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Sturz - Haftung?


17.12.2007 04:11 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum



Sehr geehrte Damen und Herren,stellvertretend für meine Lebensgefährtin würde ich gerne folgenden Sachverhalt schildern und Fragen diesbezüglich beantwortet haben:


Am Donnerstag den 13.12.2007 gingen ich und meine Freundin gegen 17:30 Uhr aus dem Haus einen Christbaum zu kaufen.
Als wir zurückkamen hatte Sie in der einen Hand eine Einkaufstüte und der anderen eine Orchidee und ich trug eine Einkaufstüte und den Weihnachtsbaum.Es war gegen 20 Uhr und es war bereits dunkel.

Auf dem Weg zu unserer Haustüre (unbeleuchtete Einfahrt) stürzte meine Freundin plötzlich - wie sich herausstellte hatte sich eine Kunststoffband-Umreifung (von einem Paket/Palette o.ä.) um beide Beine geschlungen.


Dabei hat Sie sich diverse Verletzungen zugezogen weswegen ich Sie sofort ins Krankenhaus gefahren habe.

In der Notaufnahme ergab sich folgender Befund:Zahnschaden 12, Risswunde Lippe, Monokelhämatom Orbita rechts, linke Hand o. B., Schürfwunde am linken Knie(2 Euro groß).

Jetzt stellt sich die Frage ob man Ansprüche (Schmerzensgeld, Zahnersatz, o.ä.) gegen den Verkehrssicherungspflichtigen o.ä. (Hauseigentümer? Hausmeister?) geltend machen kann?
Macht es überhaupt Sinn, rechtliche Schritte einzuleiten?


Von Bedeutung für die Beantwortung der Frage ist vielleicht noch,dass wir zur Miete in einem ca. 20-Parteien-Haus wohnen, dass sich die Mülltonnen/Altpapierkontainer ein paar Meter von der Sturzstelle entfernt befinden, und der Kunststoffring als wir das Haus verlassen haben mit ziemlicher Sicherheit noch nicht da gelegen hat, da ich ihn sonst vorsorglich weggeworfen hätte.
Sehr geehrter Ratsuchender,

unter Berücksichtigung der mitgeteilten Informationen und der Höhe Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Grundsätzlich haftet der Verkehrssicherungspflichtige für Schäden, die dadurch entstehen, dass die Verkehrssicherungspflicht verletzt wird. Wenn allerdings irgendjemand eine Kunststoffband-Umreifung auf das Grundstück wirft oder dieses dorthin geweht wird, wird man nicht von einer Verkehrssicherungspflichtverletzung sprechen können.

Natürlich müssen auch die Geh- und Fahrwege regelmäßig von möglichen Hindernissen befreit werden. Allerdings muss weder mehrmals täglich gereinigt werden, noch müssen permanente "Müllpatrouillen" durchgeführt werden. Und wie Sie selber mitteilen, lag das Band dort um 17:30 noch nicht und es kann nicht erwartet werden, dass in der Zwischenzeit eine vorsorgliche Verkehrssicherheitskontrolle durchgeführt worden ist.

Eine Schadensersatzpflicht des Verkehrssicherungspflichtigen ist hier nicht zu entdecken und die Einleitung rechtlicher Schritte deshalb nicht als erfolgversprechend anzusehen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas J. Lauer
Rechtsanwalt
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