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Foto Ebay


17.10.2007 16:35 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo, ich habe vor einigen Tagen eine Auktion eingestellt und dabei ein Foto aus dem Internet verwendet (Ausschnitt Wand mit Tapete). Bereits kurz darauf erhielt ich ein böses Schreiben und eine Aufforderung sofort 500 Euro Schadensersatz zu zahlen, da dieses Foto angeblich von einem Ebay-Tapetenshop stammt und diese Ihre Urheberrechte verletzt sehen. Außerdem wird mir Urkundenfälschung unterstellt da angeblich das Copyright entfernt wurde. Ich habe dieses Foto aber so copiert da war kein Copyright und auch die Farben sind viel dunkler. Angeblich hat der Tapetenshop,laut eigener Aussage, seine Fotos zusätzlich angeblich unsichtbar markiert und es deshalb auch entdeckt. Es ist jedoch auch der einzige Tapetenshop im ganzen Ebay der so ein Foto verwendet, es also zu entdecken war nicht schwer. Ich bezweifle eine unsichtbare Markierung und glaube das man mir mit bereits erfolgten Droh-Emails Angst machen will um mich zu einem Geständnis zu zwingen und die 500 Euro zu zahlen. Bisher erhielt ich noch keinen Beweis das das Foto urheberrechtlich von dem Shop stammt. Ich erhielt einen Einschreibebrief der Firma(handschriftlicher Umschlag) dessen Annahme ich jedoch verweigerte. Daraufhin erhielt ich wieder eine Email mit der Androhung einen Anwalt einzuschalten, diesen mit einer Überlassungserklärung zu beauftragen und Strafanzeige wegen Urkundenfälschung zu erstatten sollte ich nicht bis 18.10.,also morgen eine Stellungnahme abgeben, schließlich wären sie kein Wohnzimmerhandel sondern der größte Internet-Tapetenhandel Deutschlands. Anbei als Emailanhang erhielt ich eine Rechnung mit Briefkopf der Firma und einem unerhörtem Betrag über eine erneute Zustellung des Einschreibens.
Zu erwähnen wäre noch das ich das Angebot einige Sunden nach Einstellen sofort aufgrund eines Fehlers beendet habe, in dieser kurzen Zeit wurde jedoch eine Tapete ersteigert/Sofortkauf, dies geschah jedoch nicht durch das Ebaykonto des Tapenshops direkt sondern über ein 2. Ebaykonto welches als Privat gekennzeichnet ist und wohl zusätzlich der Inhaberin des Tapetenshops gehört. Die Drohmails kamen einmal über den Shop selbst wie auch über dieses 2. Ebaykonto wo der Kauf erfolgte. Da ich das Angebot sofort herausnahm/beendete teilte ich der Käuferin mit das ich aufgrund des Fehlers im Angebot den Artikel leider nicht verkaufen kann und bot sofortige Rückerstattung von evtl.bereits bezahltem Artikelpreis an. Daraufhin wurde mir mitgeteilt das man den Artikel eh nicht zahlen wird und ich den Kaufpreis von der Forderung der 500 Euro Schadensersatz ja gleich abziehen könnte.
Was soll ich tun? Bitte um Hilfe, Vielen Dank
P.S. würde im Falle einer Klage meine Rechtschutzversicherung in Kraft treten (private Rechtschutzversicherung)?

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),


wenn Sie das Foto in diesem Zustand aus dem Internet kopiert haben, kann eine Urkundenfälschung nicht vorliegen.

Anders sieht es hingegen mit der Urheberrechtsverletzung aus; sollte die Gegenseite tatsächlich Urheber oder Rechtsinhaber sein, wären Unterlassungs- und auch Schadensersatzansprüche dem Grunde nach gerechtfertigt. Diesen Nachweis könnten Sie auch verlangen.

Die Höhe kann so nicht geklärt werden, da es dazu näherer Informationen bedarf, die allein in Rahmen einer Individualberatung abgeklärt werden können.

Daher sollten Sie entweder einen Anwalt mit der weiteren Prüfung beauftragen, oder aber mit der Gegenseite über die Höhe verhandeln.

Die Privatrechtsschutz wird vermutlich hier nicht eingreifen - hierzu können Sie dort aber einfach anrufen, den Sachverhalt schildern und erhalten dann die Entscheidung des Versicherers.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 18.10.2007 | 19:21

Hallo, heute erhielt ich eine Rechnung des Shops über 500,- Bezeichnung: Verstoß gegen Urheberrecht.
Anbei ein Schreiben das mir vorgeworfen wird ein selbsterstelltes Produktbild aus dem Ebayangebot ohne Genehmigung verwendet zu haben und zur Untermalung des Ganzem eine Gerichtskopie, Urteil des Amtsgerichtes Rendsburg 11 C 360/06, verkündet am 29.01.07. In diesem Rechtsstreit verklagte die Inhaberin des Shops einen Ebaynutzer wegen Verwendung Ihres Fotos (dies wäre durch ein Copyright auf der Angebotsseite mit anhängenden Geschäftsbedingungen vermerkt) der Klägerin und der Kopie Ihres Angebotstextes. Der Beklagte räumte darin ein die Tat begangen zu haben und wurde zu 500,- Euro Schadensersatz verurteilt.
Ich bestreite den Vorwurf und einen Vergleich mit dieser Klage, ich habe mein Foto nicht von einer Angebotsseite dieses Shops. Es ist zwar ähnlich dem des Shops, ist aber nicht wirklich identisch, es hat wesentlich dunklere Farben und kein Copyright. Letzteres unterstellt man mir vorsätzlich entfernt und somit Urkundenfälschung begangen zu haben, dies ist nicht wahr und eine ungeheuerliche Unterstellung.
Ich habe die Shopinhaberin bereits 2 Mal aufgefordert mir einen Beweis zukommen zu lassen das es sich bei dem von mir verwendetem Foto tatsächlich um Ihr Eigentum/Urheberrecht handelt. Dies wurde bisher ignoriert. Stattdessen erhielt ich diese besagte Rechnung. Muß ich auf diese Rechnung reagieren und wenn wie? Muß mir die Dame nicht einen Beweis/Nachweis erbringen das es sich tatsächlich um Ihr Foto handelt. Da könnte ja jeder irgentjemanden eine Rechnung schreiben mit nicht bewiesenen Unterstellungen, bei Nichtzahlung mit einem Anwalt bzw. einer Klage drohen und hoffen das derjenige zahlt. Was würden Sie mir raten? Danke nochmals und hoffe auf eine helfende Auskunft. Mit freundlichen Grüßen, P.D.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.10.2007 | 07:52

Hier sollten Sie in der Tat den Nachweis verlangen, dass das von Ihnen genutzte Foto von der Gegenseite erstellt worden ist. Bis dahin sollten Sie die Ansprüche dann zurückweisen.


Auf weitere außergerichtliche Schreiben brauchen Sie dann nicht immer reagieren.

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