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Gelten PN und ICQ als gültige Kaufverträge?


20.12.2006 22:29 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Sehr geehrter Damen und Herren,

meine Frage bezieht sich auf folgenden Sachverhalt und betrifft ein Internetprojekt.
Unterhaltungen über das Projekt und über die Kaufsumme von 1.xxx Euro wurden über einen Messenger und per Private Nachrichten in einen Forum getätigt.
Es wurde sich auf diesem Weg darauf geeinigt das alles über Ratenzahlung abgewickelt wird.
Eine Rate davon wurde auch überwiesen, allerdings fehlte mir ab dann einfach das Geld um weiterhin Raten zu bezahlen.

Leider ist auch mitlerweile meine Interesse an diesem Projekt stark gesunken und in der Zwischenzeit habe ich auch erfahren das dieses Projekt schon mal jemanden für etwa ein virtel der Summe angeboten wurde was mich im Bezug auf meine ausgemachte Summe sehr negativ beeinflusst.

Nun habe ich ihm mitgeteilt das ich keine Interesse mehr an diesem Projekt habe und es auch finanziell nicht schaffen würde, absolut nicht.

Es wurde also kein eindeutiger Kaufvertrag in Form von eMail, Fax oder Bief abgeschlossen.

Meine Frage nun...

Was bleiben mir für Möglichkeiten von diesem Projekt zurückzutreten? Kann er mich damit rechtlich belangen etc. ?

Es würde mich freuen, falls dieses Problem per schriftlicher Antwort nicht richtig geklärt werden kann, bzw. mir die Antwort nicht ausreicht, das man eventuell sich auch mal telefonisch in Verbindung setzen kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Der Hilfesuchende
20.12.2006 | 23:44

Antwort

von


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81827 München
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Web: www.Gabriele-Koch.de
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Sehr geehrter Hilfesuchender,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

Kaufverträge können (mit Ausnahme von Immobiliengeschäften) in der Regel formfrei geschlossen werden, also z.B. mündlich oder eben auch per ICQ oder PN. Auch wenn Sie leider nicht angeben, um welche Art von Vertrag es sich genau handelt, ist also aller Wahrscheinlichkeit nach davon auszugehen, dass ein rechtsgültiger Vertrag zustande gekommen ist.

Da es sich um einen Fernabsatzvertrag handelt, haben Sie evtl. ein Widerrufsrecht gem. §§ 312d, 355 BGB (wenn nicht ein Fall des § 312 d IV BGB vorliegt). Wurden Sie hierüber belehrt? Wenn nicht, können Sie das Widerrufsrecht auch jetzt noch ausüben, obwohl bereits eine Rate bezahlt wurde.

Andernfalls sind Sie an den Vertrag gebunden, denn ein Rücktrittsrecht wegen "nachlassendem Interesse" sieht das Gesetz nicht vor. Da bliebe nur noch die Möglichkeit, sich mit dem Vertragspartner einvernehmlich zu einigen.

Ich hoffe, Ihnen damit einen Überblick gegeben zu haben und verweise auf die kostenfreie Nachfragefunktion.

Gerne übernehme ich auch eine telefonische oder persönliche Beratung, was dann allerdings mit weiteren Kosten verbunden wäre. Meine Kontaktdaten finden Sie unter www.Gabriele-Koch.de

Mit freundlichen Grüßen
RAin Gabriele Koch


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