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Berechnung der Höhe des Tagessatzes

02.12.2011 20:48 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Hallo,

2008 habe ich im Rahmen meiner nebenberuflichen Tätigkeit eine meiner Rechnung vergessen und somit die Steuer (ESt. und Soli 10.545 Euro / USt. 3.800 Euro) durch Nichtangabe verkürzt.

Ich habe nun einen Strafbefehl über 90 Tagessätze in Höhe von je 300 Euro (= 27.000) Euro erhalten. Dies entspräche einem monatlichen Nettoeinkommen von 9.000 Euro.

In den vergangen 11 Monaten (Jahr 2011) habe ich dieses monatliche Einkommen durchschnittlich erreicht. Allerdings zählten hierzu einmalige / variable Zahlungen aus einem Option Plan, Bonuszahlungen, Provision und eine Dienstwagenpauschale. Mein monatliches Fix-Einkommen betrug ca. 4.100 Euro Netto.

Fragen:
Wie berechnet sich die Tagessatzhöhe?
Empfehlen Sie mir gegen die Höhe des Tagesatzes Einspruch zu erheben?

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Sehr geehrter Ratsuchener,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich anhand Ihres Einsatzes und des von Ihnen geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:

Die Errechnung der Tagessatzhöhe ist Teil der richterlichen Strafzumessung, gem. § 40 II StGB.

Die Tagessatzhöhe errechnet sich nach Ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen, wie sie sich zum Zeitpunkt des Erlasses des Strafbefehls darstellen.
Dabei wird i.d.R. das monatliche Nettoeinkommen angesetzt. Es werden alle Einkünfte aus selbständiger und nichtselbständiger Tätigkeit berücksichtigt, sowie sonstige Einkünfte. Der Saldo aller! wirtschaftlich vermögenswerten Zuflüsse und Ihrer Belastungen ist entscheidend.

Bei wechselnden Einkünften wird ein Durchschnitt der in der Vergangenheit liegendenden Einkünfte ermittelt.

Zwar betrug Ihr Fix Einkommen 4100 Euro Netto.
Provisionen, Bonuszahlungen etc. wachsen jedoch als wirtschaftlicher Vorteil Ihrem Einkommen zu. Werden mithin bei der Strafzumessung berücksichtigt.


Dennoch kann sich die Einlegung eines Einspruchs lohnen, wenn sich Ihr Einkommen momentan drastisch verändert hat oder Sie die Chance sehen, auch wirtschaftliche Ausgaben geltend machen zu können.

Es werden dann aber auch die Gerichtskosten zu zahlen sein, die sich nach Ihrer Strafe richten (die recht hoch ist!).


Die Einlegung eines Einspruch muß jedenfalls innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung Ihres Strafbefehls erfolgen.
Zu empfehlen wäre dann, den Einspruch auf die Höhe der Tagessätze zu beschränken. Mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft kann das Gericht im Beschlußverfahren über die Höhe der Tagessätze entscheiden.
Der Tatvorwurf wird somit nicht mehr geklärt, die Tat wird rechtskräfig.



Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen.

Mit freundlichen Grüßen

Juliette Descharmes Rechtsanwältin

Schloßberg 15-17
75175 Pforzheim

Tel.: 07231-4264333
Fax: 07231-5894811
e-mail: descharmes@dg-kanzlei.de
www.dg-kanzlei.de


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