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Kollidierung mit einem Schlepper


| 15.12.2005 17:17 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Kah



Guten Tag,

heute morgen hatte ich einen riesen unfall mit einem großen schlepper der fa. bitburger.

tathergang:

ich fuhr auf dem kurzen beschleunigungsstreifen mit ungefähr 30-40 km/h. hinter mir fuhr ganz dicht noch ein schwarzer honda. ich versicherte mir - weil um diese zeit ein dichter berufsverkehr war -, dass neben mir, hinter mir und im totenwinkel kein fahrzeug an mir vorbeifuhr, weil ich auf die bundesstraße reinfahren wollte.

von weitem sah ich einen riesen schlepper der fa. bitburger, ich konnte leider die geschwindigkeit und die länge des schleppers nicht schätzen. aber dadurch, dass ein anderes fahrzeug vor dem schlepper fuhr und auch anzeigte (blinker), dass er von der bundesstraße rausfahren wollte. gab ich gas mit dem gefühl, dass der fahrer des schleppers womöglich seine geschwindigkeit drosselte, weil der vor ihm fahrendes auto rauswollte.

plötzlich hörte und sah ich nur noch, wie mein fahrzeug mit dem anderen schlepper zusammenkrachte und ich das gefühl hatte, dass der schlepper mich runterzog. hier muss ich auch noch erwähnen, dass der schlepper schlecht beleuchtet war, es war dunkelgrün und an den seiten waren undeutlich die lichter zu sehen gewesen.
der andere fahrer behielt seine geschwindigkeit und riss mich mit. gott sei dank ist mir und meiner tochter nichts passiert!

ich hielt zitternd am standspur und ein paar meter weiter hielt der andere fahrer auch an. er kam dann angerannt und fragte nach, ob keine personen zu schaden gekommen sei und das an seinem schlepper kein schaden entstanden ist nur an meinem auto.
ich sagte zu ihm, dass wir die bundesautobahnpolizei anrufen müssten, er sah genervt aus - wie es aussah war er unter termindruck - und meinte, dass ich den unfall verursacht habe und nicht er und wir bräuchten hier keine polizei. er wollte sodann gleich gehen, aber ich blieb hartnäckig und verlangte die polizei. er reagierte dann sauer, lief zum fahrerhäuschen zurück und es verstrichen minuten, bis er rauskam, mit einem handy und die polizei anrief.

eine halbe stunde später kam die polizei. die polizei gab mir die schuld und meinte, dass ich dem fahrer die vorfahrt genommen hätte und dass dieser nur mal 80 km/h - nach prüfung der scheibe - gehabt hätte. ich stand so unter schock, dass ich der polizei meine unterschrift gab, hierzu muss ich erwähnen, dass die polizei der ansicht war, dass ich die personalangaben des anderen fahrers nicht bekam, weil ein polizist meinte, dass ich einen bußgeldbescheid i.H.v. 50,00 bis 60,00 € erhalten würde und ich vor gericht keinen recht bekomme, weil es eindeutig ist, dass ich die vorfahrt des anderen genommen habe und ich dadurch nur unnötige kosten für mich machen würde.
der polizist meinte auch noch, dass der andere fahrer schon eine zeitlang fahren würde und die geschwindigkeit von 80 km/h beibehalten hätte.

es wurden keine bilder vom unfallort gemacht.

was denken sie über den fall? soll ich den bußgeldbescheid und die schuld hinnehmen?

welche folgen hätte ich durch den unfall bei meiner autoversicherung?

hierzu noch erwähnt, bin ich am linken arm verletzt - die ich während des unfalls nicht bemerkt habe, weil ich unter schock stand. und zwei tage nicht arbeiten kann.

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Guten Tag,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In Ihrem Fall rate ich, dass Bußgeld zu zahlen. Der Unfallhergang lässt nämlich erkennen, dass Sie die Vorfahrt des Schleppers nicht beachtet haben. Dass dieser schlecht beleuchtet war, wird sich nur schwer beweisen lassen und würde an der Ordnungswidrigkeit einer Vorfahrtsmißachtung auch nichts ändern.

Im Hinblick auf die Schuldfrage im zivilrechtlichen Sinn, sollten Sie diese nicht voreilig einräumen. Letztlich werden die jeweiligen Haftpflichtversicherungen beider Fahrzeuge den Schaden nach deren Ermessen regulieren. Eine Teilschuld wird Sie hier mindestens treffen, so dass eine Höherstufung im Schadensfreiheitsrabatt für Sie nicht ausbleiben wird. Diese Höherstufung ist übrigens unabhängig von der Höhe des Schadens und der Schuld. Sollte am Schlepper allerdings kein Schaden entstanden sein, würde eine Höherstufung ausscheiden, denn Ihre Haftpflichtversicherung müsste dann keinen Schaden regulieren.

Der Schaden an Ihrem Fahrzeug wird nur soweit von der gegenerischen Haftpflichtversicherung bezahlt, als den Fahrer des Schleppers eine Schuld trifft. Eine solche ist in Ihrem Fall aber höchst fraglich.

Letztlich könnten Sie dann Ihre Vollkasko in Anspruch nehmen, soweit Sie eine solche abgschlossen haben.

Die Kosten für die Behandlung Ihrer Verletzung trägt letztlich die Krankenkasse.

Ich hoffe, Ihre Anfrage hinreichend beantwortet zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Christian Kah
-Rechtsanwalt-

www.net-rechtsanwalt.de
www.net-scheidung.de
www.online-einspruch.de
www.strom-und-gas.de
www.net-strafverteidiger.de

Nachfrage vom Fragesteller 15.12.2005 | 17:56

könnten sie mir noch sagen, wie viele punkte ich in flensburg erhalten werde?

und es stimmt, dass ich 60,00 € bußgeldbescheid erhalten werde?

ist es wichtig, dass ich die personalangabe des anderen habe?

Bewertung des Fragestellers |


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