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Hausbau, Trennung, Streit um monatl.Kredit


| 21.10.2007 14:55 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Guten Tag!

Ich habe mit meiner Ex Lebensgefährtin vor 2jahren ein Grundstück gekauft und darauf ein Haus gebaut. Das Geld für das Grundstück und das Eigenkapital habe ich allein aufgebracht. Wir stehen jedoch beide zu 50% im Grundbuch sowie im Kreditvertrag bei der Bank.
Meine Ex hat sich im Juni getrennt und ist mit unserem Sohn auf den Bauernhof Ihrer Eltern gezogen. Sie wohnt dort in unserer ehemaligen Wohnung, die wir gemeinsam ausgebaut hatten, jedoch Ihren Eltern gehört.
Sie wohnt mietfrei!
Ich wohne jetzt allein in unserem Haus.
Das Haus soll jetzt komplett auf mich überschrieben werden ohne jeglichen Finanzausgleich.
Es war vereinbart, das meine Ex bis zur Umschreibung des Hauses ihren Anteil von 50% der Kreditsumme mit bezahlt. Leider weigert sie sich jetzt die 50% zu zahlen.
Meine Frage daher: Darf Sie einfach die Zahlung Ihrer 50% der monatlichen Kreditbelastung einstellen? Sie hat schließlich bei der Bank mit unterschrieben. Wir haben auch noch keine Info von der Bank, ob die Bank der Umschreibung zustimmt. Nach Umschreibung wär Sie komplett Schuldenfrei und ich hätte die 100% Kredit zu tragen.
Wenn die Bank der Umschreibung nicht zustimmt, muß die Ex dann bis zum Verkauf weiter mit Bezahlen oder kann Sie die Zahlung weiterhin verweigern, da Sie nicht mehr hier wohnt?
Sehr geehrter Fragesteller,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Sie haben nicht geschrieben, wie Sie den Kreditvertrag mit der Bank abgeschlossen haben. Es gibt nämlich viele Möglichkeiten für Lebensgefährten einen Kredit bei einer Bank aufzunehmen.
Entweder sind Sie gemeinsam Kreditnehmer ggü der Bank oder ein Partner schließt den Vertrag ab und der andere leistet dafür eine Sicherheit, z.B. durch eine Bürgschaft.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, haben Sie aber gemeinsam mit Ihrer Ex Lebensgefährtin einen Kreditvertrag zur Finanzierung des Hausbaus aufgenommen, also Sie sind gemeinsam Kreditnehmer gegenüber der Bank.

Das Problem an der gemeinsamen Kreditfinanzierung kann –wie bei Ihnen -im Fall der Trennung kommen. Falls beide Partner Kreditnehmer gegenüber der Bank sind, haften beide gesamtschuldnerisch für die Rückzahlung des Darlehens und die entsprechenden Zinsen.

Die gesamtschuldnerische Haftung führt dabei zu dem Ergebnis, dass die Bank bei Fälligkeit der Rückzahlung von jedem Partner die gesamte Summe zurückfordern kann. Erst im Verhältnis der beiden „Ex-Partner“ zueinander, im so genannten
Innenverhältnis, können diese unter Umständen einen Ausgleich verlangen. Ist ein Partner aber nicht leistungsfähig, muss der andere komplett für die Darlehensverbindlichkeiten inklusive Zinsen aufkommen. Dabei ist grundsätzlich unbeachtlich, ob der Kredit zu seinen Gunsten oder zu Gunsten des Partners war.
Auch die laufenden Zinszahlungen oder Tilgungsraten können so von dem getrennten Partner gefordert werden, der mit dem finanzierten Objekt nach der Trennung nichts mehr zu tun hat.

Es haften also auch nach der Trennung beide Partner auf die volle Summe.
In den meisten Fällen wird die Bank bei Trennung auch keiner Änderung des Kreditvertrages zustimmen.

Mit anderen Worten, wenn sie beide Kreditnehmer gegenüber der Bank sind, darf Ihre Ex-Lebensgefährtin die Zahlung nicht verweigern.

Für eine verbindliche Einschätzung ist aber eine umfassende Sachverhaltsermittlung unerlässlich und kann im Rahmen dieser Online Beratung natürlich nicht erfolgen.

Ich hoffe aber, Ihnen eine erste Orientierung in der Sache verschafft zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Dileyha Altintas
-Rechtsanwältin-
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"Danke für die schnelle Antwort. Damit kann ich gegenüber meiner Ex argumentieren. Bin sehr zufrieden. "