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Defekte Stromleitungen in der Mietwohnung

| 31.01.2009 09:08 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger


Guten Tag,

ich wohne mit meiner Frau seit einigen Jahren in einer 60qm-Mietwohnung. Da es ein altes Haus ist, hatten wir schon öfters kleinere Probleme mit den Strom-und Wasserleitungen. Nun gab es in der Küche wegen Überlastung einen Kabelbrand; die Steckdose samt Stecker sind durchgeschmort. Der Vermieter hat auch einen Elektriker beauftragt, der festgestellt hat, daß für die gesamte Wohnung nur ein Stromkreis vorhanden ist und definitiv zu wenig Steckdosen verfügbar sind. Es bestehe akute Brandgefahr. Dem Vermieter wurde ein Kostenvoranschlag vorgelegt, um eine zusätzliche Leitung aus dem Keller in die Wohnung zu legen. Bisher haben wir keine Zusage erhalten daß diese Installation auch durchgeführt wird.

Meine Frage dazu: Da es sich aus meiner Sicht um einen erheblichen Mangel handelt und Gefahr im Verzug ist, ist der Vermieter verpflichtet dies beheben zu lassen? Und falls er dies nicht tut, besteht ein Recht auf Mietminderung?

Ergänzend muß ich erwähnen, daß wir selbstverständlich vorsichtig sind immer alle elektrischen Geräte die nicht benötigt werden ausschalten. Zum Zeitpunkt des Kabelbrandes waren nur 2 aktive Geräte an der Steckdose angeschlossen!

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Online-Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen summarisch wie folgt beantworten:

Selbstverständlich muss der Vermieter hier schnell handeln, wozu Sie ihn unbedingt schriftlich auffordern sollten.

Zu schwach dimensionierte Stromleitungen, die dazu führen, dass der Mieter übliche Haushaltsgeräte nicht anschließen kann, stellen einen Mangel dar, der zur Mietminderung berechtigt. (Thieler/Huber, Mietminderungsliste von A-Z).

Eine unvorschriftsmäßig verlegte elektrische Leitung, die geeignet ist, einen Kurzschluss zu verursachen und dadurch einen Brand herbeizuführen, stellt einen erheblichen Mangel des Gebäudes dar. (BGH, Urteil vom 27.03.1972, LM Nr. 20 zu § 537).

Sofern eine Mikrowelle nicht betrieben werden kann, so ist dies aber ersatzlos hinzunehmen. Wie hoch die Minderung in Ihrem Fall sein kann, ist natürlich im Einzelfall zu prüfen.

In diesem Fall könnte sogar an ein außerordentliches Kündigungsrecht (nach vorheriger Aufforderung, die Mängel zu beseitigen) gem. § 543 BGB oder wegen Gesundheitsgefährdung nach § 569 I BGB gedacht werden.

Ich hoffe, Ihren einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Bitte beachten Sie, dass diese Beratung eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen nicht ersetzen kann. Für Rückfragen und die weitere Interessenvertretung stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Steininger
Rechtsanwalt

www.anwalt-for-you.de

Bewertung des Fragestellers 02.02.2009 | 14:12

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