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Untermietzuschlag ohne jegliche Kommunikation und Begründung

| 24.11.2019 00:17 |
Preis: 48,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Lembcke


Guten Tag, ich habe folgendes Problem:

Ich (A) Miete eine Wohnung von der Vonovia (B). Lebe nicht selbst dort und vermiete mit zustimmung der Hausverwaltungs Firma einen Teil der Wohnung an eine Bekannte (C). Die Wohnung ist zum 31.12. des Jahres gekündigt. Ich wurde für meine letzte Miete mit einem Rückstand von ca 90€ abgemahnt Zahle jedoch mit einem Dauerauftrag. In meinem digitalen Portal habe ich dann festgestellt das die Hausverwaltung seit neuestem einen Aufschlag für die Untervermietung aufführt. Jedoch habe ich keinerlei Schriftverkehr und Begründung diesbezüglich erhalten. Eine Mehrnutzung der Wohnung ist nicht der Fall da eine Partei kürzlich ausgezogen ist, die Wohnung wird also weniger genutzt. Ist es lagal einen Zuschlag ohne Schriftliche Kommunikation und Begründung zu verlangen? Wie kommuniziere ich das am Besten mit der Vonovia?

Vielen Dank.

___________________________________________________________________________________________
Im folgenden meine Bisherige Kommunikation mit der Hausverwaltung zu dem Anliegen:


Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich wurde für einen Mietrückstand angemahnt jedoch wurde mir keine Mieterhöhung mitgeteilt.
Ich habe bisher 857,97€ bezahlt und nun verlangen Sie 943,77. Ich bezweifle das dies rechtskräftig ist da ich keine Kommunikation diesbezüglich erhalten habe. Die Wohnung ist zudem zum 31.12.2019 gekündigt. Ich habe das Konto ausgeglichen bevor ich das Mietkonto eingesehen habe, plane jedoch den Betrag von der kommenden Miete abzuziehen falls es keine legale und schlüssige Erklärung für die Mieterhöhung gibt.
_______________________________________________________
Sehr geehrte Frau S,

in Ihrem Mail vom xx.xx.xx monieren Sie die erhöhte Miete.

Dies ist darauf zurückzuführen, dass Ihnen ein Untermietzuschlag in Höhe von 85,80 € monatlich, seit dem xx.xx.xx, belastet wurde.

Auskunft über die Berechtigung des Untermietzuschlages, kann Ihnen unsere Fachabteilung Bewirtschaftung geben

Wir hoffen damit Ihr Anliegen zu Ihrer Zufriedenheit geklärt zu haben.

Das Thema Datenschutz ist uns sehr wichtig! Alle relevanten Informationen hierüber finden Sie auf unserer Hompage unter wwww.vonovia.de/datenschutz.

Mit freundlichen Grüßen

Forderungsmanagement
Kundenservice

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Der Zuschlag dürfte aus mehreren Gründen unwirksam sein.

Hauptgrund ist die fehlende Absprache, sprich dass ihnen die Erlaubnis nicht unter Vorbehalt des Zuschlags erteilt und vereinbart wurde.

Einseitig kann der Vermieter insoweit keine Anpassung oder Änderung des Mietvertrages veranlassen.

Zudem ist der Untermietzuschlag i.d.R. nur dann zulässig, wenn es durch die Untervermietung auch zu einer Mehrbelastung der Mietsache kommt, z.B. durch "Mehrbelegung" bedingt höheren Verschleiß und Verbrauch.

Nach div. Entscheidungen, insbesondere in Berlin haben Vermieter keinen grundsätzlichen Anspruch auf einen Zuschlag bei der Untervermietung (LG Berlin, 21.11.2017, Az. – 67 S 212/17   und LG Berlin, 12.1.2018, Az. 65 S 427/16 ). Danach ist ein Untermietzuschlag eben nur dann zulässig ist, wenn die Mehrnutzung eine größere Belastung für den Vermieter darstellt. Das kann der Fall sein, wenn die Betriebskosten steigen und eine Untervermietung ohne Zuschlag nicht zumutbar ist.

Dies dürfte ungeachtet der fehlenden Vereinbarung ohnehin nicht der Fall bei Ihnen sein, wenn keine Mehrbelegung stattfindet.

Sie sollten die Forderung daher grundsätzlich zurückweisen. Vonovia ist hier hinlänglich bekannt.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Im Übrigen kann ich Ihnen auch gerne gegen Vonovia bei Seite stehen. Dazu können Sie mich auch insoweit über Email entsprechend kontaktieren, damit wir die weitere Vorgehensweise absprechen können.

Mit freundlichen Grüßen
RA Sascha Lembcke

Nachfrage vom Fragesteller 24.11.2019 | 02:11

Herzlichen Dank für Ihre detailierte Antwort Herr Lembcke,

Ist es rechtlich ok wenn ich den zuviel bezahlten Betrag von der nächsten Miete abziehe oder soll ich besser auf eine Rückerstattung von Seiten der Vonovia warten?

Mit freundlichen Grüßen
Frau S

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.11.2019 | 03:50

Vielen Dank für Ihre Nachfrage ,

Auf eine Rückerstattung sollten Sie bei Vonovia nicht vertrauen.

Sofern Sie ein Lastschriftverfahren vereinbart haben, sollten Sie dem widersprechen und nur die vereinbarte Miete zahlen.

Wenn der streitige Betrag abgebucht wurde, sollten Sie unter Widerspruch der Forderung diesen verrechnen und zurückbehalten und von der nächsten Miete abziehen.

MfG
RA Lembcke

Bewertung des Fragestellers 30.12.2019 | 09:57

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