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Regress bei Gewinner-Absprache?

01.05.2009 21:11 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Regress bei Gewinner-Absprache?

C hat an einem Kochwettbewerb teilgenommen. Veranstalter ist eine Filmproduktionsgesellschaft, die die Aufnahmen einem bekannten Fernsehsender zur Ausstrahlung weitergibt.

Die Dreharbeiten finden an fünf Tagen mit fünf Teilnehmern statt. Jeder Teilnehmer ist einmal Gastgeber und an den übrigen vier Tagen Juror für die dargebotenen Leistungen des jeweiligen Gastgebers. Als Juror sind jeweils in zwei Disziplinen 0 – 10 Punkte zu vergeben, wobei 0 Punkte einer schulischen „6“ und 10 Punkte einer schulischen „1+“ entsprechen. Die zu bewertenden Disziplinen sind „Essen“ und „Dekoration / Atmosphäre“. Zur Bewertung gab es ein Handout der Produktionsgesellschaft. Der Fernsehsender wünscht durchaus kritische Bewertungen mit Abzügen für Minderleistungen.

Der Sieger des Kochwettbewerbs erhält ein Preisgeld von 1.500,00 Euro.

Nachdem die Teilnehmer A (Montag), B (Dienstag) und D (Donnerstag) am Freitag in Erfahrung gebracht hatten, dass Sie aufgrund des Punktestandes nicht mehr gewinnen konnten, trafen diese eine Absprache: der letzte Gastgeber und Künstler E (Freitag) sollte unter allen Umständen gewinnen. Zum einen, weil dieser während der Dreharbeiten seine finanziellen Probleme kommuniziert hatte, zum anderen, weil der Kreis (A, B und D) darüber Informationen hatte, dass C kritische Bewertungen über sie abgegeben und bis dahin die meisten Punkte erlangte (Gewinner würde). C sollte der Gewinn als „Arschloch“ nicht gegönnt werden.

Trotz äußerst miserabler Kochleistungen und fragwürdiger Dekoration erhielt E daraufhin vom Triumvirat (A, B und D) in beiden Wertungsdisziplinen die jeweilige Höchstpunktzahl von 10 Punkten. Die Wahrscheinlichkeit, dass drei von vier Juroren unter diesen Umständen jeweils die Höchstpunktzahl vergeben steht 1 : < 8.000.000! – C vergab im Übrigen insgesamt 8 Punkte, wobei 3 Punkte aus Anstand vergeben wurden.

E gewann den Wettbewerb, weil A, B und D die Leistungen mit jeweils 10 Punkten in beiden Disziplinen drastisch und nicht nachvollziehbar überbewerteten.

Dazwischen spielten sich unglaubliche Szenen ab: So wollte B vor lauter Enttäuschung die Veranstaltung bereits nach der miserablen Vorspeise verlassen, wovon die Aufnahmeleiterin und C den / die „B“ abhielt. Bis zur Vorspeise musste 1 ½ Stunden gewartet werden usw. Zeugen kann C aus dem Drehteam benennen.

E sieht nun, dass ihm / ihr durch die vorsätzlich herbeigeführte Manipulation des Ergebnisses neben dem 1. Platz als materieller Schaden das Preisgeld entgangen ist. E beabsichtigt gegen A, B und D zivilrechtliche Schritte zum Schadenersatz des Preisgeldes einzuleiten (§ 830 BGB: Mittäter und Beteiligte , § 840 BGB: Haftung mehrerer ).

Konnte C in Treu und Glauben davon ausgehen, dass die Mitjuroren - wie an den übrigen Abenden auch - kritisch, jedoch objektiv die Leistungen den des E bewerten würden?

Da dies wegen der offentlichen Geheimabsprache nicht stattfand, ist C ist der Auffassung, dass eine kollusiv sittenwidrige Absprache vorliegt, die die Inregessname rechtfertigt. Liegt C mit der Auffassung richtig und was könnte C tun?

01.05.2009 | 21:44

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

C wird hier in Beweisschwierigkeiten kommen:

Denn neben der als ungerecht empfundene Bewertung müsste er nachweisen, dass diese Bewertung auch mit dem Vorsatz zustande gekommen ist, den C absichtlich zu schädigen.

Hier müsste C also zweierlei Hürden überwinden:

1.)

Zunächst müsste er die Benotung von E als falsch angreifen.

Dabei ist anzumerken, dass bei der Überprüfungen von Benotungen die Gerichte diesen subjektiven Bewertungsmaßstab kaum bis gar nicht überprüfen und entscheiden.

Denn der Bewertungsspielraum, den die Mitstreiter bei ihrer subjektiven Bewertung haben, lässt sich kaum überprüfen.


Jedoch selbst wenn man ausnahmsweise diese Beurteilung der Benotung gerichtlich feststellen könnte, würde man dann an die zweiten Hürde kommen:

2.)

Das bewusste Zusammenspiel zum Nachteil von C mit Schädigungsabsicht zu Lasten C nachzuweisen.

Es ist kaum anzunehmen, dass die übrigen Mitstreiter oder Teile des Aufnahmeteams dieses einräumen werden, da der Verlust für Mitstreiter, Sender und die Sendung ansich weitreichend sind.

Es müssten also objektive Tatsachen bewiesen werden, die die vermutlichen Zeugenaussagen entkräften. Nach Ihren Angaben sehe ich dafür keine Ansatzpunkte.

Daher wird C hier also beweispflichtig bleiben und könnte sich dann sogar der Gefahr einer Widerklage bis hin zur Verleumdungsanzeige ausgesetzt sehen.

3.)

Daher ein ehrlicher und ernstgemeinter Rat:

C soll die Sache vergessen und dann ab 19.00 Uhr einen anderen Sender einschalten.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle


ANTWORT VON

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