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Kündigung Mietverhältnis - Widerspruch des Mieters

| 22.09.2019 16:32 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


09:11

Ich bin Eigentümer einer Wohnung und hatte diese vermietet. Auf Grund des Verhaltens des Mieters habe ich das Mietverhältnis am 18.10.18 fristlos und hilfsweise fristgerecht zum 30.04.19 gekündigt und einer stillschweigenden Verlängerung des Mietverhältnisses widersprochen. Unmittelbar nach Zustellung der Kündigung erhielt ich ein Anwaltsschreiben des Mieters in dem sowohl der fristlosen als auch der hilfsweise fristgerechten Kündigung widersprochen wurde. Ein zur Kündigung berechtigter Grund würde nicht vorliegen. Ich habe darauf hin nichts mehr unternommen und bin davon ausgegangen, dass das Mietverhältnis weiter läuft.

Am 03.05.19 erschien dann plötzlich der Mieter und wollte seine Schlüssel abgeben. Er sei - da ich ja gekündigt hätte - ausgezogen. Hiermit habe ich nicht gerechnet, da ja auch der hilfsweise fristgerecht ausgesprochenen Kündigung widersprochen wurde. Ich habe die Schlüssel nicht angenommen, aber versucht die Wohnung wieder neu zu vermieten.

Einen neuen Mietvertrag konnte ich erst ab dem 01.07.19 wieder abschließen.

Der ehemalige Mieter weigert sich, die Mieten für Mai und Juni zu zahlen, da ich ja hilfsweise fristgerecht gekündigt und einer stillschweigenden Verlängerung des Mietverhältnisses widersprochen hätte.

Zu Recht ?

22.09.2019 | 16:56

Antwort

von


(1735)
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70372 Stuttgart
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Hier muss sich der Mieter sein widersprüchliches Verhalten entgegenhalten lassen.

Im Einzelnen:
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
§ 546a Entschädigung des Vermieters bei verspäteter Rückgabe
"(1) Gibt der Mieter die Mietsache nach Beendigung des Mietverhältnisses nicht zurück, so kann der Vermieter für die Dauer der Vorenthaltung als Entschädigung die vereinbarte Miete oder die Miete verlangen, die für vergleichbare Sachen ortsüblich ist.
(2) Die Geltendmachung eines weiteren Schadens ist nicht ausgeschlossen."

Das ist also genau der Miete für diese Zeit entsprechend.

Sie mussten auch nicht mehr auf das Anwaltsschreiben reagieren und waren auch noch nicht gehalten, sofort eine Klage auf Räumung, Herausgabe und Zahlung zu erheben.

Ich würde daher von dem Mieter das noch fordern. Setzen Sie ihm eine Zahlungsfrist von zwei Wochen. Zahlt er nicht, sollten Sie selbst einen Anwalt beauftragen, dessen Kosten der Mieter ebenfalls als Verzugsschadensersatz zahlen muss.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Daniel Hesterberg

Rückfrage vom Fragesteller 22.09.2019 | 17:05

Aber es ist doch so, dass der Mieter mir die Wohnung zurückgeben wollte, nämlich genau nach Ablauf der von mir zunächst ausgesprochenen Kündigung. Ich hatte ja zum 30.04. gekündigt. Er war am 03.05. da und wollte die Schlüssel abgeben. Ich war es ja, der die Rücknahme der Wohnung verweigert hat, weil ich davon ausgegangen bin, dass das Mietverhältnis ungekündigt und unbefristet besteht. Man wird dem Mieter nicht vorwerfen können, dass er hat die Wohnung nicht zurückgeben wollen. Ist nicht eher die Frage zu klären, ob das Mietverhältnis zum 30.04.19 tatsächlich beendet ist durch meine Kündigung, wenn ein Widerspruch zur Kündigung erfolgt ist ?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 23.09.2019 | 09:11

Sehr geehrter Fragesteller,

ich antworte Ihnen gerne wie folgt:

Richtig, der Mieter wollte die Wohnung zurückgeben, aber hat dem vorher widersprochen, sodass die Übergabe völlig überraschend kam und Ihnen nur eine Neuvermietung zum 1.7.2019 möglich war. Das war ja auch im Interesse des alten Mieters.
Das ist also ein ersatzfähiger Schaden, den der alte Mieter verursacht hat.
Die Fortsetzung hätte ja sowieso die alte Mietzahlung bedeutet.

Ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 23.09.2019 | 14:53

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