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Stellplatz_02

06.11.2015 11:47 |
Preis: ***,00 € |

Nachbarschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jürgen Nelsen


Zusammenfassung: Verhindert ein anderer Mieter die Nutzung eines Stellplatzes, so ist der gemeinsame Vermieter in der Pflicht, den Mieter zur Räumung und ggfs. zum Rückbau eines Carports aufzufordern.

Hallo,

bin im März in ein Zweifamilienhaus eingezogen. Zur Wohnung gehört ein Stellplatz am Ende Einfahrt.

Mein Mitmieter - unter mir - hat den Schuppen und das Carport vom Vormieter gekauft und will den Schuppen und das Carport auf meinem Stellplatz nutzen.
Somit habe ich keinen Stellplatz.

Die Vermieterin hat mir zugesagt dieser Stellplatz gehört zu meiner Wohneinheit.
Also habe ich meinen Nachbarn angeboten den Schuppen und das Carport zu kaufen, alternativ ihn gebeten sein Eigentum von meinem Stellplatz zu entfernen.

Das will er nicht und er droht mir mit Gerichtsterminen um den Streit darum zu klären und sagt ich will ja wohl den Krieg...:-(
Will ich garnicht. Will nur meinen Stellplatz nutzen.
Zur Zeit steht mein Auto 200 m weg an der Straße.
Was soll ich tun?


Gruß

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Lassen Sie sich nicht einschüchtern. Schon gar nicht müssen Sie den Carport kaufen.
Sie haben den Stellplatz angemietet und haben daher auch das Recht, diesen zu nutzen. Sollte die Nutzung nicht möglich sein, müssen Sie auch den hierauf entfallenden Anteil der Gesamtmiete nicht bezahlen.

Hier kann nur die Vermieterin tätig werden.
Fordern Sie die Vermieterin auf, Ihnen den Besitz an dem Stellplatz einzuräumen. Dazu muss die Vermieterin den anderen Mieter auffordern, den Stellplatz zu räumen und den Carport zurückzubauen. Geschieht dies nicht, muss die Vermieterin den anderen Mieter verklagen.

Denken Sie daran: Keine Stellplatzmiete bezahlen, solange Sie dort nicht parken können.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen. Abschließend darf ich Sie noch auf die Bewertngsfunktion hinweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 06.11.2015 | 14:16

Hallo, danke für die Antwort.

Die Vermieterin ist einen sehr alte Dame mit der ich mit sehr gut verstehe, aber ich werde sie wohl leider wieder mit meinem Problem belästigen müssen. Guter Tipp.

Nun war wohl mein Vormieter mit der Regelung einverstanden das mein Mitbewohner den Schuppen zu 3/4 nutz, oder es gab sogar eine Vermietung.

Daher denkt mein Mitbewohner die Regelung greift auch weiter, obwohl ich ihm nicht vermieten möchte weil ich die von mir gemietete Fläche selber benötige.

Meine Nachfrage also.

Wie kann ich dem Mitbewohner klar machen das er "seinen Schuppen und das Carport" nicht nutzen kann weil es auf meinem Stellplatz steht und ich nicht möchte das er ständig in meinem Bereich wuselt...?? (Mein PKW Schaden ist bereits vorhanden, aber das ist ein anderes Thema)

Kaufen oder abreißen das wäre mir egal. Hauptsache eine klare Regelung, die ist aber nicht in Sicht weil mein Mitbewohner sich stur stellt und denkt mit dem Kauf des Schuppens hat er auch alle Rechte miterworben und das lässt er auch deutlich erkennen. (Ich darf dann mal was reinstellen, das ist für mich aber nicht befriedigend ausreichend.)

Danke und Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.11.2015 | 14:42

Die Antwort bleibt die Selbe.
Natürlich können Sie dem Nachbarn Ihren Mietvertrag zeigen, aus dem sich Ihr Anspruch herleitet. Einen Anspruch, Ihr Problem zu lösen, haben Sie nur gegen die Vermieterin, da Sie nur mit ihr einen Vertrag geschlossen haben, nicht aber mit dem Nachbarn. Die Vermieterin muss dann Ihrerseits gegen den Nachbarn vorgehen, denn sie hat mit ihm einen Vertrag, und die Beseitigungspflicht ergibt sich aus dem Mietvertrag.
Sollte der Nachbar sich weiter weigern, wird die Vermieterin vor Gericht ziehen und ihn verklagen müssen. Als Ergebnis erhalten Sie einen Titel, mit dem Ihren Anspruch dann mit staatlicher Hilfe durchsetzen können.


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