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Anspruch gegenüber Gebäudeversicherung der WEG bei Rohrbruch


| 03.09.2017 18:28 |
Preis: 30,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Eigentümerin einer Wohnung in einem 6-Parteien-Haus. In meiner Wohnung befinden sich Wasseranschlüsse im Bad, im Gäste-WC, sowie in der Küche.
Vor einigen Tagen (Montag, 28.08.17) wurde festgestellt, dass in dem gemeinschaftlich genutzten Waschkeller Wasser aus der Decke tropft. Daraufhin informierte eine im Haus lebende Mieterin den Hausverwalter. Dieser nahm Kontakt zu mehreren Firmen auf, die noch am gleichen Tag einen Wasserrohrbruch feststellten. Daraufhin wurde ebenfalls am gleichen Tag in meiner Wohnung zunächst das Gäste-WC und ebenfalls teilweise das Bad aufgestemmt.
Seitdem ist das Gäste-WC insgesamt nicht mehr nutzbar (weder Dusche noch Klo funktioniert, beim Waschbecken kommt dreckiges, verklumptes Wasser). Auch im Bad funktioniert kein Klo. Aus dem Wasserhahn der Badewanne und Waschbecken kommt entweder komplett braunes Wasser, oder "klares" Wasser mit Dreckklumpen. In der Küche tropft es nur noch aus dem Wasserhahn, ebenfalls braun und mit Dreckklumpen. In der gesamten Wohnung ist auf den Wasserleitungen kaum Druck vorhanden. Warmwasser ist in der gesamten Wohnung nicht mehr vorhanden.
In der Hoffnung, dass das Problem schnell beseitigt wird, bin ich zunächst bei Verwandten auf dem Sofa unter gekommen. Als nach 5 Tagen keine Besserung in Sicht wahr, nahm ich am Freitag, 01.09. selbst Kontakt zum Hausverwalter auf. Dieser machte sich noch am selben Tag nachmittags mit einem Vertreter der Gebäudeversicherung ein Bild vor Ort, vom gesamten Ausmaß des Wasserschadens und dessen Folgen für meine Wohnung.
Der Versicherungsvertreter teilte dabei mit, dass der entstandene Schaden natürlich übernommen werde (Neufliesen der Bäder etc.). Wäre ich Mieterin, würde laut seiner Aussage voraussichtlich ebenfalls ein Anspruch auf Mietminderung oder andere erforderliche Ersatzleistungen bestehen, da die Wohnung aktuell nur eingeschränkt bewohnbar wäre.
Da ich jedoch Eigentümerin der betroffenen Wohnung bin, bestünde diesbezüglich jedoch keine Ansprüche gegenüber der Gebäudeversicherung. Außerdem könnte bis zum Abend das Warmwasser/ Klo/ Wasserhähne übergangsweise wieder angestellt und über das Wochenende genutzt werden.
Dies war jedoch nicht der Fall. In der Wohnung ist weiterhin nur Wasser wie zuvor beschrieben vorhanden. Ich bin erneut bei Verwandten unter gekommen. ...


Daraus ergeben sich mir folgende Fragen:
Wann gilt eine Wohnung als eingeschränkt bewohnbar und wann als unbewohnbar?!
Gelten für mich als Eigentümerin der Wohnung tatsächlich andere Ansprüche gegenüber der Gebäudeversicherung, als ein Mieter hätte?
Wenn ja, welche Ansprüche habe ich als Eigentümerin gegenüber der Gebäudeversicherung der WEG?
Können diese Ansprüche auch rückwirkend geltend gemacht werden? (Ab den Tag als der Schaden dem Verwalter mitgeteilt wurde, als der Versicherungsvertreter vor Ort war...?)

Wie sollte ich nun am Besten verfahren?

Vielen Dank im Voraus und freundliche Grüße,
M. Hansmeier
03.09.2017 | 22:33

Antwort

von


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Sehr geehrte Frau Hansmeier,

zu Ihren Fragen:

Daraus ergeben sich mir folgende Fragen:
Wann gilt eine Wohnung als eingeschränkt bewohnbar und wann als unbewohnbar?!

Eine Wohnung ist dann unbewohnbar, wenn weder Bad noch Küche genutzt werden kann. Dies insbesondere dann, wenn nicht nur das Heißwasser nur nicht wie geht, sondern auch das normale Frischwasser verdreckt ist.


Gelten für mich als Eigentümerin der Wohnung tatsächlich andere Ansprüche gegenüber der Gebäudeversicherung, als ein Mieter hätte?

Nein, hier gelten dieselben Ansprüche, insbesondere als Eigentümer und damit Hauptvertragspartner der Gebäudeversicherung, stehen Ihnen als Eigentümerin sogar noch mehr Rechte zu. Die einzelnen Rechte ergeben sich allerdings aus dem konkreten Versicherungsvertrag. Eine Mietminderung kann allerdings natürlich nicht geltend gemacht werden.

Wenn ja, welche Ansprüche habe ich als Eigentümerin gegenüber der Gebäudeversicherung der WEG?

Je nach Versicherungsvertrag, haftet die Versicherung für sämtliche Ausfallschäden. Insbesondere dann, wenn eine Wohnung nicht mehr nutzbar ist. Dann stehen Ihnen beispielsweise Ansprüche auf Ersatz der möglichen Hotelkosten dazu. Andernfalls auch erhöhte Aufwendungen, wenn Sie beispielsweise jeden Tag essen gehen mussten.

Können diese Ansprüche auch rückwirkend geltend gemacht werden? (Ab den Tag als der Schaden dem Verwalter mitgeteilt wurde, als der Versicherungsvertreter vor Ort war...?)

Sämtliche Ansprüche können auch rückwirkend innerhalb von drei Jahren gemacht werden.

Wie sollte ich nun am Besten verfahren?

Sie sollten sich zunächst einmal den Versicherungsvertrag zusenden lassen. Gleichfalls sollten Sie den Hausverwalter stets schriftlich über die Mängel in der Wohnung informieren, insbesondere wenn er kein Wasser zugänglich sein sollte. Sollten Sie bis dahin Kosten gehabt haben, können Sie diese ebenfalls mit geltend machen. Setzen Sie hier zu eine Frist von zehn Tagen.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da unsere Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist, ohne dass Ihnen dadurch Mehrkosten entstehen. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung angerechnet werden.

Mit freundlichen Grüßen


Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 28.09.2017 | 12:37


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