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Kündigung widersprechen


13.06.2005 22:37 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Hallo Fachleute,
wir (Ehepaar mit 2 Kindern)haben zum 30.10.05 eine Eigenbedarfskündigung erhalten, die wir auch nicht in Frage stellen.
(Es will ein naher Verwandter des Vermieters Zwecks Familiengründung einziehen; dieser wohnt zur Zeit in einer 30m² Einliegerwohnung die den Eltern des Verwandten gehöhrt)

Uns geht es darum den Auszugstermin zu verlängern, da wir bald mit dem Bau eines EFH beginnen. (der Vermieter soll keine Kenntnis davon erlangen)
Wie müssen wir der Kündigung widersprechen ohne einen einen Termin zu nennen, da wir nicht wissen wann wir ausziehen werden?
Bekommt uns der Vermieter auch vor Fertigstellung des eigenen Hauses aus der Wohnung?

Vielen Dank für Ihre Mühe
Sehr geehrte Fragestellerin,
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Die Widerspruchsmöglichkeit richtet sich nach § 574 BGB

§ 574
Widerspruch des Mieters gegen die Kündigung
(1) Der Mieter kann der Kündigung des Vermieters widersprechen und von ihm die Fortsetzung des Mietverhältnisses verlangen, wenn die Beendigung des Mietverhältnisses für den Mieter, seine Familie oder einen anderen Angehörigen seines Haushalts eine Härte bedeuten würde, die auch unter Würdigung der berechtigten Interessen des Vermieters nicht zu rechtfertigen ist. Dies gilt nicht, wenn ein Grund vorliegt, der den Vermieter zur außerordentlichen fristlosen Kündigung berechtigt.
(2) Eine Härte liegt auch vor, wenn angemessener Ersatzwohnraum zu zumutbaren Bedingungen nicht beschafft werden kann.
(3) Bei der Würdigung der berechtigten Interessen des Vermieters werden nur die in dem Kündigungsschreiben nach § 573 Abs. 3 angegebenen Gründe berücksichtigt, außer wenn die Gründe nachträglich entstanden sind.
(4) Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist unwirksam.


Sie sollten also der Kündigung schriftlich widersprechen. Dabei werden Sie natürlich Ihre Interessenlage darlegen müssen. Einen genauen Termin werden Sie nicht nennen müssen, da z.B. das Finden von Ersatzwohnraum (Abs. 2) nicht absehbar ist.

Der Vermieter kann natürlich trotzdem Räumungsklage erheben. Dieses Verfahren dauert, danach könnten Sie im Zweifel auch noch Vollstreckungsschutzanträge stellen.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend und zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich.

Für Rückfrage und die weitere Interessenvertretung stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

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