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Nässe Schäden Tiefgarage Mehrfamilienhaus Neubau aus 2013

| 01.10.2013 15:40 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Guten Tag, ich bin ein Eigentümer einer Wohnung mit Tiefgaragenstellplatz von einem von drei Häusern einer Wohnanlage. Die Tiefgarage erstreckt sich über alle drei Häuser und ist somit Gemeinschaftseigentum der Eigentümer die einen Tiefgaragenstellplatz erworben haben.
Die Fertigstellung mit Abnahme eines zusätzlich beauftragen TÜV Gutachters ergab, das das die Tiefgarage nach neuestem Stand und Bauvorschrift erbaut wurde.
Nun ist es aber so, dass bei (starkem) Regen ständig die Wände dermaßen nass werden und es dauerhaft sehr feucht ist. Die Wand hat bereits mehrere Risse mit Schimmelbildung, was ich nach einer so kurzen Zeit bei einem Neubau überhaupt nicht nachvollziehen und auch akzeptieren kann. Unsere Hausverwaltung sieht irgendwie keinen Handlungsbedarf hier irgendetwas gegenüber dem Bauträger zu unternehmen da der TÜV Gutachter wie erwähnt nichts weiter beanstandet hat. Ich habe nun Angst das sich die Schäden ausbreiten die durch die ständige Nässe entstehen und früher oder später sehr hohe Schäden und Kosten entstehen können. Dies ist ja auch nicht gut für die Fahrzeuge die wir ja vor Nässe schützen wollen und eben deshalb einen Tiefgaragenstellplatz erworben haben.
Meine Fragen hierzu wären:
1. lt. Gutachter usw. ist alles nach Bauvorschrift gebaut- dies ist ja auch in Ordnung und schön. Die Feuchtigkeit ist jedoch wie oben beschrieben ein gravierender Mangel welcher meiner Meinung nach auf die Bausubstanz geht und deshalb muss man doch hier gegen den Bauträger vorgehen können- er muss diesen Mangel beheben egal ob alles nach Vorschrift gebaut ist oder nicht- liege ich hier richtig?
2. Ist es richtig das die Hausverwaltung hier den Bauträger auffordern muss etwas dagegen zu unternehmen?
3. wie sollen wir als Eigentümer jetzt richtig vorgehen das etwas geschieht?
Für Ihre Bemühungen sowie Ihre Antwort danke ich Ihnen vielmals im Voraus.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Frage 1:
Mir Ihrer Vermutung liegen sie richtig. Der Umstand, das im TÜV-Gutachten Mangelfreiheit bescheinigt wird, bedeutet nicht, dass doch Mängel bereits im Bauprozess angelegt waren, die nach der Abnahme des Objekts zum Vorschein treten. Der Gutachter erstellt sein Testat aufgrund des momentanen Augenscheins und der Baudokumentation. Darauf kommt es aber auch gar nicht an. Nach Abnahme des Bauwerkes beginnt die Gewährleistungsfrist. Das heißt, der Ersteller des Werkes muss dafür einstehen, dass sein erstelltes Werk zum Zeitpunkt der Abnahme mangelfrei war. Zeigt sich ein Mangel im Nachhinein, ist der Ersteller zur Beseitigung des Mangels verpflichtet. Die Gewährleistungsfrist variiert je nach Vertrag zwischen z.Z. 4 und 5 Jahren. Das TÜV-Gutachten kann dem Ersteller des Werkes lediglich als Indiz dienen, dass das Werk mangelfrei war.

Frage 2
Ich gehe davon aus, dass Sie mit Hausverwaltung den durch die Wohnungseigentümerversammlung berufenen Verwalter meinen. Dieser hat nach § 27 I Nr. 2 WEG die Pflicht, die für die ordnungsgemäße Instandhaltung und Instandsetzung des gemeinschaftlichen Eigentums erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Hierzu gehört auch, den Bauträger zur Mangelbeseitigung aufzufordern.

Frage 3
Einerseits können Sie im Rahmen Ihrer Stellung in der Eigentümerversammlung auf den Verwalter einwirken, dass dieser seiner Pflicht nachkommt. Andererseits steht es Ihnen nach § 21 II WEG frei, die entsprechenden Maßnahmen selbst zu treffen. Das heißt, sie können den Bauträger auch selbst als Miteigentümer zur Mangelbeseitigung auffordern.

Bewertung des Fragestellers 01.10.2013 | 18:47

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