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2 jungen 12 jahre haben bei ´faschingszoll´ angeblich kratzer verursacht


19.02.2007 18:50 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



mein sohn + sein freund/beide 12 haben heute faschingszoll eingetrieben(seil über die strasse gehalten, um fahrer zum anhalten zu bewegen + zoll zu kassieren)-dabei kam in einer 30er zone eine dame (zu schnell ) gefahren-sie sahen, dass diese dame nicht beabsichtigte anzuhalten und hielten das seil hoch, damit sie durchfahren kann-dies tat sie dann auch - fuhr die strasse (berg)hoch und parkte in ihrem hof. kurz darauf rief sie die jungs zu sich und behauptete, sie hätten 3 kleine kratzer am dach ihres PKW verurscht (nach angaben vom sohn: 5mm lang und etwa im abstand von 1cm). nun sollen sie 1000€ zahlen , damit das dach neu lackiert werden kann (soviel würde es nach angaben der dame kosten!) !
meine frage: was ist nun am besten zu tun?
sollen wir warten, bis sie sich meldet?
zahlt sowas unsere haftpflichtversicherung?
-- wenn ja, muss ich das melden, bevor sich die dame wieder bei uns gemeldet hat?
trifft sie eine mitschuld?,sie hätte als erwachsene evtl. schäden eher vorausahnen können, als die kinder ?
auch da sie ´zu´ schnell gefahren ist oder auch verlangen hätte können, das das seil am boden abgelegt oder ganz entfernt würde, während sie vorbeifährt?
vielen dank für ihre antwort fünfvorzwölf

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Sehr geehrte(r) Fragensteller(in),

aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Für den Fall, dass Ihre Kinder wirklich das Fahrzeug beschädigt haben sollten, ist zunächst keine Strafbarkeit gegeben.

Inwiefern Sie nun für den Schaden einzustehen haben richtet sich nach folgenden Kriterien.

Grundsätzlich haften Eltern für Schäden, die ihre minderjährigen Kinder verursacht haben.
Weiter haben Sie die Pflicht, diese so zu beaufsichtigen, dass Schäden vermieden werden.
Ist ein Schaden entstanden, so richtet sich die Ersatzpflicht danach, ob Sie Ihrer Aufsichtspflicht genüge getan haben. Hierfür sind Sie als Elternteil beweispflichtig. An die Aufsichtspflicht werden hohe Anforderungen gestellt.
Es mag sein, dass das Verhalten der Kinder im allgemeinen aus dem Brauchtum üblich ist. Jedoch haben Sie hier meiner Ansicht nach Ihre Aufsichtspflicht verletzt. Es war durchaus davon auszugehen, dass Sach- und Personenschäden entstehen könnten. Das sogenannte Faschingszoll ist eine extrem gefährliche Unsitte, bei der auch schon Kinder wie Autofahrer nicht unerheblich verletzt wurden.

Ihre Haftpflichtversicherung sollte normalerweise den Schaden tragen.
Teilen Sie der Autofahrerin Anschrift des Versicherers und die zugehörige Versicherungsnummer mit. Ebenso sollten Sie Ihren Versicherer über den möglichen Schaden informieren. Sie sollten aus praktischen Gründen der Autofahrerin gegenüber keine Schuld eingestehen.
Unter Umständen rühren die Schäden an dem PKW nicht oder nur teilweise von Ihren Kindern her. Auch ist hier an eine Mitschuld der Autofahrerin zu denken.

Überlassen Sie die weitere Klärung des Sachverhaltes Ihrer Versicherung.

Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 19.02.2007 | 19:18

hallo und erstmal danke für die wirklich sehr schnelle antwort!- hätte aber noch eine frage... die dame hat meinen sohn und dessen freund nach deren namen gefragt/mich aber bis jetzt noch nicht kontaktiert - soll ich sie anrufen? oder es vorab schon der versicherung mitteilen? oder erstmal abwarten, ob sie sich überhaupt meldet?
zum thema aufsichtspflicht: mein sohn ging zu diesem freund zum spielen - von dem vorhaben habe ich vorab nicht gewusst (bzw. sie haben es selber auch erst nach einiger zeit ihres zusammentreffens heute ´beschlossen´ !)
~ besteht auch dann eine aufsichtspflichtverletzung (ich kann doch einen 12 jährigen nicht den ganzen tag begleiten?...) --- allerherzlichsten dank für die erneute antwort ihrerseits! fünfvorzwölf

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.02.2007 | 09:50

Sehr geehrte Fragestellerin,

sofern Sie davon ausgehen konnten, dass Ihr Sohn sich bei seinem Freund aufhalten und nicht derartigen Unfug betreiben wird, ist nicht unbedingt von einer Aufsichtspflichtverletzung auszugehen. Mit zwölf Jahren kann man das Kind durchaus alleine zu einem Freund gehen lassen. Es stellt sich dann natürlich die Frage ob die Aufsichtsperson des Freundes von der Aktion wusste.
Aufgrund Ihrer Nachfrage stellt sich der Sachverhalt ein wenig anders dar.
Warten Sie erst einmal ab, ob sich die angeblich Geschädigte bei Ihnen meldet. Wenn ja, dann verfahren Sie wie bereits erwähnt.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

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