Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Umsatzsteuer und Einkommenssteuer verrechnen

21.02.2022 09:34 |
Preis: 63,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


07:19

Ich bin Kleinstunternehmer seit 2002. Nach Feststellung durch das Finanzamt seit 2012 gewerblicher Hobbyist (??), da ich in den Jahren 2012 bis 2015 nur negativen Umsatz hatte wegen schwerer Erkrankung und Brand der Firma. Ich bin aber dennoch weiterhin Umsatzsteuerpflichtig.

Jetzt verrechnet das Finanzamt mein Guthaben aus der Umsatzsteuer 4tes Quartal in Höhe von 510 Euro mit einer festgelegten Einkommenssteuervorauzahlung für 2021.

Frage 1: ist das zulässig? So fehlen mir 510 Euro in der Buchhaltung.

Das Finanzamt will jeden einzelnen Beleg mit 19% einzeln erfasst und aufgestellt haben. Die Kontendarstellung alleine reicht nicht. Das macht aber das Lexoffice Buchhaltunfssytem so nicht. Ich müsste rund 1000 Belege einzeln in einer Excel Tabelle erfassen und kopieren, was Monate dauern würde. Wir reden von 1300 Euro Umsatzsteuer in 2020.

Frage 2: Ist das nicht Gängelei und ist das zulässig?

21.02.2022 | 09:57

Antwort

von


(295)
Grünberger Str. 54
10245 Berlin
Tel: 0302939920
Web: http://www.rechtsanwalt-braun.berlin
E-Mail:
Diesen Anwalt zum Festpreis auswählen Zum Festpreis auswählen

Sehr geehrter Fragesteller,


aufgrund der übermittelten Information beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

zu 1.)
Eine Verrechnung des Guthabens aus der Umsatzsteuer mit einem Saldo aus der Einkommensteuer ist üblich und zulässig. Sie können einen Eigenbeleg in Ihrer Buchführung erfassen.

zu 2.)
Ich kenne jetzt die genauen Hintergründe nicht, aber das Verlangen des Finanzamtes, die Darstellung der Belege mit Umsatzsteuer ist keine Gängelei. Das Finanzamt will Ihre Umsätze prüfen und prüfen, ob Sie die Umsatzsteuer richtig berechnet haben und diese Prüfung lässt sich nur anhand der Belege durchführen.

Ich kenne Lexoffice nur rudimentär, aber vielleicht lässt sich aus Lexoffice eine solche Liste irgendwie dennoch "exportieren".


Ich hoffe, dass ich Ihre Frage beantwortet habe, bei eventuellen Nachfragen können Sie gerne die kostenlose Nachfrageoption benutzen oder mich per E-Mail anschreiben.

Berücksichtigen Sie bitte, dass auch kleine Sachverhaltsänderungen zu einer gänzlich anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 21.02.2022 | 17:12

Die Antwort ist mir zu platt und ohne Informationen.

Zu 1: Es handelt sich um zwei völlig verschiedene Steuerarten, wie ist da eine Verrechnung möglich? Und die Buchhaltung weißt jetzt ein Minus von 510 Euro aus. Es gibt keinen Eigenbeleg zu so etwas.

zu 2. Wir reden von einer Prüfumme von 1350 Euro, die Erstellung einer entsprechenden zusätzlichen Datei mit über 1000 Datensätzen dauert 4 Monate und kostet mit Umkopieren rund 600 Euro in Eigenregie, lasse ich die anfertigen rund 1800 Euro. Da fehlt mir jede Verhältnismaßigkeit.

MFG

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 22.02.2022 | 07:19

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Sehr gerne konkretisiere ich meine Antworten.

zu 1.)
Die Aufrechnung richtet sich nach § 226 Abgabenordnung. Danach kann die Finanzbehörde mit gleichartigen Forderungen aus dem Steuerschuldverhältnis aufrechnen. Steuerschuldverhältnis meint hier nicht die konkrete Steuer, sondern Sie als Person auf der einen Seite und die Finanzverwaltung auf der anderen Seite. Die konkrete Steuer ist unerheblich.

zu 2.)
Ich verstehe Ihren Unmut, dahingehend, dass Sie nun die Belege auflisten müssen und die dazu gehörige Umsatzsteuer erfassen müssen.

Diese geordnete Belegdarstellung ist aber Voraussetzung für eine geordnete "Buchführung", zwar müssen Sie als Freiberufler nicht bilanzieren, die Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung gelten aber auch für Sie. Das bedeutet, dass Ihre Buchhaltung im Sinne der §§ 145, 146 AO richtig, nachvollziehbar und übersichtlich sein muss und zwar so, dass jederzeit ein Dritter sich einen Überblick verschaffen kann. Wenn Sie nun die Anforderung des Finanzamtes nicht erfüllen können, könnte das Finanzamt Ihre Buchführung sogar verwerfen und die Besteuerungsgrundlagen schätzen.

Bitte prüfen Sie noch einmal die Exportfunktion in Lexoffice:

https://www.lexoffice.de/vorteile/datenaustausch/#:~:text=lexoffice%20bietet%20f%C3%BCr%20den%20Datenaustausch%20im%20DATEV-Format%20zwei,Steuerberater%20zum%20Import%20in%20die%20DATEV%20Kanzleisoftware%20%C3%BCbergeben.

Es gibt eine PDF-Exportfunktion, welche die Belege als PDF darstellt, meines Erachtens enthält diese Export-Liste auch die Umsatzsteuer.

Ich bedauere, dass ich Ihnen keine bessere Antwort mitteilen kann.


Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Braun
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

(295)

Grünberger Str. 54
10245 Berlin
Tel: 0302939920
Web: http://www.rechtsanwalt-braun.berlin
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Gesellschaftsrecht, Steuerrecht, Wirtschaftsrecht, Arbeitsrecht, Sozialversicherungsrecht, Erbrecht
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,7 von 5 Sternen
(basierend auf 95667 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Die Sachbearbeiter wechseln Ende des Jahres ihr Klienten, auf dem Gutschein ist die Unterschrift der Sachbearbeiterin und eine zeitliche Befristung, einzureichen vom Händler, das Heizkosten Kontingent beträgt 74,50 pro Monat, ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Meine Anfrage sowie die Rückfrage wurden vollumfänglich und zu meiner vollsten Zufriedenheit beantwortet. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr Ayazi hat sehr schnell, Kompetent uns ausführlich auf alle meine Fragen mit Quellenangaben zu den entsprechenden Gesetzen geantwortet. Ich bedanke mich noch einmal für die hilfreichen Antworten. ...
FRAGESTELLER