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Time in Lieu

09.11.2018 16:10 |
Preis: 51,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Hello,

I write in English because easier for me, but please answer in Deutsch, which I understand perfectly.

Since ten years I work in Germany for a large and successful American technology company, under a German employment contract and managing a team of sales representatives and managers. In total several dozen people report to me. The company is globally very profitable and stable. I cover a senior management role, but I have no "independence" in formulating strategies, approving large expenses etc. On the contrary, the company is micro-managed very closely at all levels

Recently the company is by far not meeting their ambitious revenue growth targets in Europe. As result there is a high tension and nervousness amongst the company's upper management. The company stock is suffering.

In recent months the Europe overall manager of my business, an Executive Vice President well known for his low tolerance and unpredictable temper, started to express his dislike of me with some of my management.

Some weeks ago, at the margin of a management meeting, I was called into a conference room by my manager and the HR (Personal) representative. They told me "I need to look for a new job", either within the company or outside. Reason is revenue growth (sales) of my team being "weak" and below expectations. There are no other reasons, they said, nevertheless I should leave my job as soon as possible.
I answered, in writing, that I do not agree with the request and will not comply to it.

Since that moment, both my manager and the HR person have begun to exert pressure to force me out of the company in various ways, including bypassing me and directing my team without my knowledge.
I have complained in the last weeks about mobbing so the company is now more careful on how they handle me.

This week however the company HR representative (Personal) has offered me to "take a break", meaning she has offered that I do two weeks off work, similar to a paid vacation. This would be recorded as "time in lieu" During the two weeks she is asking that I reflect on their offers for me to leave the company.

Obviously I would enjoy two weeks off. I can surely use the break, so I initially expressed propensity to take the break.

Yesterday and today however she (HR) is insisting very urgently that I immediately log the vacation in the system. This makes me suspicious there can be downsides to this break. I imagine for example my boss will take advantage of my absence to make changes and provide authorizations to my business which I would have not given. Or some other action which eventually will help them get rid of me.

Can you please advise if I should take the two weeks of paid vacation or decline, and what are the risks involved. Any proactive mitigation measure I should take?

Thanks in advance





09.11.2018 | 18:14

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

gemäß Ihrem Wunsch antworte ich Ihnen auf Deutsch. Eine "time in lieu" dient üblicherweise dazu um Überstunden in Freizeit auszugleichen, anstatt dafür ausgezahlt zu werden. Wenn Sie also Überstunden angesammelt haben, die für den Zeitraum von 2 Wochen ausreichend wären, dann würden Sie zwar zwei Wochen frei bekommen, diese würden aber nicht zusätzlich bezahlt. Sie erhalten für diese Zeit nur den normalen Lohn, als wären Sie ganz normal zur Arbeit gekommen. Sie profitieren von dieser Auszeit also nur dann, wenn Sie keine Überstunden angesammelt hatten. Dann sollten Sie darauf achten, dass es sich nicht um eine Freistellung (unbezahlt) handelt, sondern wirklich um eine bezahlte Auszeit.

Gegen eine solche Vereinbarung spricht grundsätzlich nichts. Sie müssen nur unbedingt darauf achten, dass die Vereinbarung schriftlich festgehalten wird und Sie ein unterschriebenes Exemplar der Vereinbarung erhalten. Ansonsten könnte der Arbeitgeber auf die Idee kommen zu behaupten, dass Sie einfach zwei Wochen lang unentschuldigt der Arbeit fern geblieben sind, um dann eine fristlose Kündigung auszusprechen. Ohne eine schriftliche Vereinbarung, hätten Sie dann große Beweisschwierigkeiten. Ansonsten kann der Arbeitgeber die Auszeit aber nicht nutzen, um Ihnen rechtliche Nachteile unterzujubeln. Anders kann dies natürlich bezüglich Ihrem konkreten Arbeitsumfeld aussehen. Eventuell möchte man Ihnen in der Zeit das Arbeitsumfeld möglichst unbequem machen, damit Sie freiwillig aufhören. Dies kann der Arbeitgeber aber auch während Ihrer Anwesenheit tun, hier sehe ich keinen großen Unterschied.

Auch in der Folge sollten Sie sich keinesfalls darauf einlassen, selbst zu kündigen. Wenn sollte ein Aufhebungsvertrag ausgehandelt werden, der auch eine Abfindung für Sie beinhaltet. Denn nach eigener Kündigung oder Aufhebung des Arbeitsvertrages erhalten Sie vom Jobcenter eine Sperre für das Arbeitslosengeld von 12 Wochen. Diese Zeit wäre dann finanziell zu überbrücken.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Dietrich
Rechtsanwalt


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