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Aussichten der Berufung gegen Verurteilung wegen Körperverletzung durch Ausrutschen der Hand gegenüb


| 15.10.2007 02:55 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jens Jeromin



sehr geehrte damen umd herren,

Ich hatte am 10.10.2007 hauptverhandlung wegen vorsätzliche körperverletzung am 18.02 an meine 14 jährige tochter und wurde verurteilt zur 3 monate gefängnis auf bewährung und 130 tagessätze je 30 euro geldstrafe als bewährungsauflage.
Ich habe sie beim streit im auto einmal mit handaussenfläche geschlagen so das ihre rechte auge geschwollen hat, ohne denn absicht sie zu verletzen, sondern sie zu vernunft zu bringen mich nicht mehr zu belügen, und mit mir als tochter zu reden.
Dannach haben wir uns wieder normal unterhalten.
Staatsanwalt machte mir vorwurfe das ich sie mehrmals mit faust in gesicht geschlagen habe obwohl das nicht die wahrheit entsprach und verlangte strafe in höhe von 750 euro damit nicht zu gerichtverhandlung kommt.

Bei der hauptverhandlung war ich ziemlich gut gelaunt weil ich mir ziemlich sicher war das ich freigesprochen werde, daher bei anfängliche fragen über meine identität noch lächelte, doch dem richter kam das vor als wurde ich mich über gericht und staatsanwalt lustig machte, was er zu mir auch sagte.
Ich kommentierte nur das die ganze anfangsbefragungen überflüssig wären da er sowieso alles im akte hatte, sogar meine einzige vorstrafe von 1999 wegen EC-betrug. Dabei überprüfte er nicht mal ob wirklich das ich bin z.b durch einfache verlangen vom personalausweis (das ist mir apsurd weil so könnte irgend eine wirklich schwere straftäter beste alibi vom gericht selbst bekommen mit behauptung er wäre bei gerichtverhandlung gewesen).

Bei erklärung wie es zu körperverletzung gekommen ist, hab ich erklärt das ich mich mit tochter gestitten habe und es liegt im natur des menschen das sie sich beim streiten nicht streicheln, was er dann behauptete/fragte später ich sei der meinung das es normal sei das sich die menschen schlagen beim streit, worauf ich ihm sagte das ich das nicht gesagt habe, denn sclichlich hab ich mich in diese mehr als 10000 tage leben schon mehrmals gestrieten und nie jemanden geschlagen. Dafür bekamm ich 50 euro strafe weil ich ihn unterbrochen habe, obwohl das meine antwort war auf seine frage. Er drohte mir sogar das ich da bleiben werde und nicht mehr heim kommen werde, worauf ich sagte das ich bleibe wenn es für ihn ein sinn hätte. Darauf holte er 2 wachmeister, meine meinung nach um zu inscenieren eine situation für gerechtfertigkeit seines handlung. Er befahl mir ich soll still sein und befürwortete meine aussage er sei da herr im haus.
Als meine tochter reingekommen war als zeugin, sagte ich zu ihr noch vor dem richter nur "hi Lisa bist du mit deine mutter gekommen?" und das war für richter wieder ein grund mich zu bestafen mit 100 euro mit dem begründung ich habe ihn unterbrochen, natürrlich wieder mit strengen ton ich soll still sein.
Meine tochter war deswegen eingeschüchtert so das sie keine aussage mehr machte. Sie war sogar so eingeschüchtert das sie bejahte bemerkung vom richter ihre adresse soll anonym bleiben, obwohl ich schon seit anfang märz weiss wo sie mit ihre mutter wohnt. Natürrlich beim richter weckte das der eindruck das meine tochter keine aussage macht aus angst vor mir was nicht war ist.
Kurz vor urteilverkündigung kamm von mir getrenntlebende frau als zeugin um mich zu entlasten, denn sie hat mich damals auch angezeigt und nicht unsere tochter, und das nicht mit dem grund um mich zu bestafen sondern um sie im ruhr zu lassen da ich damals mich mit ihr versöhnen wollte. Doch der richter schickte sie raus mit dem begründung das unsere 5-jährige sohn nicht hören sollte was er zu mir sagt...Erstens hätte mein sohn ihm nicht zugehört, und selbst wenn, dann hätte er nicht verstanden.
Meine frau kamm zu spät weil sie dachte das unsere tochter von der schule früher rauskommt um mit ihr zum gericht zu kommen.
Diese richter sagte mir ich sei arrogant, agressiv, und schlage immer wenn ich nicht mit wörte zurechtkomme usw...
Wie kann er jemanden so beurteilen, obwohl kein mensch so was über mich gesagt hat?
Schon beim anfang der verhandlung spürte ich das mich dieser richter für ziemlich unsympatisch befand, daher sagte ich zu ihm auch er soll nicht nach seine private sympatie urteilen.
Mir kamm das alles irgendwie seinerseits insceniert und er selbst kamm mir irgendwie rassistisch vor-nicht im sinne als ausländerfeindlich, sondern irgendwiede als diktator der nicht duldet menschen die sich seine meinung wiedersetzen, und wenn jemand ihm nicht sympatisch ist ist auch automatisch verbrecher.

Jetzt wollte ich fragen, ob es eine mögligkeit gibt für meinen freispruch wenn es beim berufung meine tochter und meine frau bezeugen das ich sie bis zum der zeitpunkt nie geschlagen habe.
Wir haben 5 kinder und alle können bezeugen das ich die nicht geschlagen habe (2 töchter sind sogar nicht mehr beim uns, sondern verheirated)
und ob ich mich über verhalten dieser richter auch beschweren kann, weil er machte auch mehrere fehler beim hauptverhandlung,
wie z.b verlangte kein personalausweis von mir oder von tochter, interesierte sich überhauptnicht was ich sagen wollte, schikte meine frau die als zeugin gedacht war raus, usw.

