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Schufa-Eintrag - zu Recht???


| 30.12.2006 00:42 |
Preis: ***,00 € |

Datenschutzrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,



Ich hatte, nach meinem Wohnortwechsel, seit ca. 1999 ein Girokonto bei einer Sparkasse, dieses ohne Dispo, über welches sämtlicher Zahlungsverkehr fortan lief. Um mein altes Konto aufzulösen, auf welchem sich noch ein Dispo zwecks Autokauf im Soll befand, bot mir die Sparkasse ein Darlehen zu einem netten Zins an worauf ich auch einging. Seit ca. 2001 zahlte ich also eine Darlehn von meinem aktiven Konto zurück.
Dies lief auch die ganze Zeit einwandfrei. Bis ich wiederrum umzog und ein neues online-Konto eröffnete, da ich mit den Leistungen der Sparkasse ohnehin nicht zufrieden war.
Da ab diesem Zeitpunkt (Ende 2005) sämtlicher Zahlungsverkehr über das neue Konto lief, gingen auf mein altes Konto keine Zahlungen mehr ein. Was für mich kein größeres Problem darstellte, da es ein Konto ohne Überziehungsmöglichkeit war und die Sparkasse sich in der Vergangenheit auch bei Beträgen um die 10 Euro nicht lumpte diese zurückzubelasten.

Ein neuer Dauerauftrag für die Darlehnstilgung wurde umgehend von mir eingerichtet. Es sind auf diesem Darlehnskonto also keine Rückstände aufgelaufen.
Wohl aber auf dem normalen Girokonto, da die Sparkasse aufhörte, leine Beträge zurückzubuchen.
Der Rückstand belief sich Anfang Dezember auf ca. 200 Euro, welchen die Sparkasse auch schon anmahnte.
Mit etwas Verzögerung habe ich zum diesen dann in Höhe des aktuellen Rückstands (nachgeschaut via Internetbanking) beglichen.

Ca. 10 Tage später bekam ich nun die Kündigung der Geschäftsverbindung von der Sparkasse, welche auf einen Rückstand von 20,91 Euro (Zinsrückstände nach Abwicklung) verweist und die sofortige Fälligkeit dieser Forderung und der des Darlehns verlangt an Inkassobüro XY.
Nun habe ich mit dieser Kündigung, wenngleich diese nach Ausgleich des Kontos meinerseits erfolgt, nicht wirklich ein Problem und die Darlehnssumme wurde auch bereits von mir in voller Höhe beglichen.

Was mich wirklich aufregt ist die Tatsache, dass die Sparkasse auch nach meinem Ausgleich direkt eine Meldung an die Schufa gemacht hat, mit gleichem Datum der Kündigung, obwohl zu keinem Zeitpunkt sprache von Zahlungsunwilligkeit oder -fähigkeit bestand, noch einem nennenswerten Rückstand war.

Diese Meldung hatte nun zur Folge, dass ich von meinem heutigen Kreditinstitut direkt ein Schreiben empfing, in dem meine Kreditkarte und mein Dispo gekündigt werden. Ich habe diese Kreditkarte wg. häufigen Auslandseinsätzen und div. anderen Angelegenheiten dringend nötig und in Zukunft steht auch ein Hauskauf an.

Ist die Sparkasse berechtigt, solche Daten an die Schufa zu übermitteln, wohl wissend, dass die Schuld die angemahnt wurde zu diesem Zeitpunkt schon von mir beglichen wurde und die Kosten von 2o zu diesem Zeitpunkt von mir nicht eingesehen werden konnten?
Habe ich die Möglichkeit hier eine Löschung zu erwirken?

Vielen Dank im Voraus und besten Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage und kann Ihnen diesbezüglich folgendes mitteilen:

Im Schufa-Verzeichnis werden u.a.Zahlungsstörungen oder Kündigungen gspeichert. Desweiteren wird gespeichert, ob eine Kreditkarte eingezogen oder ein Konto von der Bank gekündigt worden ist. Wenn ich Sie richtig verstanden haben, wurde in Ihrem Fall in das Verzeichnis eingetragen, dass das Konto gekündigt wurde. Dies ist möglich.


Wenn es um Ihr Zahlverhalten geht, welches eingetragen wurde, würde ich Ihnen empfehlen, Ihre alte Bank anzuschreiben und diese zur Löschung aufzufordern, da eine solche Eintragung eine unverhältnismäßige Härte darstellen könnte.


Die Daten werden grundsätzlich nach gewisser Zeit gelöscht.
Eine Löschung der Eintragung ist möglich, wenn es sich um unrichtige Angaben handelt, wenn also Daten von Ihnen gespeichert wurden, die nicht der tatsächlichen Situation entsprechen.


Ich hoffe,dass ich Ihnen im Rahmen der Erstberatung auf Grund Ihrer Angaben eine erste rechtliche Orientierung geben konnte. Bitte beachten Sie, dass auf Grund von Umständen, die der Bearbeiterin nicht bekannt sind, eine andere rechtliche Beurteilung möglich ist.


Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Mit freundlichen Grüßen

Christine Gerlach
Rechtsanwältin
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