Arbeitgebers vorgelegt habe und es außerdem sich bei dem Untermieter um einen Minderjährigen handele, der vermutlich viele Parties feiern wolle.

Kann mir der Vermieter die Untervermietung an den jungen Mann aus den genannten Gründen verweigern? Kann ich mich über meinen Vermieter hinwegsetzen? Muß ich seine Zustimmung abwarten?

Sehr geehrter Fragesteller,

die Mietverhältnisse durch Wohnungsbaugenossenschaften können die Mieterrechte zulässigerweise stark einschränken, indem z.B. nur an Personen mit dringendem Wohnbedarf vermietet wird.

Deshalb ist eine genauere Überprüfung Ihres Antrags auf Untermiete durch die WBG zulässig.
Eine 3-4 Wochen Frist und die Vorlage der Bescheinigung Ihres Arbeitgebers sind daher sicherlich angemessen.

Die Argumentation, dass es sich bei dem Untermieter um einen Minderjährigen handele, der vermutlich viele Parties feiern wolle, ist dagegen kein ausreichendes Kriterium für die Verweigerung: Wenn es so wäre, könnten junge Erwachsene mit einer Ausbildung bei den WBG's nie Wohnraum erhalten, was nach meinen Kenntnissen definitiv nicht so ist und wohl auch gegen den Allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz verstoßen würde, weil diese Personengruppe mit niedrigem Ausbildungsgehalt in der Regel besonders dringenden Wohnbedarf hat. Andere Personengruppen, wie Eltern mit Kindern, können durchaus auch zu einem Lärmproblem werden, nicht nur junge Leute.

Ich würde Ihnen deshalb raten, die Zustimmung oder Absage der WBG abzuwarten, im Falle der Absage jedoch schriftlich zu widersprechen und ggf. weiter rechtlich gegen die WBG vorzugehen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Judith Freund
Rechtsanwältin

Apothekergäßchen 4
86150 Augsburg

Tel: 0821 49 81 59 75
Fax: 0821 50 83 61 63

www.rechtsanwaeltin-freund.de
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