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Türsteher-Konflikt unter Alkoholeinfluss


20.02.2006 12:28 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Hallo, zunächst einmal einige Daten, die für Sie von Belangen sein könnten: ich bin 21 Jahre alt, Südindischer Herkunft, wohne im Bundesland Bremen.

In der Nacht von Freitag zu Samstag (18.02.) passierte mir folgendes: Ich war bei einem Freund und habe mich hemmungslos betrunken. Danach sind wir zu einer Disco und die Türsteher wollten mich nicht reinlassen. In meinem betrunkenen Zustand, dachte ich dummerweise es ginge mal wieder um "Hautfarbe" (was in diesem Fall nicht zutrifft weil ich einfach viel zu betrunken war). Nur wollte ich das scheinbar nicht begreifen, und habe laut Aussagen meiner Freunde (da ich selbst erhebliche Erinnerungslücken aufweise) die Türsteher aufs übelste beschmipft und wurde von Freunden festgehalten, bis ich einen Schlag auf die Nase und die Brust bekam. Ich blutete aus der Nase, schmerzen konnte ich aufgrund des Alkoholspiegels nicht verspüren. Die Polizei traf ein und meinte gegen mich wurde Strafanzeige (Beleidigung? Drohung? Hausfriedensbruch?) erstattet und ob ich den Türsteher ebenfalls anzeigen möchte, da ich mich in dem Moment im Recht sah, hielt ich das für selbstverständlich.

Nun meinen meine Freunde aber, dass der Türsteher sicher professioneller hätte reagieren können, statt mir eins auf die Nase zu hauen. Ich aber trotzdem sehr viel dazu beigetragen hab.

Am nächsten Tag ließ ich mich im Krankenhaus untersuchen bzw. röntgen, Rippen und Nase sind nicht gebrochen.

Nun möchte ich 1. die Disco weiterhin besuchen (Hausverbot auflösen), 2. keine Anzeige und ein dazugehöriges Verfahren. Da man sehr unangemessen auf mich reagiert hat und ich betrunken war, möchte ich das er seine Anzeige zurücknimmt, wenn ich das tue. Was halten Sie davon? Wie ist jetzt ganz genau vorzugehen? (Kontakt aufnehmen? Vetrag?)

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Sehr geehrter Ratsuchender,


Sie haben ja schon selbst erkannt, dass die Beteiligten sich hier nicht gerade besonders geschickt verhalten haben.


1.)
Das Hausverbot kann nur aufgehoben werden, wenn der Betreiber die Discothek dieses ausdrücklich zurücknimmt.

Einen durchsetzbaren Anspruch darauf haben Sie aber nicht, so dass nur durch ein vernünftiges Gespräch dieses Verbot rückgängig gemacht werden kann.

Dabei wäre dann auch eine Entschuldigung Ihrerseits sicherlich vorteilhaft, um eine vernünftige Gesprächsbasis zunächst einmal zu schaffen.

Die Rücknahme Ihres Strafantrages kann dabei auch helfen.


2.)
Die hier geschilderten Taten sind sogenannte Antragsdelikte, so dass bei jeweiliger Rücknahme der wechselseitigen Strafanträge die Staatsanwaltschaft die jeweiligen Verfahren sicherlich einstellen wird.

Dabei ist es ausreichend, wenn die jeweiligen Anzeigenerstatter schriftlich erklären, dass der Strafantrag zurückgenommen werden soll. Eines Vertrages bedarf es dazu nicht; es reichen einfache Schreiben.

Auch hier sollten Sie das Gespräch suchen, um eine Rücknahme der Strafantrages herbeizuführen.

Vorteilhaft wäre es dabei auch, wenn Sie gleichzeitig gegenüber dem Wachpersonal erklären, dass Sie auch auf weitergehende zivilrechtliche Ersatzansprüche verzichten. Denn solche Ansprüche stehen Ihnen unzweifelhaft zu, wobei Sie diese (voraussichtlich) aber spätestens in der Vollstreckung nicht mehr realisieren können.

Mit einem Verzicht IHRER Ansprüche vergeben Sie sich daher gar nicht allzuviel, schaffen aber ein günstiges Gesprächsklima.


Sie werden also das Gespräch führen müssen.




Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt
Thomas Bohle
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