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Rechnung: 'Wartzeit wegen nicht einhaltener Terminvereinbarung'

14.08.2010 19:45 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Sehr geehrter Rechtsanwalt,

ich bin Mieter der Wohnung in der der Vermieter neue Fenster hat einbauen lassen. Dazu wurde ein ganztägiger Termin mit mir vereinbart.
Dieser Termin wurde von mir versäumt. Die Fenster wurden bei einem zweiten Termin eingebaut.
Welche Kosten für den Mehraufwand bin ich verpflichtet zu tragen?
Nachvollziehen kann ich An- und Abfahrtskosten sowie ein angemessene Wartezeit von etwa 15Minuten. (Die Fahrtzeit beträgt laut Google Map 10Minuten)
Die Handwerksfirma stellt dem Vermieter eine Rechnung über 3 Facharbeiter a 2,5h (ca. 400€). Der Vermieter bittet mich diese Rechnung zu übernehmen.
Direkt nach dem versäumten Termin habe ich dem Vermieter die Übernahme der Kosten der Mehraufwände zugesagt. Zu dem Zeitpunkt bin ich davon ausgegangen es sich um Fahrtkosten und Wartezeit handelt.
Nach einer Rückfrage bei der Handwerksfirma wie sich die 2,5h errechnen habe ich folgende Antwort erhalten:
Sehr geehrter Herr xxx,

vielen Dank für Ihr Schreiben. Die berechneten 2,5 Stunden betreffen keine Ab- oder Aufladezeiten, dies ist die Zeit, in der unsere Mitarbeiter nicht Produktiv sein konnten. Der Termin war fest eingeplant und in der kürze der Zeit, war es uns nicht möglich weitere Termine auszumachen. Hier gibt es keine üblichen Verrechnungssätze, sondernelediglich die angefallene Zeit. Uns ist ein halber Tag produktiver Arbeitszeit durch Ihr Versäumnis verlohren gegangen. Kulanterweise und nur durch die gute Geschäftsbeziehung zu der Frau xxx (Vermieter), haben wir lediglich anteilig 2,5 Stunden abgerechnet. Wir bitten Sie nun, den geforderten Betrag auf unser Konto zu überweisen.



Ich bin durchaus bereit für meinen Versäumten Termin Fahrtzeit und Wartezeit zu bezahlen, aber nicht in beliebiger Höhe.
Ist es nicht das Unternehmerische Risiko der Firma, dass Mitarbeiter nicht so zum Einsatz kommen wie geplant? Sonst hätte eine Handwerksfirma kein Interesse seine Mitarbeiter auf eine andere Baustelle zu schicken, um die Mehraufwände gering zu halten.
Mir liegt die Information vor, dass die Handwerker anschließend auf eine andere Baustelle in der gleichen Stadt gefahren sind.

Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf Grundlage Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Vorab eine kurze Information zu der Vertragsbeziehung:
Grundsätzlich besteht vorliegend nur ein Vertragsverhältnis zwischen Ihrem Vermieter und den Handwerker, so dass ein etwaiger Schadensersatz wegen eines nicht eingehaltenen Termins nur gegen Ihren Vermieter geltend gemacht werden kann. Das Handwerksunternehmen hat also prinzipiell einen Anspruch auf Ersatz der ausgefallenen Arbeitsstunden.

Der Vermieter wiederum kann diesen Schadensersatz bei Ihnen einfordern, weil Sie durch Ihre Säumnis den Schaden verursacht haben.

Zur Höhe der Mehraufwandskosten:

Die Handwerkerfirma hatte eine Pflicht zur Schadensminderung gem. § 254 Abs. 2 BGB . Dies erklärt auch, warum die Handwerker möglicherweise auf eine andere Baustelle anderweitig eingesetzt worden sind.

Fahrzeiten sind keine Arbeitszeiten, jedoch hat ein Handwerksmeister das Recht, die durch die An- und Abfahrt entstehenden Kosten sich nach dem tatsächlichen Aufwand vergüten zu lassen. Der Einsatz des Lieferfahrzeuges kann in Form einer Pauschale oder nach den gefahrenen Kilometern berechnet werden. Es gibt aber auch Betriebe, die die Kosten des Fuhrparks in den Stundenlohnverrechnungssatz einbeziehen.

Somit sind die berechneten 2,5 Stunden für drei Facharbeiter auch nachvollziehbar.

Abschließend hoffe ich, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage vermittelt zu haben und bedanke mich für eine positive Bewertung.

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