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Schadensersatzforderung wegen mangelhafter Leistung auch ohne schriftlichen Vertrag?

16.10.2013 18:02 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Zusammenfassung: Schadenersatz gegen Handwerker nach mangelhafter Ausführung

Sehr geehrte Damen und Herren,

in unserer Eigentumswohnung wurde der Außenanstrich aller Fenster durch eine Firma erneuert. Abgesehen davon, dass die Arbeiten insgesamt sehr mangelhaft durchgeführt wurden, haben die Handwerker fast alle Scheiben zerkratzt, vermutlich beim Abschleifen. Bis jetzt wurde keine Rechnung gestellt, was darauf schließen lässt, dass dem Inhaber die mangelhafte Ausführung der Arbeiten bewusst ist. Eine (unbezifferte) Forderung nach Schadensersatz oder Austausch der betroffenen Scheiben wurde von uns mit Fristsetzung per E-Mail und Einschreiben an den Inhaber der Firma geschickt. Diese Frist ist jetzt ohne Reaktion verstrichen.

Die überlassenen Haus- und Wohnungsschlüssel hat der Inhaber bis heute nicht zurückgegeben, obwohl per E-Mail die Rückgabe mit Einschreiben angekündigt wurde. In unserem Schreiben haben wir auch noch einmal die Rückgabe der Schlüssel gefordert.

Leider gibt es kein Angebot und auch keinen schriftlichen Auftrag. Die Firma wurde uns von einem Bekannten empfohlen, wir haben dieser Empfehlung blind vertraut. Nach telefonischer Terminvereinbarung erfolgt eine Besichtigung vor Ort und anschließend einige Telefonate, um den Ausführungstermin zu vereinbaren. Ein Angebot wurde uns immer wieder zugesagt, wir haben es jedoch nie erhalten. Mit der Hausverwaltung wurde abgesprochen, dass die Arbeiten ohne Angebot beginnen und dass die Rechnung vor der Bezahlung von einem Malermeister geprüft wird.

Lässt sich Ihrer Einschätzung nach auf dieser Basis eine Schadensersatzforderung durchsetzten? Die Kommunikation mit dem Inhaber und die Mängelanzeigen erfolgten hauptsächlich telefonisch, teilweise auch per SMS und E-Mail. Wir stellen uns auch die Frage, ob die Einzelverbindungsnachweise diverser Gespräche bzw. die E-Mails und Kurznachrichten ausreichend sind, falls der Inhaber abstreitet, die Arbeiten durchgeführt zu haben. Falls das passiert, gibt es auch Mitbewohner, die den Handwerker vor Ort gesehen haben.

Das Risiko, dass noch eine Rechnung gestellt wird, können wir in Kauf nehmen, da diese Rechnung an die Hausverwaltung geht (Gemeinschaftseigentum); außerdem würde nach einem Gutachten sicherlich nur ein Bruchteil zu zahlen sein. Falls es wichtig ist: Es handelt sich nicht um einen Malerfachbetrieb, sondern die Firmierung erfolgt unter "Holz- und Bautenschutz".

Wie gehen wir jetzt ab besten vor?

Vielen Dank


Einsatz editiert am 16.10.2013 18:15:03

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Das die Firma hier tätig war, also ein Vertrag zustande gekommen ist, werden Sie wohl beweisen können (Übergabe Wohnungsschlüssel, Zeugen etc.). Ein Vertrag muss ja nicht unbedingt schriftlich geschlossen werden; es reicht aus, dass die Firma den Auftrag konkludent angenommen haben, in dem sie die Arbeiten ausgeführt hat. Was ich noch nicht ganz verstanden habe, ist ob nunmehr die Hausverwaltung Auftraggeber war oder Sie selbst diese Firma beauftragt haben.
In diesem Zusammenhang ist natürlich wichtig, die Beweise zu sichern, also zu eruieren, ob jemand Zeugnis abgeben kann, wie die Fenster vorher ausgesehen haben und festzustellen gilt, inwieweit die Arbeiten selbst nicht fachgemäß ausgeführt wurden. Ich würde die Scheiben momentan noch nicht auswechseln, sondern gleich Feststellungsklage erheben, mit dem Antrag festzustellen, dass die Firma für die Schäden haftet oder Sie erheben eine Leistungsklage mit einer genauen Bezifferung des Schadens; hierzu sollten Sie von einer Fachfirma ein Angebot erstellen lassen, was dann als Grundlage für die Klage dient. Zudem einen Antrag auf Herausgabe der Schlüssel.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Patrick Hermes, Rechtsanwalt

Ergänzung vom Anwalt 16.10.2013 | 20:20

Ergänzung: Bevor Sie Klage erheben, sollten Sie auf jeden Fall den Handwerker nachweisbar auffordern, den Schaden dem Grunde anzuerkennen oder schon konkret die Vermögensschäden und die Mangelbeseitigungskosten beziffern

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