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Teilungserklärung im Grundbuch oder Kaufvertrag, welcher Aufteilungsplan gilt

| 31.08.2009 16:41 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Maximilian A. Müller


Ich habe vor mehr als 5 Jahren eine Wohnung gekauft, deren Grundriss anders ist als im Aufteilungsplan der Teilungserklärung im Grundbuch(erst jetzt festgestellt)

Ursprünglich entsprach meine Wohnung (Wohnung 1 genannt) diesem Aufteilungsplan, wurde dann aber vom Voreigentümer, der zwei nebeneinanderliegende Wohnungen (nennen wir sie Wohnung 1 und Wohnung 2) besaß, baulich verändert (verkleinert zugunsten Wohnung 2.)
Ich habe das damals nicht bemerkt, denn dem Kaufvertrag lag keine Zeichnung bei.
Jetzt hat jemand die Wohnung 2 nebenan gekauft,und weil die Wohnungstrennwände damals nicht ordentlich gemacht wurden und es wahrscheinlich auch keine Anbeschlossenheitsbescheinigung für diesen Umbau gibt, ist das Prpoblem des Grundrisses deutlich geworden.

Meine Frage gilt ausdrücklich nicht dem Baurecht sondern ist folgende:
Habe ich ein Recht auf Umbau,sodass der Grundriss dem Aufteilungsplan der Teilungserklärung wieder entspricht? ( die Kosten spielen keine Rolle)
Habe ich das Recht der WEGemeinschaft gegenüber oder dem neuen Eigentümer gegenüber?
Der Voreigentümer der beiden Wohnungen ist insolvent, da nützen irgendwelche Rechte nichts.

Kann ich die Wohnung überhaupt jemals verkaufen wenn sie nicht dem Aufteilungsplan entspricht?

Vielen Dank
Fraunhof

Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich auf der Grundlage Ihrer Schilderungen und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten kann:


Grundsätzlich ist maßgeblich für das Bestehen von Sondereigentumsrechten und damit für den Zuschnitt Ihrer Eigentumsrechte die Teilungserklärung des Anwesens nebst dem dazu gehörigen Aufteilungsplan. Hieraus ergibt sich vorliegend, dass Ihnen an der abgetrennten Fläche ein Nutzungsrecht bzw. ein Sondereigentumsrecht zustehen müsste.

Derzeit widerspricht jedoch der tatsächliche Zustand den Angaben der Teilungserklärung. Dies ist auf die eigenmächtige Veränderung der Wohnung durch den Voreigentümer zurückzuführen. Eine Anpassung der Teilungserklärung fand jedoch nicht statt, so dass diese nach wie vor Gültigkeit beanspruchen kann.


Nach einer Entscheidung des KG Berlin vom 18.07.01 hat demnach der Eigentümer einen Anspruch darauf, dass die bauliche Situation an die Vorgaben der Teilungserklärung angepasst wird. Die WEG sowie der beeinträchtigte Sondereigentümer hat die entsprechenden Maßnahmen zu dulden. Ich werde Ihnen die Entscheidung per Email zukommen lassen.


Ich gehe daher davon aus, dass Sie die Versetzung der Trennwand erreichen können, wenn die Trennwand zu einer deutlichen Verschiebung der Wohnungsgröße führt und die Verschiebung mit einem zumutbaren finanziellen Aufwand durchführbar ist. Eine andere Fragen wäre dann jedoch, wer die Kosten für die Baumaßnahmen zu tragen hat.


Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne für etwaige Nachfragen oder auch eine weitere Interessenvertretung zur Verfügung.

Bewertung des Fragestellers 02.09.2009 | 19:30

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