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Verwaltungskosten

10. Januar 2016 21:04 |
Preis: ***,00 € |

Verwaltungsrecht


Ich habe ein Dachboden in einem Mehrfamilienhaus gekauft.
Bereits besteht eine Baugenehmigung für Umbau in eine Wohnung.
Es gibt noch keine Baufreigabe und der Dachboden ist nich umgewandelt in eine Wohnung.

Seit der Dachbodem gekauft war (2012) bezahle ich die Hausvervaltungskosten, allgemine Stromkosten, Rücklagen sowie Müllabfuhr.

Meine Frage ist :- sind alle obengenannte Einnahmen für nicht ausgebaute Wohnung zulässig?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Da der Dachboden nach Ihrer Schilderung noch nicht zu einer Wohnung umgewandelt wurde, gehe ich davon aus, dass es sich derzeit noch um Teileigentum im Sinne von § 1 Abs. 3 des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) handelt. Grundsätzlich sind Teileigentümer danach wie Wohnungseigentümer zu behandeln (§ 1 Abs. 6 WEG ), so dass für beide die Kostentragungspflicht des § 16 Abs. 2 WEG gilt. Auch Teileigentümer müssen Ihrem Anteil entsprechend für alle Kosten des gemeinschaftlichen Eigentums aufkommen (d. h. die laufenden Kosten und die Instandhaltung tragen). Die Miteigentümer können aber eine abweichende Regelung treffen (§ 16 Abs. 3 WEG ). Insoweit müsste man, um Ihre Frage abschließend beantworten zu können, die Teilungserklärung und die Gemeinschaftsordnung einsehen.

Soweit es keine besondere Regelung gibt, die Ihren Miteigentumsanteil von der Pflicht zur Beteiligung an einzelnen Kosten ausnimmt, sind Sie - wie oben dargestellt - an allen Kosten beteiligt. Ob Sie aus der jeweiligen Einrichtung, für deren Kosten Sie aufkommen sollen, auch einen Nutzen ziehen können, ist leider unerheblich (z. B. für den Fall eines Aufzugs, der nur von einem Teil der Wohnungen genutzt werden kann: BayObLG, Beschluss vom 18.05.1999, 2Z BR 1-99). Man könnte das bei Ihnen auf die Müllabfuhrkosten übertragen: natürlich fällt in Ihrer Einheit regelmäßig kein Müll an; trotzdem sind Sie nach der Rechtsprechung zur Kostenbeteiligung verpflichtet, wenn keine ausdrückliche abweichende Regelung getroffen wurde (OLG Zweibrücken, Beschluss vom 01.03.2000, 3 W 270/99 ).

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

FRAGESTELLER 17. August 2022 /5,0
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