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Gewährleistung bei Bauträgerinsolvenz


| 05.11.2006 11:26 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht



Hallo,
ich habe vor dreieinhalb Jahren ein Haus von einem Bauträger bauen lassen. Laut Bauleistungsbeschreibung (und soviel ich weiß auch laut BGB) gilt hier eine Gewährleistungszeit von fünf Jahren.
Der Bauträger ist nun vor zwei Jahren insolvent gegangen, die Firma existiert also nicht mehr.
Nun habe ich festgestellt, dass unsere Heizung Wasser verliert. Da es sich um eine Fußbodenheizung handelt befürchte ich hohe Reparaturkosten.
Da der Bauträger ja nun nicht mehr existiert, kann ich von dem ja keine Gewährleistung mehr verlangen (oder doch? Vom Insolvenzverwalter?)
Kann ich vom Handwerker direkt die Beseitigung des Mangels verlangen?
Und wenn ja: gelten auch hier noch die 5 Jahre Gewährleistungsfrist?
Wie sollte ich vorgehen, damit ich sicher meine Heizung repariert bekomme (Schreiben, Fristen, Anwalt etc.)?

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Sehr geehrter Ratsuchender,

sofern der Bauträger nicht mehr existiert, können Sie keine Gewährleistungsansprüche geltend machen, da Ihr Vertragspartner nicht mehr vorhanden ist.

Sollte der Bauträger noch bestehen, aber im Rahmen des Insolvenzverfahrens abgewickelt werden, kann eine Nachbesserung gegenüber dem Insolvenzverwalter verlangt werden, wenn das Unternehmen fortgeführt wird. Meist wird dieser aber auf Schadensersatzanprüche verweisen, die zur Insolvenztabelle angemeldet werden können. Vielfach erhält der Bauherr dann -wenn überhaupt- nur eine bescheidene Quote, mit der nicht nachgebessert werden kann.

Gegen die Handwerker selbst haben Sie keinen Anspruch, da diese nicht Ihre Vertragspartner geworden sind. Es besteht zwar die Möglichkeit, dass der Bauträger Ihnen seine Gewährleistungsansprüche gegen die Handwerker zur eigenen Durchsetzung abtritt. Meist haben dann aber die Handwerker noch offene Forderungen gegen den insolventen Bauträger und sind nicht verpflichtet, Nachbesserungsarbeiten durchzuführen.

Letztlich kann ich Ihnen nur empfehlen, eine Anwalt mit der Vertretung Ihrer Interessen zu beauftragen, da der Verfahrensstand des Insolvenzverfahrens genau geprüft werden sollte. Unter Umständen besteht auch noch eine Gewährleistungsbürgschaft, die in Anspruch genommen werden könnte. Erfahrungsgemäß bedeutet die Insolvenz des Bauträgers aber finanzielle Nachteile, so dass Sie sich keine zu großen Hoffnungen machen sollten.

Mit freundlichen Grüßen

Kaussen
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 05.11.2006 | 12:06

Sehr geehrter Herr Kaussen,

eine Nachfrage: was wird mich denn die Inanspruchnahme eines Anwaltes, der das Insolvenzverfahren prüft, so ungefähr kosten? Wenn nämlich die Chance auf Erfolg sehr gering ist, dann will ich nicht auch noch viel Geld für einen Anwalt ausgeben (die Reparaturkosten werden dann wahrscheinlich hoch genug ausfallen).

Vielen Dank!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 05.11.2006 | 13:48

Für eine Erstberatung darf der Anwalt von einem Verbraucher höchstens 190,- EUR netto an Gebühren verlangen.

Sollte darüber hinaus eine weitere Vertretung erforderlich werden, richten sich die Kosten bei Abrechnung nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz nach dem Streitwert. Dieser besteht vorliegend in der Höhe des Reparaturaufwandes. Da mir dieser nicht bekannt ist, kann ich die Kosten nicht vorab einschätzen.

Mit freundlichen Grüßen

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