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Gründungskosten einer Unternehmergesellschaft mit Musterprotokol privat bezahlen?

16.09.2014 12:44 |
Preis: ***,00 € |

Gesellschaftsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Wehle


Hallo,

im Musterprotokoll zur Gründung einer Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) wird festgelegt, dass die Gesellschaft die Gründungskosten bis zu einem Betrag von 300,- € übernimmt.

Ist es zulässig, dies zu ignorieren und die Gründungskosten privat zu bezahlen, so dass diese quasi nie in der Buchhaltung der UG auftauchen?

Sehr geehrter Ratsuchender,

soweit Sie die entsprechenden Kostenbelege nicht der ordentlichen Buchführung der UG zuführen, werden diese nicht in den Kosten derer Buchhaltung auftauchen. Auch hier gilt der Grundsatz keine Buchung ohne Beleg.

Aus rechtlicher Sicht handelt es sich um ein Gesellschafterdarlehen an die UG. Die daraus bestehende Forderung muss jedoch von Ihnen gegenüber der Gesellschaft beleghaft eingefordert werden und u.U. noch fällig sein, damit diese in der Buchhaltung der UG auftaucht.

Ihr Anliegen ist in tatsächlicher Weise durchaus umzusetzen, jedoch ist dies aus meiner Sicht nicht ganz nachzuvollziehen, welchen Grund Sie dafür haben, Ihre persönliche Forderung gegenüber der UG nicht geltend zu machen.

Um mit der UG im Geschäftsleben agieren zu können, benötigen Sie sicherlich eine das Gründungskapital übersteigende Kapitalisierung, so dass die Gründungskosten hier nicht mehr ins Gewicht fallen.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen

Nachfrage vom Fragesteller 16.09.2014 | 13:22

Also:
Wo kein Beleg dort keine Buchung
Wo keine Einforderung dort kein Darlehen

Könnte man der Ordnung halber den Forderungsverzicht in einer Art Schenkungsvertrag festhalten? Danke.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.09.2014 | 16:24

Sehr geehrter Ratsuchender,

der guten Ordnung halber sollten Sie Ihre Forderung an die UG stellen, jedoch deren Fälligkeit offenlassen bzw. den offenen Betrag einfach nicht geltend machen.
Diese Gesellschafterforderung ist auf Seiten der Gesellschaft somit als nicht eingefordertes Gesellschafterdarlehen zu betrachten.
Im Übrigen treten solche Forderungen der Gesellschafter hinter den Forderungen Dritter im Notfall (sprich Insolvenz) zurück.

Mit freundlichen Grüße
Andreas Wehle
Rechtsanwalt /Aachen

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