Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Betreuuerwechsel


17.04.2006 14:43 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Elmar Dolscius



1.
Ich möchte die Betreuung meiner Mutter,sie lebt jetzt im Seniorenheim, vom jetzigen Betreuer auf mich vom Vormundschaftsgericht beantragen.
Ich habe bereits die Betreuung für meinen Vater. Meine Eltern sind geschieden, aber beide möchten jetzt wieder zusammen wohnen.
Das Haus ist groß genug. Ich kann eine Vollzeitpflegekraft einstellen, die auch 24/7 im Haus wohnen kann.
2. Ich möchte beim Vormundschaftsgericht die Abrechnungen d. Betreuerin einsehen, weil ich vermute, daß nur abkassiert wird.
Welchen Grund soll ich angeben um Akteneinsicht zu bekommen?
Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf der Grundlage der mitgeteilten Informationen.

1. Der Wechsel eines Betreuers ist grundsätzlich möglich, sollte aber in der Regel vermieden werden, da der Betreute sich in diesem Fall an eine neue Person gewöhnen muss, was den meisten Betreuten schwer fällt. Gleichwohl hat der Betreute das Recht, einen anderen Betreuer vorzuschlagen. Sofern dieser gleich gut geeignet und bereit ist, die Betreuung zu übernehmen, wird das Vormundschaftsgericht dem Wechsel zustimmen, wenn es dem Wohl des Betroffenen dient.
In Ihrem Fall sollte dem nichts entgegenstehen, da Sie Ihren Ausführungen gemäß zur Betreuung in der Lage sind. Verstärkend kommt die Tatsache hinzu, dass sich der Betroffene, Ihre Mutter, nicht an einen "neuen" Betreuer gewöhnen muss. Auch das Zusammenleben ihrem ehemaligen Lebenspartner dürfte für einen Wechsel sprechen.
Den Wechsel muss jedoch Ihre Mutter beantragen.

2. Was die Einsicht der Akten betrifft, so haben Sie darauf ein Recht, wenn Sie ein berechtigtes Interesse glaubhaft machen können, § 34 FGG. Wenn Sie Unstimmigkeiten vermuten und diese auch glaubhaft machen können (glaubhaft machen bedeutet nicht, dass Sie einen Beweis führen müssen. Sie müssen ledigich dem Gericht darlegen können, worauf sich Ihre Vermutung begründet), liegt ein berechtigtes Interesse vor. Dies umso mehr, da Sie einen Betreuerwechsel auf sich selbst anstreben. Bei vorhandenen Unstimmigkeiten kann im Fall eines Betreuerwechsels ein Anspruch gegen den Betreuer gegeben sein. Dieser würde auch ein berechtigtes Interesse begründen.
Auch oder gerade Ihre Mutter kann natürlich Akteneinsicht fordern, wenn Sie ihr berechtigtes Interesse auf mögliche Unstimmigkeiten bei bsw. den Abrechnungen stützt.

Ich hoffe, Ihnen damit eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben. Bedenken Sie jedoch, dass diese Art der Erstberatung in keinem Fall die Beratung durch einen Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Mit freundlichen Grüßen

Elmar Dolscius
(Rechtsanwalt)
FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60078 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Ausführlich, verständlich und klar geschrieben. Sehr zufrieden. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr RA Vasel erschien mir sehr kompetent, da er auch bei angedachtem weiteren Verfahren meines Steuerberaters fundierte Bedenken, gerade paradoxerweise bezüglich eventuell sich daraus ergebender steuerlicher Nachteile, hatte ... ...
FRAGESTELLER
3,2/5,0
Ohne Paragraphenangabe, alles pi x Daumen, man hätte zb § 850d ZPO oder sowas erwähnen können, Frage wurde obendrein unvollständig beantwortet aber Alles in Allem eine kleine Übersicht, musste im Endeffekt trotzdem alles Nachschlagen ... ...
FRAGESTELLER