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Kündigung Fitnessvertrag aus gesundheitlichen Gründen


28.09.2006 12:23 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Hallo,
nun hat es mich auch erwischt. :(


Ich habe im Juni 2005 einen Vertrag bei SF über zwei Jahre abgeschlossen. Mein Hauptbetätigungsfeld liegt / lag bei Spinning / Indoor Cycling.

Nun habe ich seit Anfang des Jahres immer schlimmere Rückenschmerzen bekommen die sich im weiteren Verlauf dahin gehend änderten, daß bei längerer Belastung mein rechtes Bein taub wurde. Also hin zum Arzt und es wurde zuerst ein Bandscheibenvorfall angenommen. Dies teilte ich SF auch mit und bat den Vertrag erstmal auf Eis zu legen bis ich weitere Ergebnisse vorlegen könne. Zusätzlich bat ich darum die Mitgliedsbeiträge nicht mehr weiter von meinen Konto einzuziehen, eben bis weitere Ergebnisse vorlägen. Innerhalb eines Tages kam die negative Antwort von SF zurück mit dem Wortlaut

"....dass wir die Abbuchungen zu Ihrem Vertrag auf Grund Ihrer Erkrankung nicht bis auf weiteres aussetzen können, da sich Ihr Vertrag derzeit noch in der Erstlaufzeit befindet. Sofern Sie uns ein aussagekräftiges Attest Ihres behandelnden Arzt einreichen, können wir die Angelegenheit erneut bearbeiten und Ihnen ggf. die nicht genutzte krankheitsbedingte Ausfallzeit als beitragsfreie Nachtrainingszeit im Anschluss gewähren."


Nach einigen Untersuchungen wurde bei mir (zum Glück) kein Bandscheibenvorfall festgestellt sondern es handelt sich bei mir um Spondylolisthese (Bei der Spondylolisthese verschieben und verkippen sich zwei benachbarte Wirbel gegeneinander. Diese, auch als Wirbelgleiten bezeichnete Krankheitsbild, kommt häufig bei Leistungssportlern in bestimmten Sportarten vor. Es gibt aber auch eine angeborene Form.)

Bei der Krankengymnastik wurde mir bereits mitgeteilt das hier durch KG lediglich eine ggf. Linderung herbeigeführt werden kann, eine endgültige Heilung wäre jedoch ausgeschlossen.

Nach dieser Diagnose und Versuchen meinerseits wieder mit dem intensiven Fahrradfahren zu beginnen, wurde mir jedoch schnell klar, das ich bei meiner Lieblingssportart / Spinning Probleme bekommen würde. Aus diesem Grunde redete ich mit meiner Ärztin und diese stellte mir auch ein Attest für die Kündigung bei SF aus.
Der Wortlaut dieses Attest lautet "Der oben genannte Patient kann wegen Spondylolisthesis nicht mehr am Fitnesssport teilnehmen."
Dieses Attest versandte ich am 22.09.2006 mit dem zusätzlichen Vermerk "Hiermit entziehe ich Ihnen mit sofortiger Wirkung die Genehmigung die Mitgliedsbeiträge weiter von meinem Konto xxxx einzuziehen.

Die Antwort kam umgehend (26.09.2006),

"...Eine Spondylolisthesisist sicherlich weit entfernt von einer dauerhaften Sportuntauglichkeit. Eine ärztliche Begutachtung durch unseren Sportarzt werden wir hier nicht übernehmen und ziehen wir im Übrigen nicht in Betracht."


Der Mitgliedsbeitrag wurde am 25.09.2006 wieder von meinem Konto abgebucht.

Was kann ich in diesem komplexen Fall jetzt machen ?

Vielen Dank schonmal für die Hilfe.


Gruß

chaosprovider

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Sehr geehrter Ratsuchender ich bedanke mich für Ihre Anfrage und möchte diese auf Grund Ihrer Angaben und unter Berücksichtigung des Einsatzes wie folgt summarisch beantworten:

Der Mitgliedsvertrag mit einem Fitnesscenter ist aus wichtigem Grund kündbar.
So auch nach der Rechtsprechung, wenn der Hausarzt des Mitglieds von der Teilnahme an Fitnessübungen für längere Zeit abrät.
Die Kündigung des Mitglieds aus wichtigem Grund setzt nicht voraus, dass Sie gänzlich sportunfähig ist. Im Regelfall ist eine Kündigung vielmehr schon dann möglich, wenn ein aus Sicht des Mitglieds wichtiger Teil der Übungen aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich ist.

Deshalb ist die Ansicht es Fitnessstudios, eine Kündigung wäre nur bei dauerhafter Sportuntauglichkeit möglich, fehlerhaft.

Nachdem Sie die Bankeinzugsermächtigung entzogen haben, können Sie das Geld wieder zurückholen.
Informieren Sie Ihre Hausbank, dass dieses Center keine Abbuchungserlaubnis mehr hat.

Im Übrigen können Sie nur die weiteren Schritte des Fitnesscenters abwarten. Wenn es zu einer Klage kommen sollte, so stehen Ihre Chancen zu obsiegen gut, wenn Sie tatsächlich nach ärztlicher Auffassung nicht mehr am Sport teilnehmen können.

Ergänzend möchte ich auf folgendes hinweisen. Meine Auskunft umfasst wesentliche Gesichtspunkte die im geschilderten Fall allgemein zu beachten sind. Daneben können weitere Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem ganz anderen Ergebnis führen können. Deshalb sind verbindliche Empfehlungen darüber, ob und wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.

Ich hoffe Ihnen im Rahmen dieser Erstberatung einen Überblick verschafft zu haben.
Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia Vetter

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