Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Unberechtigtes Inkasso, telefonische Belästigungen im Büro

24.02.2016 21:12 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von


07:35
Sehr geehrte Damen und Herren,
im März 2013 erhielt ich - an meine Arbeitsanschrift - ein Schreiben eines Inkassodienstes, das eine vermeintliche Forderung gegen mich geltend machte. Da ich diese Bestellung alledings nie getätiigt habe, habe ich vorsorglich Strafantrag gestellt, da ich befürchtet habe, daß meine Daten mißbraucht wurden. Das Ermittlungsverfahren wurde von der zuständigen Staatsanwaltschaft eingestellt, da es sich um eine "zufällige Namensähnlichkeit" und eine "ungenaue Recherche der Inkassofirma" handele, die Schuldnerin wurde auch ermittelt.

Da meine Namensvetterin offensichtlich immer noch ihre Rechnungen nicht bezahlt, werde ich seitdem in meinem Büro (!) von wechselnden Inkassodiensten telefonisch belästigt. Einige Fälle konnte ich durch Beschwerden an übergeordneter Stelle klären, momentan werde ich aber leider mindestens einmal monatlich von Damen der EOS-Serviceline eines Hamburger Callcenters belästigt. Trotz meiner Hinweise, doch bitte die richtige Ansprechpartnerin per Einwohnermeldeamtanfrage ausfindig zu machen hört der Telefonterror nicht auf. Ich habe mir selbstverständlich schon längst weitere Anrufe verbeten, das interessiert dort offensichtlich niemanden. Die Damen werden laut, drohen und rufen sogar erneut an wenn ich das Gespräch beendet habe.

Gestern rief erneut ein Dame an und hat doch allen ernstes auch meinen Mitarbeiter (der von mir bereits informiert war) über meine angeblichen Verfehlungen in Kenntnis gesetzt. Seine Hinweise, diese Belästigungen zu unterlassen, wurden pöbelig mit der Aussage abgetan, ich solle doch Anzeige erstatten, ansonsten würde man weiterhin anrufen.

Da ich der Meinung bin daß die Polizei sich um wahrlich dringlichere Sachen kümmern sollte als um inkompetente Inkassomitarbeiterinnen suche ich jetzt rechtlichen Rat, das Spektakel zu unterbinden. Welches Vorgehen empfehlen Sie mir?

Selbstredend kann ich nachweisen nicht die "Gesuchte" zu sein, auch wenn mein Name nicht alltäglich ist. Ich habe aber nach über zwei Jahren die Nase voll, mich damit auseinander setzen zu müssen. Ich weiß zum Teil noch nicht mal wer da anruft, die Dame gestern wollte meinem Mitarbeiter keine Rufnummer nennen und das Telefon bietet leider keine Historie. Allerdings hatte ich bereits 2014 mit EOS/DID Kontakt, wo es (wie aktuell auch) um eine angebliche Forderung des Otto-Versandes ging, es sollte dort also bekannt sein, daß ich dort nie Kunde war.

Es kann ja nicht angehen, daß jemand an seinem Arbeitsplatz permanent belästigt wird weil ein Name ohne weitergehende Recherche "gegooglet" wurde. Ich bekomme im übrigen keinerlei Post an meine Meldeadresse, unter der ich selbstverständlich auch erreichbar bin.

Mit freundlichen Grüßen,
ein genervtes Verwechslungsopfer
24.02.2016 | 21:43

Antwort

von


(815)
Hussenstraße 19
78462 Konstanz
Tel: 07531-9450300
Web: http://www.anwaltskanzlei-dotterweich.de
E-Mail:

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Schilderung summarisch gerne wie folgt beantworte:

Hier sollte zweigleisig vorgegangen werden. Zunächst ist über die Erstattung einer Strafanzeige wegen versuchten Betruges in Tateinheit mit versuchter Nötigung und Stalking sowie Verleumdung und die hoffentlich folgende Tätigkeit der zuständigen Behörden zu ermitteln, mit wem Sie es zu tun haben. Dies deshalb, weil nicht zwangsläufig dasselbe Inkassobüro wie in der Vergangenheit aktuell gegen Sie agieren muss.

Dessen Identität ist Voraussetzung für das zivilrechtliche Vorgehen, welches sich anschließen sollte. Im Mittelpunkt steht in diesem Zusammenhang die Durchsetzung des Anspruchs auf Unterlassung jeglicher Art von Kontaktaufnahme durch die Gegenseite, wobei auch an Schadenersatz zu denken ist.

Zudem kann den Anrufen ggf. dadurch entgegnet werden, dass die Anrufer unmittelbar auf den Klageweg verwiesen werden und dann aufgelegt wird.

Ich rate Ihnen, einen Rechtsanwalt vor Ort mit der Durchsetzung Ihrer Interessen zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 25.02.2016 | 01:43

Vielen Dank für Ihre Ausführungen.
Leider kann den Anrufen in keinster Weise entgegengewirkt werden, ich habe jedes Mal deutlich gemacht die falsche Adressatin zu sein, Hinweise auf die richtige Schuldnerin gegeben und selbstverständlich auf den Postweg unter meiner ladungsfähigen Adresse verwiesen, die natürlich seitens des Inkassounternehmens ermittelt werden müßte, was kaum gelingen wird da man ja offensichtlich nicht bereit ist ein paar Euronen für eine Einwohnermeldeamtanfrage zu investieren.

Konkrete Nachfrage hierzu: nach meinem Kenntnisstand ist meine Büroanschrift nicht ladungsfähig, soweit es sich um private Angelegenheiten handelt. Würde ein Mahnbescheid, sollte ein solcher an mich unter meiner Büroanschrift ergehen, ins Leere laufen oder müßte ich dem trotzdem widersprechen? Bislang habe ich ja "nur" Telefonterror, aber das Inkasso scheint ja vor nichts zurückzuschrecken.

Falls diese Nachfrage den Einsatz sprengt oder als neue Frage gewertet wird werde ich Ihren Rat trotzdem beherzigen, bedauerlicherweise werde ich wohl weitere Schritte einleiten müssen, auch im Interesse von Menschen die sich durch solch unlautere Methoden verunsichern und einschüchtern lassen.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 25.02.2016 | 07:35

Sehr geehrte Ratsuchende,

Ihre Nachfrage beantworte ich gerne wie folgt:

Zwar ist nur ihr Wohnsitz ladungsfähige Anschrift, doch würde ich einem etwaigen Mahnbescheid dennoch widersprechen und sogar negative Feststellungsklage dahingehend erheben, dass die Forderung nicht besteht, also den Spieß umdrehen.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Böhler
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(815)

Hussenstraße 19
78462 Konstanz
Tel: 07531-9450300
Web: http://www.anwaltskanzlei-dotterweich.de
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Miet und Pachtrecht, Zivilrecht, Erbrecht, Vertragsrecht, Fachanwalt Verkehrsrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 80325 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr verständliche Antwort. Nachfrage auch schnell und ausführlich beantwortet.2 ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank für die schnelle Hilfe. Die Antwort war kurz und prägnant und präzise. Mehr wollte ich nicht haben und bin mit dem Ergebnis überaus zufrieden! Vielen Dank dafür. Mit freundlichen Grüßen Gerlinde Jähring alias ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr schnelle und kompetente Beratung ...
FRAGESTELLER