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Tierbilder löschen weil keine Erlaubnis? Erpressung/Nötigung?


| 08.02.2018 17:05 |
Preis: 25,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


Zusammenfassung: Herausnahme/Löschung von Tierbildern


Vor ein paar Jahren habe ich mich mit einer "Internetbekanntschaft" zum fotografieren verabredet. Er hat 3 Hunde, die wir fotografiert haben. Das ganze war sein Vorschlag und hatte keinen kommerziellen Hintergrund.
Seit ein paar Jahren fotografiere ich aber auch nebenbei - ich weiß allerdings nicht mehr, ob das zu dem Zeitpunkt schon so war.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon eine Seite auf einem sozialen Netzwerk, auf welche ich die Bilder hochlud.
Das Stadtteilmagazin aus der Stadt in der ich wohne, ist darauf aufmerksam geworden und wollte gerne meine Bilder auf ihrer Seite präsentieren. Ich fragte, aus Anstand, den Besitzer der Hunde, ob das für ihn okay wäre. Er stimmte zu, solange er auch in dem Bericht erwähnt würde. Das ist so dann auch passiert.

Heute, nach 3 Jahren, bekomme ich erneut eine Email (irgendwann letztes Jahr schrieb er mir diesbezüglich), er möchte, dass ich jegliche Bilder von seinen Hunden lösche, ansonsten würde er das per Anwalt durchsetzen wollen.
Seine Argumentation ist nun, dass er nur die einmalige Erlaubnis gegeben hätte und das jedesmal, wenn ich sie hochlade, er Nachrichten bekommen würde, warum sein Hund auf meiner Seite zu sehen wäre (ich lade meine Bilder alle in einem Zyklus auf der sozialen Plattform hoch.)

Nun droht er mir in der aktuellen Mail mit folgendem ( 1 zu 1):

"Sollte die Löschung bis zum genannten Zeitpunkt nicht geschehen, werde ich dir jeden einzelnen Post in Rechnung stellen, dein Geschäftsgebaren veröffentlichen und selbstverständlich die Angelegenheit meinen Anwalt, der darüber jetzt informiert ist, regeln lassen. Ich möchte nicht weiter mit dir in Verbindung gebracht werden. Immer wieder werde ich angesprochen, warum meine Hunde auf irgendeiner deiner Seiten sind. [...] und nachdem was mein Anwalt gesagt hat, kann es echt teuer für dich werden, da wir (meine Partnerin und ich Privatpersonen sind)… Du hast dich nicht an unsere Absprachen gehalten".

Meine Sichtweise ist die:
- das alles entstand einvernehmlich
- es ging nur um die Erlaubnis für den Stadtteilbericht
- für Tiere braucht man generell keine Erlaubnis, da sie in dem Sinne als Sache gelten
- er versucht mich zu erpressen/nötigen

Meine Fragen wären nun:
- würde er im Fall der Fälle damit durchkommen? Hätte ich etwas zu befürchten? (Ich möchte sie ungerne herausnehmen)
- geht er schon in Richtung Erpressung/Nötigung und könnte ich es belangen lassen?
10.02.2018 | 09:11

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ja, er würde in jedem Fall einen Anspruch auf Herausnahme der Bilder von der Webseite haben. Zudem hätte er einen Anspruch auf Ersatz des Schadens (zum Beispiel die Rechtsanwaltskosten). Zudem bestünde ggf. noch ein Anspruch auf Unterlassung.

Nein, es ist überhaupt kein strafbares Verhalten zu erkennen. Die Mitteilung, dass er einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung seiner Interessen beauftragt, was dann kostenpflichtig ist, stellt keine Nötigung dar.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Wübbe

Nachfrage vom Fragesteller 10.02.2018 | 09:27

Sehr geehrter Herr RA,

warum genau hätte er in diesem Fall Anspruch darauf? Und auf welche Paragraphen beruht Ihre Aussage?

Nach meinen Recherchen wurde ich eigentlich nur darin bestätigt, dass er keine Handhabe haben dürfte, da Tiere als Sache gelten und gegen keinen Datenschutz verstoßen wird (keine Menschen auf den Bildern, öffentlicher Platz).

Viele Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.02.2018 | 09:35

Sehr geehrter Ratsuchender,
nicht nur in diesem Fall, er hat generell Anspruch darauf, dass Bilder seines Eigentums gelöscht werden. Die Paragraphen sind §§ 989, 990 BGB.
Mit Datenschutz hat dies wenig bis gar nichts zu tun. Es geht letztlich darum, dass er ausdrücklich fordert, dass die Bilder seines Eigentums nicht veröffentlicht werden. Zudem berufen Sie sich ja selbst auf eine angebliche Einwilligung, weshalb diese jederzeit entzogen/widerrufen werden kann.

Beste Grüße

RA Wübbe

Bewertung des Fragestellers 12.02.2018 | 14:55


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