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Erpressung/Nötigung?

30.05.2014 12:50 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla


Hallo, im Internet lernte ich einen 20 Jahre älteren Mann kennen mit dem ich mich einigte dass er mir pro Treffen 350€ gibt, da ich noch Studentin bin (Medizin, am Ende des Studiums). Per SMS stimmte er zu. Die SMS habe ich nicht mehr (schon lange gelöscht), er schon. Wir einigten uns auf diesen Betrag für Fahrtkosten etc. nach dem 1.Treffen. Bei unserem 2. Treffen gab er mir 200€, da er nicht mehr "dabeihatte". Ich bestand im Nachhinein darauf, dass er mir die ausstehenden 150€ überweist, was er nach mehreren Aufforderungen (auf die er nicht reagierte) schließlich auch tat. Ich hatte auch gesagt dass ich zu seiner Arbeit kommen werde wenn er mich weiterhin ignoriert. Anschließend meldete er sich nicht mehr bei mir. Ich war sehr enttäuscht. Er meldete sich nie wieder. Nach ungefähr 2 Monaten bestand ich darauf dass er mir auch rückwirkend für unser erstes Treffen die 350€ überweist, er meinte das sei nie so ausgemacht gewesen, ich sagte doch und dass wir das auch persönlich klären können (bei seiner Arbeit). Die Nachrichten hat er inzwischen der Polizei übermittelt und mich wegen Erpressung und Nötigung angezeigt. Ich war und bin immer noch verwundert. Er weiß meinen Namen, Tel, und Bankverbindung. Wie verhalte ich mich jetzt am besten? Vielen Dank bereits im Voraus. Mfg.


Einsatz editiert am 30.05.2014 13:01:56

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Meine Einschätzung nach brauchen Sie sich keine allzu großen Sorgen machen, da hier Aussage gegen Aussage steht und Sie sich nicht selber belasten brauchen.

Die andere Person müsste Ihnen dann erst einmal nachweisen können, dass Sie angekündigt haben, ihn bei seiner Arbeit aufzusuchen.

Das Aufsuchen bei der Arbeit stellt aber (noch) keine Nötigung beziehungsweise Erpressung dar. Anders wäre es beispielsweise dann zu beurteilen, wenn Sie angekündigt hätten, beispielsweise an Arbeitskollegen oder den Arbeitgeber dieser Person mit der Geschichte heranzutreten.

Dies kann ich aber zumindest nach Ihrer Schilderung so nicht erkennen.
Im Endeffekt handelt es sich demnach um eine rein zivilrechtliche Angelegenheit, wobei ich aber auch die Chancen, die 150.- € noch zu bekommen, als schlecht einstufen würde, da Sie keinen verwertbaren Nachweis für eine entsprechende vertragliche Einigung haben.

Zumindest in strafrechtlicher Hinsicht brauchen Sie sich aber aus den oben genannten Gründen keine allzu großen Sorgen machen.


Ich hoffe Ihre Anfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Tag und alles Gute für die Angelegenheit.

Mit freundlichem Gruß von der Nordsee

Dr. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 30.05.2014 | 20:16

S.g. Herr Dr.Newerla, vielen Dank für Ihre Einschätzung.
Es steht Aussage gegen Aussage, allerdings kann die andere Person mittels den gespeicherten SMS-Nachrichten die stattgefundene Kommunikation nachweisen.
Es wurde nicht von mir angekündigt, an Arbeitskollegen oder den Arbeitgeber heranzutreten, sondern nur, dass ich ihn bei seiner Arbeit aufsuchen würde, wenn er das Geld nicht überweist. Problematisch ist hierbei, dass ich erst nach 2 Monaten an ihn herangetreten bin, das Geld für das 1.Treffen zu überweisen. Meiner Meinung nach war dies so ausgemacht, er sagt nein, und kann dies angeblich mittels SMS nachweisen.
Wenn dies in strafrechtlicher Hinsicht keine Erpressung oder Nötigung ist, bin ich beruhigt.

Eine weitere Frage stellt sich mir noch, ist es ratsam mich bei der Polizei zu melden (so rät es mir die andere Person)? Die andere Person hat keine Adresse von mir. Muss meine Bank oder der Mobilfunkanbieter die Adresse herausgeben? (Die andere Person hat Kenntnis meiner Bankverbindung und der Handynummer).

Außerdem noch eine letzte dringende Frage, wird es in diesem Fall zu einem Prozess kommen?
Da ich in 2 Monaten ins außereuropäische Ausland zieh wäre das eher problematisch.

Ich danke Ihnen sehr herzlich für Ihre Mühe,
MfG.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.05.2014 | 13:50

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Zwar kenne ich den SMS Verkehr nicht, zumindest anhand Ihrer Schilderung kann ich keine Strafbarkeit erkennen.

Ich sehe keine Veranlassung, weshalb Sie von sich aus zur Polizei gehen sollten, um eine Aussage zu machen.

Die Bank beziehungsweise das Mobilfunkunternehmen dürfen Ihre Kontaktdaten schon aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht herausgeben, insoweit kann ich Sie beruhigen.

Ob es zu einem Prozess kommt, kann ich natürlich auch nicht sagen. Dieses wäre dann der Fall, wenn die andere Person Sie verklagen würde. Die Erfolgsaussichten wären aber schlecht.

Ich hoffe Ihre Anfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen einen angenehmen Samstagnachmittag und alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen von der Nordsee

Dr.Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt


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