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Warenkreditbetrug in Höhe von ca. 10.000 Euro


31.10.2006 13:09 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo,

ich habe ein riesenproblem.
Ich wurde gezwungen diverse Waren im Internet zu bestellen auf Namen die aus Todesanzeigen stammen ,und in diversen dingen wurden die Kontonummern für die Blumenspenden angegeben.
Problem 1.

Alles kam auf meine Adresse/wurde von mir angenommen, teilweise auch auf c/o und meinen Namen.

Problem 2.

Die Kripo ermittelt gegen mich wegen Warenkreditbetrug,
ich weiss nicht in wie vielen Fällen und inwiefern und wieviel sie ermitteln konnten.
gehen wir davon aus das es sich um einen wert von 10.000 euro dreht, was steht mir bevor??
inwiefern kann ich die Person die dafür eigentlich verantwortlich ist, die mich dazu gezwungen hat zur verantwortung ziehen?
Ich habe einen Zeugen der das bezeugen kann, diese person die mich gezwungen hatte, hatte auch einen 2 schlüssel zu meiner wohnung!

Wie hoch ist meine Chance die verantwortliche person heranzuziehen , und ich gehe davon aus das sie alles abstreiten wird.
ABER: es wurde auch ware an die adresse dieser person geliefert?

Problem:

Nur meine tauchte überall auf, meine Wohnung, meine IP.
Ich habe auch die Ware empfangen.

wie sind meine chancen??

liebe grüsse

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Sehr geehrte Ratsuchende,


hier haben Sie in der Tat ein echtes Problem. Denn aufgrund der IP-Nummer kann es sein, dass Sie zur Verantwortung gezogen werden. Es gibt dazu einen Beschluss eines Landgerichtes, dass allein aufgrund einer IP-Nummer (obwohl die tatsächliche Identität nicht mit dem dazugehörigen Inhaber identisch gewesen ist), eine Verantwortlichkeit bejaht hat.

Sie sollten nun gegenüber den vertragspartnern darstellen, dass Sie es nicht gewesen sind und die Erklärungen wegen Drohung anfechten.

Dieses alles müssen Sie aber nachweisen. Sie schreiben ja, dass der tatsächliche Täter die Verantwortlichkeit abstreiten wird, so dass dem Zeugen nun eine elementare Bedeutung zukommen wird.

Es wird also darauf hinaus laufen, inwieweit diesem Zeugen geglaubt wird.

Dieser Zeuge sollte schon einmal alles aufschreiben und die Aussage dann auch vor einem Notar machen.


Bezüglich des Ermittlungsverfahrens gilt im Prinzip das Gleiche. Auch dort werden Sie den Nachweis Ihrer Unschuld führen müssen. Wie die Chancen genau aussehen, ist ohne Kenntnis des Akteninhaltes nicht vorherzusagen. Hier sollten Sie SOFORT einen Rechtsanwalt beauftragen (wobei der Auftrag auch zunächst auf die Akteneinsicht beschränkt werden kann), um dort alle Beweise schon im jetzigen Stadium vorbringen zu können.

Kommt es zu einer Verurteilung, werden Sie, ja nach eventueller Vorbelastungen, mit einer Gefängnisstrafe mit oder ohne Bewährungsaussetzung rechnen müssen.

Daher sollten Sie schnell einen Rechtsanwalt beauftragen.

Auch müssen Sie unbedingt dafür Sorge tragen, dass nicht weitere Strafvorwürfe gegen Sie (z.B. wegen einer nicht eingelösten Lastschrift) erhoben werden, da dann die Bewährung in der Tat auf dem Spiel steht.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle


Nachfrage vom Fragesteller 01.11.2006 | 17:50

Bisher war ich nicht vorbestraft.
Wie hoch könnte die Gefängnissstrafe ausfallen?
Kann es sein das gegen mich ein Haftbefehl ausgestellt wird,
ich habe schon meinen Anwalt beauftragt akteneinsicht zu holen,aber der ist bis montag im urlaub.
was wenn mich die Kripo irgendwo aufgabelt?
Ich habe grosse Angst, und halte den druck nicht aus!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.11.2006 | 18:08

Sehr geehrte Ratsuchende,


vermutlich wird es dann nicht zu einer Gefängnisstrafe kommen und wenn, wird diese wohl zur Bewährung ausgesetzt werden.

Ein Haftbefehl wird auch nicht ausgestellt sein, da ich nach Ihrer Schilderung keinen Haftgrund sehe.


Setzen Sie sich dann in der nächsten Woche mit dem Kollegen zusammen, um die weiteren Schritte und insbesondere die Frage der Beweissicherung zu besprechen.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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