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Baumangel: fehlende Drainage


14.02.2005 22:02 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht



Vor Vertagsabschluß des Bauträgervertrages im Aug. 2004 wurde dem Bauträger (BT) ein Bebauungspaln ausgehändigt.
Bei den Vorgesprächen wurde von uns mehrmals der Einbau einer Ringdrainage um des Keller angesprochen. Dies wurde vom BT stets abgetan mit den Worten "Das wird nicht benötigt".

Nach Baubeginn (Sep. 2004) wurde im Oktober abermals der BT schriftlich darauf hingewiesen, daß unserer Meinung nach weitere Maßnahmen erforderlich sind, um Wasserschäden durch eindringendes Wasser zu verhindern. Dies wurde kommentiert mit den Worten "Ich schicke Ihnen einen Dreizeiler, daß dieses nicht nötig ist". Eine Antwort ist bisher noch nicht gekommen und das Thema wurde auch nicht wieder angeschnitten.

Nun steht nach Regenfällen das Wasser Unterkante Kellerfenster.

Wer muss nun für die erforderlichen Massnahmen zum Beispoel eine Drainage oder Ähnliches nachträgliches einbauen lassen, aufkommen, ebenso für Wasserschäden durch eindringendes Wasser falls es soweit kommen sollte.



Im Anhang noch ein Auszug aus dem Bebauungsplan, der dem BT ausgehändigt wurde:
(Zur Info: Unser Bau liegt in der südlichen Hälfte)

2.1.9 Wasserwirtschaftliche Situation und Gewässer

Der Hangbereich wird im Süden durch den außerhalb des Gebietes verlaufenden Baches begrenzt (Talaue). Weitere Gewässer sind nicht vorhanden.
Bezüglich der hydrologischen Bedingungen im Gebiet kommt der Gutachter zu folgenden Aussagen:

„...
Der Grundwasserspiegel der sich aus Sicker- und Schichtenwasser aufbaut, liegt ab der Mitte des Baufeldes nach Süden hin zum Bach in einer mittleren Tiefe von 2,4 m ab Gelände OK. Dieser Wasserspiegel ist nicht gespannt. Bei anhaltenden und starken Niederschlägen wird jedoch verstärkt Sickerwasser und Schichtwasser von Norden her zugeführt Da im Baugebiet stark bindige Böden vorherrschen, verbleibt der oben genannte Wasserspiegelhorizont in seiner Tiefe, wenn die natürlich anstehenden Böden verbleiben, also nicht gestört werden. Werden jedoch Baugruben, Gräben oder sonstige Aufschlüsse getätigt, die diesen Horizont freilegen oder bis ca. 1 m über diesen Horizont reichen, wird sich bei zufließendem Schicht- und Sickerwasser in diesen Baugruben das Wasser aufstauen und kann sich bis -1,0 m von OK Gelände Einpegeln. Da der Baugrund kaum wasserdurchlässig ist besteht nur eine geringe Versickerung und Ablauf, d. h., wenn kein Ablauf geschaffen wird sind die Baugruben und Gräben langzeitig geflutet.
Eine Bebauung im herkömmlichen Sinne mit gemauerten erdeinbindenden Außenwänden ist jedoch auch in diesem tiefliegenden Bereich möglich, wenn folgendes beachtet wird: Grundsätzlich wäre zu empfehlen, in Bezug auf die bindigen Erdstoffe, die Gründung von Bau werken über eine Bodenplatte durchzuführen. In der nördlichen Hälfte des Baugebietes könnten ......
In der südlichen Hälfte, zum Bach hin, wäre es grundsätzlich zu empfehlen, das erdeinbindende Geschoss als weiße Wanne auszuführen. Es ist jedoch möglich, hier ein herkömmliches Mauerwerk verstärkt zu schützen (z. B. mit einer stärkeren vorgesetzten Drainplatte) und eine gut funktionierende Ringdrainage um das Gebäude mit entsprechendem Ablauf vorzusehen, wobei jedoch das Gebäude nicht tiefer als -2.4 m unter jetziger Geländeoberkante gegründet sein sollte. Bei tieferreichenden Bauwerken ist eine weiße Wanne erforderlich.

Bezüglich der Versickerungsfähigkeit des Bodens (Oberflächenwasser) kommt das Gutachten zu folgendem Ergebnis:
„.....“
D. h. der Boden ist nicht versickerungsfähig.


Ende Auszug Bebauungsplan.

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Guten Abend,

nach Ihrer Schilderung ist die Verantwortlichkeit hinsichtlich der fehlenden Versickerung eindeutig: ist grundsätzlich der Bauunternehmer, hier also Ihr Bauträger, verantwortlich für eine ordnungsgemäße Abfuhr aufstauenden Wassers, so gilt dies erst recht, da auch im Bebauungsplan auf diese Schwierigkeiten ausdrücklich hingewiesen worden ist.

Ihr Bauträger ist damit zum einen verantwortlich für eine unmittelbare Schadensbeseitigung, zum anderen auch für eine fachgerechte Ausführung des Baus, um künftige Wasserschäden zu vermeiden.

Sie sollten die Mängelanzeige Ihrem Bauträger noch einmal schriftlich zugehen lassen und diesen auffordern, den Mangel zu beseitigen. Geben Sie Ihm hier eine Frist von mindestens zwei Wochen und fordern Sie ihn auf, Ihnen für den Fall, daß er diese Frist für nicht angemessen erachtet, Ihnen binnen der vorgenannten Frist verbindlich mitzuteilen, bis wann der Mangel beseitigt wird.

Sofern Ihr Bauträger auf den Mangel nicht reagiert, sollten Sie ein Beweissicherungsgutachten bei Gericht beantragen, um die Mängel dokumentieren zu lassen. Sie sollten hier aber, da es sich um eine juristisch anspruchsvolle Materie handelt, einen Anwalt aufsuchen, um die weiteren Schritte abzusprechen.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Rechtsanwalt und auch Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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