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Sehr geehrter Fragesteller,


vielen Dank für Ihre Anfrage.

Sie mussten hier die Erfahrung machen, wie Hauptverhandlungen verlaufen können, wenn man sie allein ohne Rechtsanwalt bestreitet. Sofern Sie sich dazu entschliessen sollten, Berufung einzulegen, sollten Sie umgehend einen Anwalt beauftragen, der in einer Berufungshauptverhandlung Ihre Rechte wahrt.

Ich möchte Sie zunächst darauf hinweisen, dass die Berufung dem Gericht, das Sie verurteilt hat, innerhalb einer Woche nach Urteilsverkündung vorliegen muss. Bei einer Verurteilung am 10.10. bleibt daher nur wenig Zeit. Falls Sie in der Kürze der Zeit keinen Anwaltstermin erhalten, können Sie zunächst selbst Berufung einlegen, um die Frist zu wahren.

Ob Sie in einer Berufungshauptverhandlung freigesprochen werden, lässt sich aus der Ferne natürlich nicht abschließend beurteilen.

Zunächst bestehen hier Anhaltspunkte dafür, dass Sie (natürlich ungewollt) in erheblichem Maße durch Ihr Aussageverhalten zu Ihrer eigenen Verurteilung beigetragen haben, aber der reihe nach:

1. der Richter war nicht verpflichtet, Personalausweise zu verlangen, das sieht die deutsche Strafprozeßordnung nicht vor.

2. er war hingegen verpflichtet, zu Beginn der Verhandlung Ihre Personalien zu erörtern, weil dies sehr wohl in der Strafprozeßordnung vorgesehen ist.

3. Wenn Sie geschwiegen hätten, was Ihr gutes Recht ist, wäre es schwer geworden Sie zu verurteilen, da Ihre Tochter nach Ihren Angaben nicht ausgesagt hat. Im Ergebnis hätte Sie daher in der Hauptverhandlung niemand belastet, weder Sie sch selbst noch Ihre Tochter Sie als Zeugin. Das hätte Ihre Verurteilung erschwert. So wie Sie die Situation geschildert haben, könnte der Richter Ihre Verurteilung auf Ihre eigene Aussagen, insbesondere das "hab ich erklärt das ich mich mit tochter gestitten habe und es liegt im natur des menschen das sie sich beim streiten nicht streicheln". Um dies abschließend zu klären, müssten aber die Urteilgründe und das Protokoll der Hauptverhandlung bekannt sein. Zwar gibt das Protokoll Ihre Aussagen nicht vollständig und wortwörtlich wieder, es hilft aber zumindest, das Gesagte in Teilen nachzuvollziehen.

Für Sie wäre es daher wesentlich besser gewesen, wenn Sie Ihr Schweigerecht genutzt hättten.

4. Falls Sie Ihre Frau selbst zu Verhandlung bestellt haben, damit sie als Zeugin aussagt, musste der Richter sie nicht anhören. Damit Ihr Frau als zeugin gehört wird, hätten Sie sie förmlich mittels Gerichtsvollzieher laden und diese dem gericht nachweisen müssen, weil dies die Strafprozeßordnung so vorsieht, oder Sie hätten die Ladung durch das Gericht erwirken müssen, indem Sie einen Beweisantrag gestellt hätten, der die Zeugenvernehmeung Ihrer Frau zum Gegenstand hat.

5. Gegen einen Freispruch in der Berufungshauptverhandlung spricht allerdings, dass Sie Ihre Tochter tatsächlich geschlagen haben und dieser Schlag, wenn das Auge davon geschwollen ist, auch heftig gewesen sein muss. Auch unter Erziehungsgesichtspunkten haten Sie hierzu kein Recht. Die deutsche Rechtsprechung diskutiert,ob ein erzieherischer "Klapps" toleriert werden kann, Schläge die das Auge zum schwellen bringen sind aber unzweifelhaft Körperverletzungen.

Ob Ihnen diese Köperverletztung in einer Berufungshauptverhandlung aber ebeut nachgewiesen werden kann, wenn ein Anwalt Ihre prozessualen Rechte wahrnimmt und Sie ein anderes Aussageverhakten wählen, müssen Sie mit dme von Ihnen zu wählenden Anwalt besprechen, wenn dieser die Urteilsgründe und die vollständige Ermittlungsakte mit dem Protokoll der Hauptverhandlung eingesehen hat.

Ich hoffe Ihnen auf diesem Weg eine erste rechtliche Orientierung emöglicht zu haben und verbleibe

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 15.10.2007 | 09:33

Vielen dank für euren antwort, das hilft mir weiter.

Gerichtverhandlung ist z.b in München, und ich bin wohnhaft nähe Singen am Hohentwiel.
Soll ich einen Anwalt nähe Singen beauftragen, oder aus München z.b?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.10.2007 | 10:11

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Nachfrage.

Wichtig ist, dass Sie einen Anwalt wählen, der einen Schwerpunkt seiner Tätigkeit im Strafrecht hat. Ob dieser Anwalt sich an Ihrem Wohnort oder am Gerichtsort befindet, wird sich im wesentlichen bei seinen Kosten auswirken. Unter fachlichen Aspekten ist es gleichgültig, woher der Anwalt kommt.

Der Anwalt an Ihrem Wohnort wird höhere Fahrtkosten zum Gericht in Rechnung stellen, wobei Sie auf der anderen Seite höhere eigene Fahrtkosten hätten, wenn Sie zu einer Besprechung zum Anwalt am Gerichtsort reisen.

Mit freundlichen Grüßen

Jens Jeromin
Rechtsanwalt

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